Die Stapelia, die auch als Aasblume bekannt ist, zeichnet sich durch ihren besonderen Geruch nach Aas aus, der auf Insekten eine anziehende Wirkung ausübt. Darüber hinaus sind ihre Blüten, die eine fleischige Konsistenz besitzen, aber ebenso einzigartig.
Was Sie bei der Standortwahl, der Pflege und der Vermehrung der Sukkulente beachten sollten, ist in den nachfolgenden Abschnitten zusammengefasst.
Standort
Die Aasblume stammt ursprünglich aus Afrika und bevorzugt daher einen sonnigen und warmen Standort. Am geeignetsten ist daher eine Ausrichtung nach Südosten oder Südwesten. Die ideale Raumtemperatur liegt zwischen 20 und 30 Grad Celsius, sodass die Pflanze überwiegend im Haus behalten werden sollte. In den Sommermonaten, wenn die Außentemperatur nicht unter 15 Grad Celsius fällt, kann der Kübel auch ins Freie gestellt werden.
Die Luftfeuchtigkeit sollte zudem möglichst gering sein.
Bewässerung
Wie alle Sukkulenten verträgt die Stapelia eher Trockenheit als Nässe, die im schlimmsten Fall zur Fäule der Wurzeln führen kann. Bei der Bewässerung empfiehlt es sich daher, die Pflanze in eine Wasserschale zu stellen, sodass sie sich selbst mit Feuchtigkeit versorgen kann. Sobald das Substrat vollständig bis oben hin befeuchtet ist, ist es Zeit, das überschüssige Wasser abtropfen zu lassen. Das für die Bewässerung verwendete Wasser sollte möglichst kalkfrei sein, weshalb sich insbesondere destilliertes Wasser und Regenwasser anbieten.
In den Wintermonaten, während sich die Zimmerpflanze in ihrer Ruhephase befindet, sollten die Wassergaben sowohl in der zeitlichen Regelmäßigkeit als auch der Intensität deutlich verringert werden.
Düngung

Für die Düngung der Aasblume empfiehlt sich die Gabe eines speziellen Sukkulentendüngers, der in etwa alle zwei bis vier Wochen von April bis September dem Gießwasser zugegeben wird. Während der Winterruhe, also von Oktober bis März, sollte auf eine zusätzliche Düngung unbedingt verzichtet werden.
Umtopfen

Aufgrund ihres schnellen Wachstums ist mindestens einmal jährlich das Umtopfen in ein größeres Gefäß zu empfehlen. Sobald die Triebe den Rand des Kübels erreichen, ist der Wechsel des Pflanzgefäßes dringend erforderlich. Als Faustregel gilt, dass der neue Topf einen um vier Zentimeter größeren Durchmesser aufweisen sollte, um ausreichend Platz für weiteres Wachstum zur Verfügung zu stellen. Bei der Entfernung des alten Substrates von den Wurzeln sollte sehr vorsichtig vorgegangen werden, da das Wurzelwerk sehr empfindlich ist. Ein möglichst vollständiger Austausch der Erdmasse ist aber im Hinblick auf eine optimale Nährstoffversorgung anzustreben.
Vermehrung
Die Reproduktion der Stapelia kann mittels Stecklingen oder Samen erfolgen. Bei der Stecklingsvermehrung werden Triebe von der Mutterpflanze abgeschnitten oder einfach herausgezogen. Daran anschließend müssen diese einige Tage an der Luft getrocknet werden, bis sich die Schnittstelle geschlossen hat. Danach wird der Steckling in das Substrat gesteckt und bildet bereits innerhalb weniger Tage Wurzeln aus.
Die Mehrung über Samen erfolgt durch das Ausbringen dieser in einer Anzuchtschale. Das Absammeln von der eigenen Pflanze ist erst nach der Blüte möglich, die frühestens nach drei bis fünf Jahren erstmals auftritt. Die Zimmertemperatur sollte sich für eine optimale Keimung auf rund 22 Grad Celsius belaufen.
Expertentipp
Ein Rückschnitt der Stapelia ist grundsätzlich nicht erforderlich. Sollten dennoch vereinzelt Triebe in unerwünschte Richtungen wachsen, können diese mittels eines scharfen und sterilen Werkzeuges eingekürzt werden.
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