Das optisch sehr ansprechende Maiglöckchen wird auch Marienblume genannt und verfügt über große dunkelgrüne Blätter. Seine zierlichen weißen und glockenförmigen Blütenstände verströmen einen intensiven Duft und sorgen für eine romantische Stimmung im Garten. Offiziell zählt das Maiglöckchen zur Familie der Spargelgewächse und wird besonders gern als Frühlingsbote genutzt. Seine Herkunft liegt im südasiatischen Raum, die einzige bei uns in Europa ansässige Unterart ist die Convallaria majalis.
Diese Pflanze bildet etwa zwanzig Zentimeter lange sowie breite Laubblätter aus, während die Blütenstände über bis zu zehn glockenförmige weiße Blüten verfügt. In der freien Natur wächst das Maiglöckchen in Wäldern, unter Büschen oder auch auf Wiesen. Durch seine Rhizome vermehrt es sich ganz einfach von selbst. Zudem ist dieses Gewächs eine beliebte Schnittblume und überzeugt in der Vase durch seine besonders lange Haltbarkeit sowie den angenehmen Duft, welchen es in die Innenräume bringt.
Der optimale Standort
Das Maiglöckchen gedeiht am besten an schattigen bis halbschattigen Plätzen, welche ihm eine feuchte und nahrhafte Erde bieten. Um ein kräftiges und buschiges Wachstum zu fördern, sollte man das Maiglöckchen bereits im Herbst entweder mit einer großzügigen Lage Lauberde oder alternativ mit verrottetem Kompost sorgfältig mulchen. Besonders gut macht es sich in direkter Nachbarschaft zu Rhododendren oder auch Freilandazaleen. Aber auch Tulpen oder Traubenhyazinthen können direkt neben ihm gepflanzt werden und lassen seine wunderschöne Erscheinung zusätzlich zur Geltung kommen.
Pflege

Das Maiglöckchen gilt allgemein als pflegeleichtes Gewächs. Man sollte jedoch beachten, dass unmittelbar nach der Blütephase die verwelkten Blütenstände vollständig entfernt werden, die Blätter hingehen verbleiben an der Pflanze, da diese bis zum Ende des Sommers ihre kräftige dunkelgrüne Farbe behalten. Zwar ist das Maiglöckchen nicht auf Düngergaben angewiesen, jedoch sollte man es im Herbst mit ausreichend Lauberde oder Kompost ausstatten.
Zudem liegt im Herbst der optimale Zeitpunkt, um die Pflanze durch die Teilung seiner Rhizome zu vermehren. Schon ein etwa fünfzehn Zentimeter großer Wurzelballen ist ausreichend, um bis zu sechs neue Jungpflanzen zu erhalten. Diese sollten großzügig mit Wasser versorgt und gemulcht werden, damit sie schnell anwachsen können. Alternativ zu einer Anzucht im Freiland können die jungen Maiglöckchen auch zunächst in Pflanztöpfen im Haus angezogen und anschließend nach draußen gepflanzt werden.
Krankheiten und Schädlinge
Das robuste Maiglöckchen hat nur selten mit Krankheiten oder einem Schädlingsbefall zu kämpfen. Es kann jedoch zu Grauschimmel kommen, welcher unverzüglich mit chemischen Mitteln bekämpft werden sollte, um einem Verfaulen der Pflanze vorzubeugen. Vereinzelt findet auch das Lilienhähnchen seinen Weg zum Maiglöckchen und kann diesem großen Schaden zufügen, daher ist es wichtig, die Pflanzen regelmäßig auf den Käfer und seine Larven zu kontrollieren.
Expertentipp
Es ist zu beachten, dass sämtliche Pflanzenteile des Maiglöckchens für den Menschen als auch für Tiere giftig und somit nicht für den Verzehr geeignet sind. Nach durchgeführten Pflegemaßnahmen sollte man sich grundsätzlich die Hände waschen. Selbst das Wasser in der Blumenvase kann schwerwiegende Nebenwirkungen auslösen und sollte somit immer direkt entsorgt werden. Zudem kann das Maiglöckchen leicht mit dem optisch sehr ähnlichen Bärlauch vertauscht werden, bei der Bärlauchernte gilt es also, ganz genau hinzuschauen.
Lassen Sie uns wissen, wenn Ihnen der Beitrag gefällt. Das ist für uns der einzige Weg herauszufinden, ob wir etwas besser machen können.
Die neusten Kommentare