Für die Vermehrung von Schmetterlingsorchideen bieten sich zwei Varianten an. Lediglich eine Methode ist für Hobbygärtner geeignet und sinnvoll. In diesem Beitrag wird erläutert, wie man Phalaenopsis einfach und sicher vermehrt. Weiterhin werden praktische Tipps gegeben, wie man Jungpflanzen im Anschluss richtig pflegt und die Chancen einer erfolgreichen Vermehrung erhöht.
Vermehrungsarten
Schmetterlingsorchideen können grundsätzlich über Samen oder über Ableger vermehrt werden. Die Keimung von Samen erfordert jedoch viel Fingerspitzengefühl, umfassendes Wissen und Geduld, denn es kann bis zu zehn Jahre dauern, um Jungpflanzen heranzuziehen. Deshalb bietet sich diese Methode nicht für Hobbygärtner an. Selbst passionierte Orchideen-Liebhaber bevorzugen die Kultur von Kindeln.
Bildung von Ablegern
Phalaenopsis bilden Ableger, sogenannte Kindel, die man an verblühten Blütenstängeln finden kann. Leider kommen sie vergleichsweise selten vor. Haben Sie dennoch Glück und Ihre Schmetterlingsorchidee besitzt einen solchen Ableger, sollten Sie diese Gelegenheit unbedingt nutzen.
Vermehrung über Kindel

Ableger bilden sich in der Regel zwischen vertrockneten Blütenständen entlang des Stängels und wachsen seitlich aus ihnen heraus. Bei optimaler Pflege wachsen sie ungestört und bilden in manchen Fällen bereits Wurzeln an der Mutterpflanze aus. In diesem Fall sollten die Jungpflanzen abgeschnitten werden, sobald der Blütenstängel vertrocknet ist. Auf diese Weise wird der Ableger so lange wie möglich von der Mutterpflanze versorgt und die Chancen für ein gesundes und kräftiges Wachstum maximiert.
Beginnt der Stängel zu vertrocknen, ohne dass sich Wurzeln gebildet haben, muss Sphagnum-Moos unterhalb des Kindels angebracht und feucht gehalten werden. Besprühen Sie die Mutterpflanze zusätzlich täglich mit zimmerwarmem, weichem Wasser.
Pflege der Ableger

Ist der Stängel vertrocknet, schneiden Sie ihn unter- und oberhalb des Kindels ab. Verwenden Sie dazu scharfes, sauberes und trockenes Schnittwerkzeug. Setzen Sie den Ableger in sehr feines Orchideen-Substrat. Ist es zu grob, wird das Anwachsen erheblich erschwert.
Wählen Sie als Standort einen Platz, der warm, hell und vor Zugluft geschützt ist. Sorgen Sie zusätzlich dafür, dass eine gleichmäßige Luftfeuchtigkeit herrscht. Das erreichen Sie am besten durch Luftbefeuchter oder regelmäßiges Besprühen mit weichem Wasser. Zusätzlich können Sie eine leichte Abdeckung in Betracht ziehen.
Expertentipp
Bilden sich keine Ableger an den Blütenstängeln, können sie Stängel bei den ersten Anzeichen des Austrocknens abschneiden und auf Sphagnum-Moos oder Torf legen. Halten Sie die Unterlage gleichmäßig feucht, jedoch nicht nass. Auf diese Weise wird die Entwicklung von Kindeln angeregt und es kann zur Bewurzelung am Stängel kommen.
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