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Heckenpflanzen

Zwergholunder – alle wichtigen Informationen

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Zwergholunder - alle wichtigen Informationen

Zwergholunder – ist das eine Miniatur Variante des Schwarzen Holunders? Wenn Sie das glauben, liegen Sie völlig daneben. Dieses Gewächs, das auch als Attich, falscher Holunder und Ackerholunder bezeichnet wird, ähnelt dem Schwarzen Holunder zwar in gewisser Hinsicht, weist aber auch zahlreiche Unterschiede auf. Hier erfahren Sie alles, was Sie wissen sollten!

Zwergholunder erkennen

Der Zwergholunder ist eine Staude und wird zwischen 50 und 150 cm groß. Er wächst aufrecht und krautig. Im Untergrund bilden sich gern Ausläufer, mit Hilfe derer sich der Zwergholunder oftmals unerwünscht ausbreitet und regelrecht wuchert.

Die gefurchten Stängel tragen gegenständig angeordnete Blätter. Es handelt sich um gefiederte Blätter, die eine schmal lanzettliche Form besitzen. Meist besteht ein einzelnes Blatt aus 7 bis 9 Fiederblättchen. Die Farbe, der am Rand fein gesägten Blätter, beschreibt ein dunkles Grün. Insgesamt werden die Blätter zwischen 5 und 15 cm lang. Ein weiteres markantes Merkmal der Blätter ist ihr strenger und als unangenehm empfundener Geruch.

Im Sommer, etwa zwischen Juni und August, bilden sich die Blüten des Zwergholunders heraus. Jeder Trieb weist an seiner Spitze je einen Blütenstand auf. Es handelt sich bei den Blüten um Doldenblüten. Ihre Gestalt ist doldenrispig, schirmförmig und sie erreichen einen Durchmesser von bis zu 15 cm. Die einzelnen, sternförmigen Blüten aus denen sich die Dolden zusammensetzen, sind etwa 7 mm groß. Ihre Blütenblätter sind weiß und aus der Mitte ragen fünf rote Staubblätter hervor. Auch die Blüten riechen auffällig. Der Geruch erinnert an Bittermandel.

Nachdem die Blüten verblüht sind, erscheinen die Steinfrüchte. Sie erinnern stark an die Früchte des Schwarzen Holunders. Sie sind klein, schwarz, rundlich, glänzend und glattschalig. Im Fruchtfleisch versteckt, befinden sich drei winzige Samen.

Typische Standorte des Zwergholunders

Typische Standorte des Zwergholunders


Seinen Ursprung findet der aus der Familie der Moschuskrautgewächse stammende Zwergholunder im Mittelmeerraum und in südlichen Teilen Deutschlands. Er wächst am liebsten in der Sonne oder im Halbschatten. Außerdem bevorzugt er feuchte und nährstoffreiche Böden mit einem neutralen bis schwach basischen pH-Wert. Daher ist er auch oftmals in der Gegenwart von Brennnesseln anzutreffen. Sie finden ihn außerdem an Waldrändern, auf Brachland, an Lichtungen, Wegrändern und Parkplätzen.

Wie giftig ist Zwergholunder?

Wie giftig ist Zwergholunder
Alle Teile des Zwergholunders sind giftig. Eine besonders hohe Konzentration an Giftstoffen findet sich in den Samen. Doch auch die Knollen unter der Erde sind hochtoxisch. Nicht nur für den Menschen ist der Zwergholunder giftig, sondern auch für Tiere. Eine Vergiftung äußert sich beim Menschen in Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.

Zwergholunder im Garten anbauen?

Zwergholunder im Garten anbauen
Da der Zwergholunder überaus giftig ist und zwar alle Pflanzenteile, ist davon abzuraten ihn im heimischen Garten anzubauen. Zwar ist seine Optik recht angenehm, doch sein ausströmender Geruch stellt auch das schönste Erscheinungsbild in den Schatten. Darüber hinaus neigt er zum Wuchern, wenn er erst einmal richtig angewachsen ist. Aus diesen Gründen sollten Sie davon absehen, dieses Gewächs zu kultivieren.

So unterscheiden Sie Zwergholunder vom Schwarzen Holunder

Hier sind die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale zwischen Zwerg- und Schwarzem Holunder:

  • Zwergholunder ist eine Staude – Schwarzer Holunder ist ein verholzender Strauch
  • Zwergholunder ist giftig – Schwarzer Holunder ist essbar
  • die Blüten des Zwergholunders sind größer und rötlich
  • Schwarzer Holunder wird wesentlich größer als Zwergholunder
  • die Triebe des Zwergholunders sterben im Winter ab
  • die Blätter des Zwergholunders sind größer
  • Zwergholunder besitzt hängende und leicht eingedellte Beeren

Expertentipp

Wenn Sie unsicher sind, erkennen Sie den Zwergholunder immer an seinem unangenehmen Geruch. Im Gegensatz zu ihm duftet der Schwarze Holunder regelrecht liebreizend und süßlich.

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© www.istockphoto.com/seven75

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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