Der Ahorn (Aceraceae) taucht in den heimischen Gärten in den unterschiedlichsten Arten auf. Es gibt ihn als Kugelahorn, als eher strauchigen Busch (Feldahorn), Spitzahorn oder auch japanische Zierahörner.
Eine standortheimische Art ist zum Beispiel der Spitzahorn. (Acer platanoides). Er kann 20- 30 Meter hoch werden und sollte daher zeitnah umgepflanzt werden, bevor er nicht mehr transportabel ist.
Der richtige Zeitpunkt
Für das Umpflanzen von größeren Bäumen empfiehlt sich der Herbst. Der Ahorn beginnt das Laub abzuwerfen, verdunstet in der Folge weniger Wasser und begibt sich langsam in die Winterruhe.
In dieser Phase stellt er das vegetative Wachstum ein und bildet nur noch Wurzeln. Somit Wäre Ende Oktober Anfang November der ideale Zeitpunkt für eine Umpflanzaktion.
Je länger sich ein Ahorn an seinem Standort befand, desto aufwendiger wird das Umpflanzen.
Das Ausgraben
Es ist vor allem bei größeren Ahornen wichtig, dass die Pflanze mit einem Wurzelballen ausgegraben wird. Hierzu wird mit einem scharfen Spaten der Baum idem Wurzelverlauf entlang einmal umstochen. Der Wurzelballen sollte im Idealfall so breit sein wie die Krone. Das ist natürlich nicht immer umsetzbar. Gerade bei größeren Exemplaren muss auch das spätere Transportgewicht berücksichtigt werden.
Nun wird in die Tiefe gegraben, dabei sollten die Wurzeln vorsichtig abgestochen werden, dickere Wurzeln können auch mit einer Astschere durchtrennt werden.
Von den Hauptwurzeln sollte allerdings so wenig wie möglich abgetrennt werden.
Zum Schluss wird der Ahorn von einer zweiten Person leicht angekippt, so dass auch die Wurzeln unter dem Ballen durchtrennt werden können.
Das Ballieren

Anschließend wird der Ahorn aus dem Pflanzloch gehoben, dies ist je nach Größe unterschiedlich kraftintensiv.
Einen größeren Ballen kann man mit einem Ballentuch stabilisieren.
Dieses wird vor dem Herausheben auf dem Boden ausgebreitet, der Ahorn wird darauf gesetzt und das Tuch dann um den Ballen herum verknotet.
Der neue Standort
Das Pflanzloch sollte ungefähr doppelt so breit sein wie der Ballen, mindestens aber 40- 50 cm breiter. Der Untergrund sollte vor der Neupflanzung einmal gründlich aufgelockert werden. Steine sind zu entfernen, Lehmbänke sollten einmal durchbrochen werden. Schotter oder Bauschuttreste nach Möglichkeit komplett entfernen. Dadurch kann Staunässe vermieden werden und der Ahorn leichter nach unten wurzeln.
In das Pflanzloch kann ein aufgedüngtes Pflanzsubstrat gegeben werden oder gut durchgereifter Kompost. Zu „roher“ Kompost enthält Fäulnisbakterien. Diese können die Wurzeln befallen und die Pflanze schädigen.
Der Baum wird mittig in das Loch gesetzt und gerade gerückt. Anschließend wird das Loch mit Erde aufgefüllt. Bei Hochstämmen sollten ein bis zwei Pfähle von 2,50 Metern Länge mit an die Pflanze gegeben werden, damit diese gerade anwächst und nicht vom Wind schief gedrückt werden kann. Die Pfähle verbleiben dort ein bis zwei Jahre.
Anschließend kräftig angießen und im Folgejahr je nach Witterung immer wieder kräftig wässern.
Expertentipp
Ist an dem neuen Standort bereits ein Ahorn eingegangen, kann es sich um Verticillium (Ahornwelke, eine Pilzkrankheit handeln.) Dann ist es sinnvoller einen anderen Standort auszuwählen.
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