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Zimmerpflanzen

Silberblatt schneiden – wann und wie?

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Silberblatt schneiden - wann und wie

Das außergewöhnliche Silberblatt, das auch als Lunaria bekannt ist, zeigt sich pflegeleicht und ist zudem zu jeder Jahreszeit ein echter Blickfang.

Wissenswertes über das Silberblatt

Wissenswertes über das Silberblatt


Silberblätter, die zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae) gehören, finden ihren Ursprung im Süden Europas, wo die Pflanzen nicht selten in der Nähe von Gewässern zu finden sind. Zu den bekanntesten Silberblättern zählen das Einjährige Silberblatt (Lunaria annua) und das Ausdauernde Silberblatt (Lunaria rediviva). Zu beachten ist, dass es sich beim Einjährigen Silberblatt – anders als sein Name erwarten lässt – nicht etwa um ein einjähriges, sondern vielmehr um eine zweijähriges Gewächs handelt.

Das hübsche Silberblatt verdankt seinen deutschen Namen den silbrig glänzenden Samenständen, die sich in Form des Mondes zeigen. Aus der Form der Samenstände – die übrigens auch in den Wintermonaten am Gewächs verbleiben – entstand der lateinische Name der Pflanze: Lunaria. Denn „luna“ ist die lateinische Bezeichnung für den Mond.

Neben Silberblatt und Lunaria, hat das einzigartige Gewächs seine Betrachter zu verschiedenen weiteren Namen inspiriert. So wird die Pflanze auch als Silbertaler, Nachtviole und Garten-Mondviole sowie auch als Judas-Silberling bezeichnet. Bemerkenswert ist zudem, dass die Pflanze vor allem in der Nacht einen betörenden Duft verströmt, der auf viele Insekten – wie beispielsweise auf Schmetterlinge und Bienen – eine magische Anziehungskraft ausübt.

Übrigens: Während das Silberblatt im ersten Jahr lediglich eine Blattrosette ausbildet – und sich eher unscheinbar zeigt – präsentiert sich das Gewächs im zweiten Jahr in voller Blüte. Die Blütezeit liegt in den Monaten von April bis Juni. Die Farbpalette der Blüten reicht von Weiß über Rosa bis hin zu Rot und Violett.

Muss das Silberblatt geschnitten werden?

Muss das Silberblatt geschnitten werden
Nein, das faszinierende Silberblatt braucht keinen Schnitt. Wer jedoch verhindern möchte, dass sich die Pflanze durch Selbstaussaat vermehrt, sollte daran denken, die Samenkapseln der Lunaria rechtzeitig abzuschneiden. Bedenken Sie vor dem Schnitt, dass mit dem Abschneiden der Samenkapseln gleichzeitig auch die hübschen mondförmigen Silberblättchen verloren gehen. Wenn Sie möchten, können Sie die silbrigen Samenstände trocknen, um sie später als Dekoration zu verwenden. Sie sollten dazu – nach der Samenreife – die Triebe mit den reifen Schoten abschneiden und diese zum Trocknen kopfüber an einem geschützten Ort aufhängen.

Selbst vor Einbruch der kalten Jahreszeit muss kein Teil des Gewächs entfernt oder in Form gebracht werden. Die Lunaria ist eine „Naturschönheit“, der selbst eisige Kälte und klirrender Frost nichts anhaben können. Die Pflanze benötigt keinerlei Winterschutz, auch eine Abdeckung des Wurzelbereiches – wie sie bei vielen anderen Pflanzen erforderlich ist – braucht das Silberblatt nicht. Nur dann, wenn die Wintermonate sehr feucht und niederschlagsreich ausfallen, sollten Sie dem Gewächs ein wenig Aufmerksamkeit schenken und darauf achten, dass sich nicht zu viel Wasser im Boden um die Lunaria anstauen kann.

Expertentipp

Soll das bezaubernde Silberblatt auch Ihren Garten verschönern, können Sie das Gewächs als Jungpflanze – ab Mitte Mai – im Freien anpflanzen. Bei mehreren Silberblättern ist es ratsam, einen Pflanzabstand von rund 40 Zentimetern zwischen den einzelnen Gewächsen einzuhalten, um zu verhindern, dass sich die krautigen Pflanzen später den Platz streitig machen.

Vor dem Einpflanzen der Silberblätter, sollten Sie den Boden auflockern und mit etwas Kompost anreichern. Denn für einen gesunden Wuchs braucht das Silberblatt Nährstoffe. Die Erde sollte pH-neutral sein und gleichmäßig feucht gehalten werden. Um unerwünschte Staunässe zu vermeiden, empfiehlt es sich eine Drainageschicht anzulegen. Wollen Sie der Pflanze etwas Gutes tun, sollten Sie diese zu Beginn der Blütezeit mit Langzeitdünger verwöhnen.

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Bildquellen:

© www.istockphoto.com/MagMos

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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