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Zierpflanzen

Flieder wächst nicht – was tun?

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Flieder wächst nicht - was tun

Flieder, der botanisch zur Familie der Ölbaumgewächse gehört, zählt zu den beliebtesten Ziersträuchern in heimischen Gärten. Das natürliche Verbreitungsgebiet des Flieders erstreckt sich von Südosteuropa bis Kleinasien. Der unverwechselbare Duft und die schönen Blütenrispen in Rosa, weiß und violett machen den Strauch zu etwas ganz Besonderem. Flieder ist ein sommergrüner Strauch, dessen Wuchshöhe von der jeweiligen Art und Sorte abhängig ist. Die Blütezeit ist von Ende April bis Mai, danach bildet der Flieder Fruchtkapseln, in denen die Samen heranreifen. Alle Fliederarten sind pflegeleicht und kommen auch mit längeren Trockenperioden gut zurecht.

Flieder wächst nicht – was sind die Ursachen?

Der Flieder zählt zu den raschwüchsigen Pflanzen, die pro Jahr durchaus mehr als 30 Zentimeter in der Breite und Höhe zulegen. Falls der Flieder gar nicht oder nur sehr langsam wächst, kommen verschiedene Ursachen in Betracht, die es herauszufinden gilt. In den meisten Fällen eines zu geringen oder ausbleibenden Wachstums des Flieders blüht der Strauch auch nicht oder nur wenig. Diese Symptome zeigen deutlich, dass dem ansonsten pflegeleichten Strauch etwas nicht behagt. Oftmals ist Nährstoffmangel, ein falscher Standort oder zu dichte schwere Böden ein Grund für das ausbleibende und kompakte Wachstum des Zierstrauches.

Undurchlässige Böden und Staunässe

Undurchlässige Böden und Staunässe


Zu schwere Böden sorgen dafür, dass sich die Wurzeln des Flieders nicht richtig ausbreiten können, um genügend Nährstoffe aufzunehmen. Auf schweren Böden kann Wasser nicht gut ablaufen, was häufig zu Staunässe führt und den Wurzeln des Flieders großen Schaden zufügt. Im schlimmsten Fall sorgt die angestaute Feuchtigkeit in undurchlässigen Böden dafür, dass die Wurzeln des Strauches verfaulen. Um eine Verbesserung des Bodens zu erzielen, lockern Sie diesen gründlich auf und bereiten ihn mit Hornspänen und Kompost auf. Auch ein zu dunkler Standort kann dafür verantwortlich sein, dass sowohl das Wachstum als auch die Blüten ausbleiben.

Falscher Standort im Freien

Falscher Standort im Freien
Flieder benötigt für ein gutes Gedeihen einen vollsonnigen Platz im Freien und vor allem viel Licht, um sich wohlzufühlen. Hier können Sie Abhilfe schaffen, indem Sie den Flieder an einen anderen Standort umpflanzen. Für ein gesundes Wachstum braucht Flieder am Tag mindestens vier Stunden Sonne, um im Rahmen der Fotosynthese den natürlichen Stoffwechsel durchführen zu können. Achten Sie darauf, dass der Flieder nicht im Schatten von zu großen Bäumen oder anderen Gewächsen steht und pflanzen ihn gegebenenfalls an einen hellen, warmen und vollsonnigen Platz.

Mangelnde Versorgung mit Nährstoffen

Mangelnde Versorgung mit Nährstoffen
Flieder zählt zu den Starkzehrern und benötigt für das Wachstum und die Bildung neuer Blätter und Blüten ausreichend Nährstoffe. Ist der Boden zu ausgezehrt, sollten Sie den Zierstrauch mit Düngemitteln versorgen. Hierfür eignen sich organischer Dünger wie Kompost, Hornmehl oder Hornspäne, aber auch Langzeitdünger oder Flüssigdünger mit hohem Anteil an Kalium und Phosphor haben sich bewährt. Achten Sie darauf, dass nur wenig Stickstoff enthalten ist. Ansonsten kann es sein, dass der Flieder zwar schnell wächst und Triebe ausbildet, aber keine Blüten entwickelt. Achten Sie darauf, den Flieder regelmäßig zu bewässern, auch wenn er über einen längeren Zeitraum mit Trockenperioden gut zurechtkommt.

Geringes Wachstum des Flieders durch Krankheiten

Wenn Sie feststellen, dass der Flieder unschöne Blattverfärbungen oder gelbe und braune Flecken am Laub aufweist, steckt vermutlich eine durch einen Pilz oder Bakterien verursachte Krankheit dahinter. Um den Strauch zu retten, empfiehlt es sich, den Flieder radikal zurückzuschneiden und ihn mit einem geeigneten Fungizid zu behandeln.

Expertentipp

Damit Flieder in der Kübelkultur gut gedeiht, ist es empfehlenswert, die Pflanze alle zwei Jahre in einen größeren Topf mit frischem Substrat umzutopfen. Versorgen Sie den Strauch von April bis September alle 14 Tage mit einem Blühpflanzendünger, den Sie über das Gießwasser verabreichen können. Das fördert ein gesundes Wachstum und eine reiche Blüte.

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© pixabay.com/Couleur

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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