Der Bergahorn ist die größte in Mitteleuropa heimische Ahorn-Art und auch weltweit gehört er zu den größten Arten. In Europa ist der Bergahorn ein wichtiger Baum in der Forstwirtschaft. Vor allem in der Möbelindustrie und bei der Instrumentenherstellung ist sein Holz sehr begehrt.
Einige kleinwüchsige Sorten des Bergahorns eignen sich auch für die Pflanzung im Garten. Dennoch benötigen auch diese Bäume viel Platz, denn sie alle können eine ausladende Krone entwickeln. Im Garten ist der Bergahorn ein anspruchsloser und pflegeleichter Baum, der mit seiner dekorativen Wuchsform und seinem herrlichen Laub alle Blicke auf sich zieht.
Wuchs
Der Bergahorn ist die größte Ahorn-Art in Europa. Im Wald kann er eine Höhe bis zu 40 m erreichen. Bei freistehenden Bäumen kann die eiförmige bis ovale Krone bis zu 25 m breit werden. Der majestätische Baum wächst in jungen Jahren bis zu 80 cm im Jahr. Mit zunehmendem Alter verringert sich das Wachstum ein wenig, doch noch immer kann der Bergahorn bis zu 50 cm pro Jahr in die Höhe wachsen.
Bergahorne wachsen meist in Misch- und Laubwälder oder in großen Parkanlagen als Solitär. Für den Garten gibt es einige Sorten, die nicht ganz so hoch werden. Dazu gehört zum Beispiel die Sorte „Brilliantissimum“. Dennoch muss beim Pflanzen für den dekorativen Baum genügend Platz berücksichtigt werden, damit er seinen attraktiven Wuchs voll entfalten kann.
Standort und Boden

Als natürliche Verbreitungsgebiete bevorzugt der Bergahorn das Bergland. Dort ist er bisweilen in Höhen bis zu 2000 m anzutreffen. Der Baum benötigt daher eine gewisse Luftfeuchtigkeit. Trockene Stadtluft verträgt der Bergahorn häufig nicht so gut.
Ansonsten stellt der Bergahorn bezüglich seines Standortes keine großen Ansprüche. Er bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Platz, benötigt aber nicht unbedingt die volle Sonne.
Am besten gedeiht der Bergahorn in einem frischen bis feuchten, kalkhaltigen und tiefgründigen Boden. Trockene Böden und Staunässe werden indes nicht vertragen.
Pflanzung

Auch bei der Pflanzung der kleineren gartentauglichen Bergahorn-Sorten muss unbedingt darauf geachtet werden, dass der Baum genügend Platz hat und für die Wurzeln ebenfalls ausreichend Platz zur Verfügung steht.
Die ideale Pflanzzeit ist der Herbst. So kann der junge Baum nach der Pflanzung seine Energie zunächst für die Wurzelbildung nutzen. Das Pflanzloch sollte großzügig ausgeboben werden. Der Baum darf beim Einpflanzen jedoch nicht tiefer in die Erde gesetzt werden, als er zuvor eingepflanzt war.
Nach dem Einpflanzen sollte der junge Bergahorn gut mit Wasser geschlemmt werden. Außerdem empfiehlt es sich junge Bäume mit einem Pfahl zu fixieren.
Bergahorn richtig pflegen
Einmal gepflanzt, ist der Bergahorn absolut pflegeleicht. Junge und frisch gepflanzte Bäume müssen ausreichend gegossen werden, damit sie besser anwachsen können. Staunässe muss dabei unbedingt vermieden werden.
Ältere und ausgewachsene Exemplare müssen nur in anhaltenden Trockenphasen im Sommer gegossen werden. Der Bergahorn gehört zu den Tiefwurzlern. Daher muss der Baum nur selten, dafür aber durchdringend gewässert werden.
Ein Bergahorn benötigt keinen Schnitt. Er entwickelt ohne Schnittmaßnahmen eine schöne und gleichmäßige Krone. Sollte dennoch einmal ein Rückschnitt notwendig sein, sollte dieser im Spätsommer erfolgen. Auf keinen Fall darf der Baum im Winter geschnitten werden, da der Bergahorn zu dieser Zeit sehr stark blutet.
Expertentipp
Durch eine Mulchschicht aus Kompost im Wurzelbereich erhält der Bergahorn zusätzliche Nährstoffe und der Boden kann die Feuchtigkeit besser halten.
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