Die Bezeichnung Topinambur stammt aus einer indigenen Sprache und benennt eine Art aus der Gattung der Sonnenblumen. Der Name geht auf das indigene Volk Tupinambá zurück, das an den Küsten Brasiliens lebte und deren Sprache Tupi genannt wird.
Wie alle Sonnenblumenarten blüht auch Topinambur im Spätsommer bis in den Herbst hinein. Topinambur besitzt eine nährstoffreiche Knolle und wurde hierzulande mit verschiedenen Namen bedacht. Dazu zählen Erdbirne, kleine Sonnenblume, Jerusalem-Artischocke, Indianerknolle, Knollensonnenblume, Schnapskartoffel oder Rosskartoffel.
Topinambur – eine ertragreiche Sonnenblume
Der wissenschaftliche Name der Pflanze aus der Ordnung der Asternartigen, die zur Familie der Korbblütler gehört, lautet Helianthus tuberosus. Inzwischen ist Topinambur bei uns weit verbreitet. Während der Blütezeit sind an Waldrändern oft hunderte der kleinen, goldgelben Blüten auf ihren bis zu zwei Meter hohen Stängeln zu sehen.
Topinambur verbreitet sich schnell und ist, einmal heimisch geworden, sehr hartnäckig und robust. Das Gewächs ist trotz der wilden Vorkommen eine Nutzpflanze, da die Sprossenknolle als Wurzelgemüse roh oder gekocht verzehrt werden kann. Eine enge Verwandte ist die Yacón, die ebenfalls essbare, leicht süßliche Wurzelknollen bildet.
Die wertvollen Inhaltsstoffe von Topinambur

Die Knollen der unterirdischen Ausläufer enthalten etwa 2,5% Eiweiß und 16% Kohlenhydrate. Weitere wertvolle Inhaltsstoffe sind Inulin, ein wichtiges Probiotikum, die Vitamine A, B und C, Linolensäure, Natrium, Kalium und Calcium.
Der Geschmack der Knollen ist süßlich, eigen und ein wenig wässrig mit einer Konsistenz, die an Artischockenböden oder Süßkartoffeln erinnert. Die recht dünne Haut kann leicht austrocknen. Die Knollen sind deshalb nur wenige Wochen kühl lagerbar, in Erdmieten jedoch bis zu sechs Monaten.
Aus Topinambur kann zudem Schnaps destilliert werden und die Knolle wird auch als Viehfutter und Biomasse genutzt.
Expertentipp
Topinambur ist aufgrund des Inulin-Gehaltes für Diabetiker bestens geeignet. Wird die zarte Schale mit einer Wurzelbürste gründlich gereinigt, kann sie bedenkenlos mitgegessen werden.
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