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Unkraut, Moos & Schimmel

Moos – Anleitung zur Ansiedlung im Garten

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Moos - Anleitung zur Ansiedlung im Garten

Moos im eigenen Garten anzusiedeln und damit andernfalls kahle Nischen zu begrünen, hat optisch einen besonderen Reiz. Moose haben lediglich geringe Ansprüche, wodurch sie sich auch für Menschen ohne grünen Daumen bestens eignen. Wie sich die Gewächse ohne Wurzeln richtig ansiedeln lassen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Passende Standorte

Moose gedeihen in schattigen bis halbschattigen Bereichen hervorragend. Direkte Sonneneinstrahlung vertragen sie hingegen nicht. Der Standort sollte sich zudem nicht zu stark erhitzen und eine durchgängig hohe Luftfeuchtigkeit aufweisen. Wählen Sie schattige Ecken in Beeten oder Bereiche, in denen aufgrund von Lichtmangel kaum andere Gewächse gedeihen.

Anlegen eines Moos-Beetes

Anlegen eines Moos-Beetes


Moos bildet keine Wurzeln, benötigt dennoch Nährstoffe und einen passenden pH-Wert. Als Substrat eignen sich Waldboden, Moorbeet-Erde, Torf oder Laubkompost.

Bringen Sie eine Schicht in einer Stärke von fünf bis acht Zentimetern auf die gewünschte Fläche aus. Glätten Sie das Substrat und drücken Sie es leicht an. Formen Sie kleine Löcher in einem Abstand von jeweils drei Zentimetern mit einem Zweig oder einem Holzstab. Setzen Sie einige Mooshalme in die Löcher.

Alternativ können Sie vorgezogenes Moos aus dem Fachhandel verwenden. Bei einem Topfdurchmesser von 13 Zentimetern reichen fünf bis sechs Stücke aus, um einen Quadratmeter bewachsen zu lassen. Die Begrünung erfolgt in diesem Fall schnell und sicher. Möchten Sie nicht lange auf Ihr Moos-Beet warten, sollten Sie möglichst große Stücke nutzen und auf den vorbereiteten Boden aufbringen.

Verwendung von Moosmilch für die Ansiedlung

Verwendung von Moosmilch für die Ansiedlung
Mit Moosmilch können Sie Steine, Mauern und Pflanzkübel begrünen oder größere Flächen für das Mooswachstum nutzen. Dazu benötigen Sie ein großes Stück Moos, einen Teil Wasser und einen Teil Buttermilch. Geben Sie alles in einen Mixer und zerkleinern Sie es, bis eine flüssige Masse entsteht.

Für das Ausbringen mit einem Pinsel auf vertikalen Flächen sollte die Masse recht dickflüssig sein. Möchten Sie die Moosmilch hingegen durch Sprühen auftragen, muss sie mit etwas mehr Wasser und Buttermilch verdünnt werden. Verteilen Sie die Mixtur an den Stellen, die begrünt werden sollen, möglichst gleichmäßig. Wachstum und Ausbreitung dauern bei diesem Vorgehen am längsten.

Pflege nach der Ansiedlung

Unabhängig, welche Methode Sie nutzen, die richtige Pflege ist in jedem Fall wichtig. Halten Sie die Moose durchgängig leicht feucht und bringen Sie das Wasser als feinen Sprühnebel auf. Vermeiden Sie Staunässe.

Bewahren Sie zudem Geduld. Breitet sich Moos unerwünscht in Rasenflächen aus, scheint das schnell vonstatten zu gehen. Moos wächst jedoch nur sehr langsam. Aus diesem Grund kann es mehrere Monate dauern, bis die ausgewählte Fläche vollständig begrünt ist.

Achten Sie vor allem im Sommer oder bei fehlendem Niederschlag während langer Trockenphasen darauf, dass eine ausreichende Wasserversorgung gegeben ist. Leichtes Besprühen reicht in der Regel aus. Düngergaben sind nicht nur unnötig, sondern können schädlich für die Gewächse sein.

Expertentipp

Entnehmen Sie Moos nicht aus dem Wald oder von anderen Stellen in der freien Natur. Es erfüllt dort einen wichtigen Zweck für das Ökosystem. Der Fachhandel bietet eine große Auswahl verschiedener Sorten an, die vorgezogen in Töpfen oder als Ziegel erhältlich sind. In Ihrem Garten vorhandene Moose können an gewünschte Stellen umgesiedelt oder durch Teilung vermehrt werden.

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