Der Tulpenbaum ist ein beliebtes Gehölz für den Garten und weist vor allem durch die Färbung seines Laubes im Herbst einen dekorativen Mehrwert auf. Aber ist er für Menschen und Tiere giftig? Die Antwort auf diese Frage erhalten Sie in diesem Beitrag.
In Tulpenbäumen enthaltene Substanzen
Der Tulpenbaum (Liriodendron tulipifera) ist in allen Teilen giftig. Zurückzuführen ist dies auf ein Alkaloid namens Liriodenin, das nach dem Gewächs benannt wurde. Die Substanz ist in der Rinde und im Pflanzensaft besonders hoch konzentriert. Blätter, Blüten und Früchte enthalten den Giftstoff ebenfalls. Hinzu kommt ein weiteres Alkaloid, Glaucin sowie saponinartige und cyanogene Substanzen. Auch diese sind in dem Gewächs enthalten.
Vergiftungserscheinungen und allergische Reaktionen
Durch direkten Hautkontakt mit dem Pflanzensaft können Reizungen und allergische Reaktionen hervorgerufen werden. Diese äußern sich als:
- Juckreiz
- Rötungen
- Schwellungen
- Schmerzen
- Hautausschlag
Werden Teile der Pflanze oder der Saft oral aufgenommen, kommt es zu weiteren Vergiftungserscheinungen. Zu diesen gehören:
- Schwindel
- Übelkeit
- Erbrechen
- erweiterte Pupillen
- Schmerzen
- Bewusstseinsstörungen oder -verlust
Für diese Anzeichen reichen bei empfindlichen Menschen, Kindern und Haustieren bereits kleine Mengen aus. Es ist daher nicht empfehlenswert einen Tulpenbaum in Gärten zu kultivieren, in denen Kinder und Haustiere spielen und versehentlich Blätter und Blüten verzehren könnten.
Vorsicht beim Umgang mit dem Tulpenbaum

Da bereits Hautkontakt mit dem Saft ausreicht, um Reizungen und allergische Reaktionen hervorzurufen, sollte er dringend vermieden werden. Beim Verschnitt ist es zudem wichtig Handschuhe zu tragen sowie die Schnittwerkzeuge vor und nach dem Einsatz gründlich zu reinigen.
Kommt es dennoch zu einem Beschmieren, beispielsweise durch ausblutende Rinde oder versehentlich abgerissene Blätter, muss die betroffene Stelle mit fließendem Wasser und Seife abgespült werden, um die Belastung so gering wie möglich zu halten. Kommt es dennoch zu spür- oder sichtbaren Reizungen, muss ein Arzt aufgesucht werden. Sollte der Saft in die Augen gelangen, ist ein sofortiger Arztbesuch unumgänglich.
Expertentipp
Wenn der Verdacht besteht, dass Kinder oder Tiere Teile des Tulpenbaumes aufgenommen haben, muss sofort ein Arzt oder Tierarzt verständigt werden. Ein frühzeitiges Ergreifen von entsprechenden Gegenmaßnahmen ist entscheidend für das Verhindern von schweren Verläufen und gesundheitlichen Schäden.
Lassen Sie uns wissen, wenn Ihnen der Beitrag gefällt. Das ist für uns der einzige Weg herauszufinden, ob wir etwas besser machen können.
Die neusten Kommentare