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Ist Flieder für Tiere giftig?

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Ist Flieder für Tiere giftig

Flieder stammt aus der Familie Ölbaumgewächse. Die sommergrünen Sträucher lieben die Sonne und fühlen sich selbst bei trockener Hitze wohl. Die intensiv duftenden Blüten des Flieders präsentieren sich – je nach Art und Sorte – in den verschiedensten Farben. Der anspruchslose Flieder kommt selbst bei extremer Trockenheit ohne Bewässerung aus. Flieder, der an einem schattigen Ort steht, geht deshalb zwar nicht ein, wird aber deutlich weniger Blüten tragen.

Sind Flieder und Fliederblüten giftig für Menschen und Tiere?

Sind Flieder und Fliederblüten giftig für Menschen und Tiere


Flieder enthält gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe, die Atembeschwerden, Kontaktallergien und Kopfschmerzen auslösen können.

Es gilt: Alle Teile des Flieders sind für Menschen, Hund und Katze unbekömmlich. Zwar ist Flieder nur schwach giftig, doch seine Inhaltsstoffe können unangenehme Symptome auslösen. Leben in Ihrem Haushalt kleine Kinder oder Tiere, so ist Vorsicht geboten.

Der Fliederstrauch verfügt über ungiftige Bitterstoffe, die ihn ungenießbar machen. Sowohl die Blüten als auch die Blätter der Pflanze schmecken extrem bitter. Werden Sie (trotz ihres schlechten Geschmacks) in größeren Mengen verzehrt, können sie Bauchkrämpfen, Übelkeit und Durchfall auslösen. Betroffen sind meist kleinere Kinder, deren Geschmackssinn noch nicht vollständig entwickelt ist.

Hunde, Katzen und Kaninchen

Hunde und Katzen reagieren auf die Inhaltsstoffe des Flieders ähnlich wie Menschen. Zu beachten ist, dass bei Haustieren mit geringerer Körpergröße und niedrigem Gewicht schon kleine Mengen der Pflanze zu Unwohlsein führen können. Achten Sie also darauf, dass Hund und Katze möglichst nicht von den Zweigen, Blüten oder Blättern des Flieders naschen.

Ganz anders als bei Hunden und Katzen verhält es sich bei Hasen und Kaninchen. Der Geschmackssinn der „Hüpfer“ ist nämlich weitaus feiner ausgeprägt. Die Nagetiere werden von den Bitterstoffen abgeschreckt und meiden den Flieder.

Pferde und Flieder

Vielleicht haben Sie es bereits beobachtet: Pferde lieben Flieder und verzehren ihn oft in großen Mengen. Die im Flieder enthaltenen Wirkstoffe sind für Pferde ungefährlich.

Heilsam: Flieder als Medizin

Heilsam Flieder als Medizin
Bereits im Mittelalter – so zumindest besagen es Überlieferungen – wurden sämtliche Pflanzenteile des Flieders in der Heilkunde eingesetzt. So wurden beispielsweise blutendende Wunden mit zerriebenen Fliederbaum-Blättern behandelt, während bei Verdauungsbeschwerden ein Tee aus Fliederblüten wahre Wunder bewirkt haben soll. Richtig dosiert, so heißt es, soll die Pflanze auch Entzündungen heilen, hohes Fieber senken und zudem eine schmerzstillende Wirkung haben. Auch bei rheumatischen Beschwerden soll Flieder helfen.

Expertentipp

Leben Allergiker, kleine Kinder oder Haustiere im Haushalt, ist es besser, auf Flieder im Garten zu verzichten.

  • Erster Stichpunkt
  • Machen sich Vergiftungserscheinung bei einem Kind bemerkbar, so geben Sie diesem – als „Erste Hilfe Maßnahme“ Wasser zu trinken und suchen Sie umgehend einen Arzt auf.

  • Zweiter Stichpunkt
  • Beobachten Sie Vergiftungssymptome wie Erbrechen und Speichelfluss bei Ihrem Haustier – oder bemerken Sie, dass Ihr Vierbeiner unter Krämpfen oder Kreislaufproblemen leidet – sollten Sie zur Sicherheit sofort einen Tierarzt aufsuchen.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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