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Bäume

Die bekanntesten Buchenarten im Überblick

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Die bekanntesten Buchenarten im Überblick

Die Buche (Fagus) gehört zur Familie der Buchengewächse (Fagaceae). Innerhalb dieser Familie zählt sie als einziger Baum zur Unterfamilie der Fagoideae. Sie gehört zu den schönsten einheimischen Bäumen in Deutschland und gilt als Mutter des Waldes. Die Buche steht für Weisheit und mütterliche Wärme. Vor allem in früheren Zeiten galt sie darüber hinaus als Waldhalle, in der sich das Göttliche offenbart. Sie möchten einen Überblick über bekannte Buchenarten erhalten? In diesem Beitrag erfahren Sie mehr.

Wissenswertes

Wissenswertes


Buchen können Höhen von bis zu 40 Metern erreichen. In Waldgebieten haben sie hohe Stämme und wenig Äste. Freistehende Exemplare haben einen kurzen Stamm mit breiter Krone. Da sie monözisch sind, besitzen sie sowohl männliche als auch weibliche Blüten. Ihre Früchte, die Bucheckern, sind nicht nur aufgrund des hohen Fettgehaltes, sondern auch angesichts des reichlichen Vorkommens an Mineralstoffen, wie Zink und Eisen, ein energiereiches Nahrungsmittel.

Unterschieden wird zwischen etwa zehn Buchenarten. Dabei ergeben sich aus den jeweils vorkommenden Arten diverse Unterarten. Die Zuordnung, zu welcher Art oder Unterart ein Taxon gehört, ist jedoch häufig umstritten. Einige Botaniker ordnen die Mexikanische Buche beispielsweise den Amerikanischen Buchen zu, anstatt sie als eigene Art zu zählen. In der Regel werden jedoch folgende Arten unterschieden:

  • Rotbuche – Fagus sylvatica
  • Orientalische Buche – Fagus orientalis
  • Amerikanische Buche – Fagus grandifolia
  • Mexikanische Buche – Fagus mexicana
  • Engler Buche – Fagus engleriana
  • Chinesische Buche – Fagus longipetiolata
  • Taiwan Buche – Fagus hayatae
  • Glänzende Buche – Fagus lucida
  • Japanische Buche – Fagus crenata
  • Japanische Blau-Buche – Fagus japonica

Die Rotbuche und ihre bekanntesten Unterarten

Die Rotbuche und ihre bekanntesten Unterarten
Die Rotbuche ist die einzige in Mitteleuropa heimische Art, was sie zur bekanntesten Art macht und auch der Grund dafür ist, dass der Zusatz oft weggelassen wird. Sie gilt als Zeigerpflanze für atlantisches Klima.

Inzwischen gibt es zahlreiche Kulturformen, die in Gärten und Parkanlagen als Ziergehölz genutzt werden. Sie unterscheiden sich in der Laubfärbung, der Blattform und im Wuchs. Mit dunkelrot gefärbten Blättern gibt es bei der Blutbuche (Fagus sylvatica forma purpurea) eine Besonderheit. Sie geht auf eine Mutation einer Rotbuche im Jahre 1690 im Possenwald auf der Hainleite nahe der thüringischen Stadt Sondershausen zurück. Deshalb sollen etwa 99 Prozent aller vorhandenen Exemplare von dieser Mutterblutbuche abstammen.

Die Süntel-Buche (Fagus sylvatica varietas suentelensis) erhielt ihren Namen, weil ihre Artgenossen im Mittelgebirgsstock Süntel im Weserbergland vorkamen. Das typische Erkennungsmerkmal ist der verdrehte und verkrüppelte Wuchs von Stamm und Ästen.

Die Trauer- oder Hänge-Buche (Fagus sylvatica forma pendula) erinnert mit ihrem Aussehen an eine Trauerweide. Sie wächst mit ihrem ausgeprägten Stamm zu einem etwa 30 Meter hohen Baum heran. Durch das Abbiegen vom Stamm, hängen die Seitenäste waagerecht bis bogenförmig. Da die vielen Zweige bis zum Boden herabhängen, verwurzeln einige wieder.

Verwechslungsgefahr

Die Gattung Carpinus, zu der auch die Hainbuche gehört und die den Buchen sehr ähnlich ist, gehört allerdings zur Familie der Birkengewächse (Betulaceae). Auch die Hopfenbuche (Ostrya), die den Hainbuchen ähnelt, ist der Familie der Birkengewächse zuzuordnen. Darüber hinaus gibt es die Gattung der Scheinbuche (Nothofagus), die Buchen ebenfalls ähneln. Sie gehören zur Familie der Scheinbuchengewächse (Nothofagaceae) und sind nur in der südlichen Hemisphäre heimisch.

Expertentipp

Die Buche ist nicht nur schön anzusehen, sondern auch nützlich für die Gesundheit. Bereits im Altertum wurde sie vielseitig eingesetzt. Aber auch in der heutigen Naturheilkunde kommt die Buche wieder zum Einsatz. So wird ihre Rinde gegen Fieber und Entzündungen verwendet. Bei Entzündungen und Schwellungen können die Blätter aufgelegt und bei Schmerzen im Mundraum gekaut werden. Darüber hinaus stärkt ein Tee aus jungen Blättern die Leber und die Galle. Hautausschläge lassen sich mit abgekochter Buchenrinde heilen.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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