Der Wacholder ist ein einheimischer Strauch, der auch im Garten eine gute Figur macht. Er bildet schwarze Früchte aus, bei denen es sich eigentlich um Zapfen handelt, die jedoch verführerisch und wie Beeren aussehen. Tatsächlich essen manche Menschen die Früchte des Wacholders. Gleichzeitig hört man aber immer wieder, dass Wacholder giftig sei. Stimmt das oder kann man Kinder und Haustiere bedenkenlos von ihnen naschen lassen? All das und mehr erfahren Sie in diesem Beitrag.
Unterschiedliche Arten des Wacholders
Es gibt über fünfzig verschiedene Wacholderarten, von denen manche als giftig und andere als ungiftig eingestuft werden. Genau genommen enthalten jedoch alle Wacholderarten Giftstoffe. Ihre Konzentration und die damit verbundene Gefährlichkeit ist allerdings von Art zu Art und von Pflanzenteil zu Pflanzenteil verschieden. So sind zum Beispiel beim Gemeinen Wacholder nur die Nadeln und die Früchte gefährlich, während man vom Sadebaum keinen Teil verzehren sollte.
Positive Wirkungen des Wacholders

Dennoch gilt Wacholder als Heilpflanze. Er besitzt viele positive Eigenschaften und kann beispielsweise gegen rheumatische Erkrankungen, Erkältungen, manche Lungenkrankheiten, Blasenentzündungen, Magenbeschwerden und sogar gegen Konzentrationsschwäche eingesetzt werden.
Aufgrund seiner Giftigkeit sollten Sie sich dabei von einem Arzt anleiten lassen und lieber ein fertiges Produkt aus der Apotheke als Teile eines Wacholderstrauches aus Ihrem Garten verwenden. Die Einnahme sollte nur vorübergehend und in Form einer Kur erfolgen.
Kontraindikationen

Nehmen Sie in keinem Fall Wacholder zu sich, wenn Sie schwanger sind oder an einer Nierenerkrankung oder Nierenschwäche leiden. Auch Kinder sollten Sie nicht mit Wacholderprodukten behandeln. Ihre kleinen Körper können Gifte in nur deutlich geringeren Mengen unschädlich machen. Zudem sind noch in der Entwicklung befindliche Organe anfälliger für Schäden.
Wacholder und Haustiere
Für Kleintiere, wie Kaninchen und Meerschweinchen, sind alle Wacholderarten giftig. Achten Sie also darauf Verschläge und Ausläufe für diese Tiere weit entfernt von Wacholderbüschen aufzustellen. Für Hunde und Katzen ist die Gefahr geringer, da sie sich selten an den Büschen vergreifen. Aber auch bei ihnen kann es vor allem bei wiederholter Aufnahme des Giftes zu Vergiftungserscheinungen kommen. Behalten Sie Ihr Haustier im Auge und suchen Sie sofort einen Tierarzt auf, sollte es ein ungewohntes Verhalten oder Anzeichen einer Vergiftung zeigen.
Expertentipp
Eine Wacholdervergiftung äußert sich durch Schmerzen in den Nieren und der Leber. Bei Betroffenen, die diese nicht mitteilen können, wie Tiere und Babys, erkennen Sie eine Vergiftung an beschleunigter Atmung und verstärkter Herztätigkeit. Bedenken Sie, dass diese Symptome auch nach heftigem Herumtollen auftreten können.
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