Steinchampignons sind eine der beliebtesten Pilzarten der Deutschen. Sie sind ganzjährig im Supermarkt käuflich und ergänzen viele verschiedene Gerichte mit ihrem Geschmack. Doch nicht nur als Ergänzung zu anderen Lebensmitteln eignen sie sich ganz hervorragend. Eine bei den Deutschen sehr begehrte Speise ist die klassische Pilzpfanne, bei der natürlich Steinchampignons nicht fehlen dürfen. Und es besteht sogar die Möglichkeit, Pilze selber zu züchten. Hier kann man entweder auf die erfolgsversprechende und einfachere Variante eines Pilzzuchtsets oder aber auf die Pilzzucht mittels Substrat-Brut zurückgreifen. Im Folgenden werden diese beiden Möglichkeiten erläutert.
Pilzzucht mit Hilfe eines Pilzzuchtsets- die Vorbereitung
Als erstes muss aus dem gelieferten Karton der Beutel mit der Abdeckerde und die gelochte Abdeckfolie entnommen werden. Im Karton liegt dann noch die Folientüte mit dem Champignonsubstrat. Diese Folie wird über die senkrecht aufgestellten Ränder des Kartons gestülpt, ohne jedoch das Champignonsubstrat zu entnehmen. Anschließend muss das Pilzsubstrat gleichmäßig im Karton auf der Folie verteilt werden. Danach wird mit Abdeckerde aufgefüllt. Diese wird jedoch nur locker aufgeschüttet und nicht angedrückt. Anschließend muss die an den Rändern des Kartons befestigte Folie wieder abgezogen und im Karton zusammen geklappt werden, damit die Erde nicht austrocknet. Die Pilzzucht sollte dann an einen 20 Grad Celsius warmen Ort platziert werden.
Pilzzucht mit Hilfe eines Pilzzuchtsets- Phase des Wachstums
Hat das Pilzmyzel nach 10 bis 20 Tagen die Deckerde vollständig besiedelt, müssen die Faltdeckel aufgerichtet, die Folie wieder übergestülpt und die Deckerde leicht mit einer Gabel aufgekratzt und ein wenig gewässert werden. Damit sich die Luftfeuchtigkeit erhöht, muss die bisher noch nicht verwendete gekochte Abdeckfolie oben auf den aufgeklappten Karton befestigt werden. Außerdem ist es nun wichtig, die Pilzzuchtbox bei einer Raumtemperatur von 18 Grad Celsius zu lagern. Nachdem sich nach etwa 5-10 Tagen kleine Pilze gebildet haben, sollten diese nicht direkt aber innerhalb kurzer Zeit vorsichtig gewässert werden.
Pilzzucht mit Hilfe eines Pilzzuchtsets- Erntezeit

Reißt die Huthaut an der Unterseite der Steinchampignons ein, können sie geerntet werden. Die noch nicht erntereifen Champignons können noch weiter in der Zuchtbox verbleiben.
Hat man alle Pilze der ersten Erntewelle geerntet, muss nach und nach der Pilzzuchtbox wieder Wasser hinzugefügt werden. Bei einer Ernte von 500 Gramm Pilzen, müssen 300 ml Wasser wieder hinzugefügt werden.
Pilzzucht mit Substrat-Brut – Vorbereitung des Substrates

Als erstes benötigt man ein Substrat, etwas in das die gekaufte Pilzbrut geimpft, eingemischt wird. Für das Substrat kann man Stroh oder Heu verwenden. Hat man loses Stroh, so muss man es noch in kleine Stücke schneiden und in kochendem Wasser pasteurisieren. Auf diese Weise werden die enthaltenen Keime abgetötet. Anschließend muss das am besten gut feuchte, nicht jedoch triefend nasse, Stroh in einen Anzuchtbehälter, wie einen Topf, gegeben werden. Je größer der Anzuchtbehälter, desto größer die spätere Pilzernte. Am besten verwendet man einen Behälter, der ein Loch unten hat, damit überflüssiges Wasser ablaufen kann, sodass sich kein Schimmel bildet. Um das überflüssige Wasser aufzufangen, kann ein Teller unter den Behälter platziert werden. Dieser sollte regelmäßig geleert werden.
Pilzzucht mir Substratbrut – Hinzufügen der Pilzbrut
Ist das feuchte Stroh im Behälter, kann die Pilzbrut hinzugefügt werden. Dies erfolgt durch gleichmäßiges und vorsichtiges Hinzufügen und Vermischen des Strohs. Damit keine Insekten die Pilzzucht befallen, ist es eine gute Idee, den Behälter mit Fliegengaze abzudecken.
Die Pilzzucht sollte an einen 18 Grad Celsius warmen Platz gestellt werden. Die Pilze benötigen kein Sonnenlicht.
Bis zur Ernte kann es einige Wochen bis hin zu Monaten dauern. Es ist wichtig, das Stroh immer feucht zu halten.
Expertentipp
Wachsen beim Pilzzuchtset keine Pilze mehr nach, da die Nährstoffe mit jeder Wachstumsphase abnehmen, kann die verbrauchte Pilzkultur noch hervorragend als Dünger verwendet werden.
Lassen Sie uns wissen, wenn Ihnen der Beitrag gefällt. Das ist für uns der einzige Weg herauszufinden, ob wir etwas besser machen können.
Die neusten Kommentare