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Unkraut, Moos & Schimmel

Moos – warum ist es ein gutes Zeichen in Beeten?

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Moos - warum ist es ein gutes Zeichen in Beeten

Moose sind urtümliche Pflanzen, die für Botaniker faszinierend sind, Gärtner jedoch selten begeistern. Sie sind oft unscheinbar, lassen Beete jedoch unordentlich und schlecht gepflegt aussehen. Dennoch ist ihr Auftreten ein gutes Zeichen.

Positive Anzeichen

Positive Anzeichen


Moose sind Pionierpflanzen, die auch in kargen Bereichen ohne Erde Fuß fassen können. Sie haben dennoch Ansprüche an ihren Lebensraum und reagieren sehr empfindlich auf schädliche Chemikalien in der Luft und im Boden. Ihr Erscheinen in Beeten zeigt an, dass die Schadstoffbelastung gering, der Boden und die Luft gesund sind.

Negative Anzeichen

Moos ist ein Anzeichen von übersäuerten und verdichteten Böden. Ist die Erde hart und kompakt, mangelt es Wurzeln an Luft. Sie können zudem schwer tiefer eindringen. Auch Wasser kann in verdichteten Böden schlecht versickern. Es kommt zu Staunässe und die Pflanzen sterben aufgrund von Wurzelfäule ab. Da Moos keine Wurzeln bildet und benötigte Nährstoffe aus der Luft aufnimmt, macht es sich dort breit, wo andere Pflanzen nicht oder nur schwer überleben können.

Positive Auswirkungen

Positive Auswirkungen
Moose besitzen eine luftreinigende Wirkung. Sie filtern Staub, binden Schadstoffe und produzieren Sauerstoff. Gleichzeitig speichern sie Wasser, decken Böden durch ihren dichten Bewuchs ab und schützen sie vor Verdunstung durch Konvektion und Sonneneinstrahlung. Zusammen mit einer funktionierenden Drainage kann Moos ein nützlicher Begleiter für Pflanzen sein, die feuchte Böden bevorzugen.

Weiterhin dient Moos als Lebensraum für kleine Tiere, die eine wichtige Nahrungsquelle für viele Nützlinge im Garten darstellen. Es verdrängt Unkräuter, die Pflanzen Nährstoffe streitig machen. Da Moos alles, was es zum Leben benötigt, aus der Luft zieht, ist es kein Nahrungskonkurrent für Gewächse, die sich über ihre Wurzeln ernähren.

Nutzungsmöglichkeiten

Nutzungsmöglichkeiten
Moos eignet sich als Unterpflanzung von Stauden oder kleinen Baumgruppen in größeren Gärten. Besonders schöne Arten sehen in einem eigenen Beet hervorragend aus. Dazu eignen sich vor allem schattige Beete, in denen nur wenige andere Zierpflanzen gedeihen. Wer einen sehr schattigen Garten sein Eigen nennt, in dem auch Gras schlecht wächst, kann Moos als Rasenersatz nutzen. Moose haben den Vorteil, dass sie sehr weich und angenehm zu begehen sind.

Bekämpfung von Moos

Da Moos keine Wurzeln bildet, lässt es sich in Beeten leicht abtragen. Sie können es im Anschluss an einer passenden Stelle ansiedeln oder entsorgen. Graben Sie das Beet gründlich um, um den Boden aufzulockern, den Standort weniger attraktiv für Moos zu machen und ihn für andere Pflanzen zu verbessern. Bemerken Sie eine Tendenz zur Bildung von Staunässe, sollten Sie eine Drainageschicht aus Kies, Schotter oder Sand anlegen.

Sind die im Beet gepflanzten Pflanzen kalkverträglich, können Sie den Boden kalken, um ihn weniger geeignet für Moos zu machen. Verzichten Sie jedoch auf chemische Herbizide und eisenhaltige Produkte. Sie sind schädlich für die Umwelt, zerstören oft auch Nutzpflanzen und haben lediglich eine vorübergehende Wirkung. Bleibt ein Lebensraum günstig, siedeln sich die robusten Pflanzen bald wieder an.

Expertentipp

Wächst Moos auf Gartenwegen oder Treppen, sollten Sie prüfen, ob es sie rutschig macht. Besteht Rutschgefahr, sollten Sie das Moos aus Sicherheitsgründen entfernen. Nutzen Sie dazu nach Möglichkeit mechanische Methoden, wie das Schrubben oder das Auskratzen der Fugen mit einem Nagel, den Sie am Ende eines Stockes befestigen.

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