Die ersten Sonnenstrahlen, dazu munteres Vogelgezwitscher und das Beet ist voll mit zarten blauen oder violetten Blütenköpfen, der Frühling ist endlich da. Die Veilchen sind nicht nur beliebt, sondern läuten duftend die wärmere Jahreszeit ein.
Die klassischen Frühlingsblumen
Veilchen, Viola, sind eine in gemäßigten Zonen verbreitete Gattung der Veilchengewächse mit rund 600 Arten. Bei den Veilchen handelt es sich um niedrige Kräuter oder Stauden mit dorsiventralen, fünfzähligen, gespornten Blüten, die sich häufig nicht öffnen und sich selbst bestäuben. Klein, aber fein, das trifft auf die Veilchen zu, denn der Anblick dieser kleinen, zarten Blumen zaubert jedem Betrachter ein Lächeln ins Gesicht.
Rund um die Frühlingsboten ranken sich zahlreiche Mythen und Geschichten. Ein Grund dafür könnte sein, dass dich die Blüten in einer so vielfältigen Farbpalette präsentieren. Von einem kräftigen Blau, über Rosa und Weiß, bis hin zu einem zarten Violett sind alle Schattierungen vorhanden.
Veilchen in Mitteleuropa
In Mitteleuropa sind ungefähr zwanzig Veilchenarten heimisch. Am häufigsten vertreten ist das Hunds-Veilchen, Viola canina, mit blauvioletten, weißen oder gelben Blüten. Eine weitere häufige Art ist das Rauhaarige Veilchen, Viola hirta, mit behaarten Blättern und duftenden Blüten. Das Wald-Veilchen, Viola reichenbachiana, hat violette, geruchlose Blüten. Größere Blüten hat das Hain-Veilchen, Viola riviniana.
Das Veilchen aus dem Süden

Ursprünglich stammt das Märzveilchen, Viola odorata, aus dem mediterranen Raum. Es wurde in heimischen Gärten gepflanzt und verwilderte. Die Blütenfarbe ist Violett, Rosa oder Weiß.
Die vielfältigen Frühblüher

Veilchen verschönern nicht nur den Garten, der Duftstoff der Blüten spielt eine zentrale Rolle in der Parfümindustrie. Aus den essbaren Veilchenblüten wird gerne Sirup hergestellt und kandierten Blüten verzieren Torten.
Das Veilchen als Heilpflanze
Im Wurzelstock ist das Alkaloid Violin enthalten, das schon seit langer Zeit zur Herstellung von Veilchenpastillen verwendet wird. Die Pastillen können bei Erkrankungen der Atmungsorgane Linderung bringen.
Veilchen wachsen nicht nur im Garten
Die zierlichen Blumen sind nicht nur im Garten anzutreffen. Sie wachsen überall dort, wo es mäßig feuchte, humusreiche Böden gibt. Die Veilchen sind an Waldrändern, entlang von Bächen und Flüssen sowie unter Hecken und Büschen anzutreffen. Sie bevorzugen halbschattige und schattige Lagen und der Boden sollte niemals austrocknen.
Expertentipp
Entstandene Ableger sollten immer entfernt werden. Das kräftigt die Mutterpflanze.
Häufig gestellte Fragen
Brauchen Veilchen einen Dünger?
Einmal pro Jahr freuen sich die Veilchen über einen Volldünger. Die Düngung erfolgt nach der Blüte.
Wie kann man Veilchen vermehren?
Die Vermehrung erfolgt durch Teilung des Wurzelballens im Frühling oder Herbst. Auch eine Selbstaussaat ist möglich.
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