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Zimmerpflanzen

Phalaenopsis – Anzucht aus Kindeln

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Phalaenopsis - Anzucht aus Kindeln

Phalaenopsis, nach ihrem altgriechischen Namen auch Nachtfalter-Orchideen genannt, sind beliebte Zimmerpflanzen und mitunter begehrte Sammlerobjekte. Nicht alle Hobbygärtner wissen, dass sie aus ihren sogenannten Kindeln recht einfach unter Wohnzimmerbedingungen vermehrt werden können. Die vegetative Form der Vermehrung verspricht eine hohe Erfolgsquote, wenn dabei richtig vorgegangen wird.

Orchideen aus tropischen und subtropischen Gebieten

Phalaenopsis gehören zur Ordnung der Spargelartigen und zur Familie der Orchideen. Sie sind unter anderem als Schmetterlings-Orchideen und Malaienblumen bekannt. Ihre ursprüngliche Heimat und ihr Verbreitungsgebiet sind die indonesischen Inseln, die Philippinen, die malaiische Halbinsel, Myanmar, Bhutan, Taiwan und Südchina bis hin nach Queensland im Norden Australiens.

Vermehrung durch Kindel

Vermehrung durch Kindel


Entsprechend des ursprünglichen Habitats benötigen Phalaenopsis warme, helle Standorte ohne direkte Sonneneinstrahlung. Temperaturen unter 5 Grad Celsius vertragen sie nicht. Bei den im Handel angebotenen, meist großblumigen Exemplaren handelt es sich um Hybride, an denen man lange Freude haben kann, wenn sie richtig gepflegt werden.

Phalaenopsis-Hybride bilden Ableger, die Kindel genannt werden. Die Bildung eines Kindels an einem abgeblühten Stängel muss nicht allein aus der Freude an der Vermehrung geschehen, sondern kann aufgrund von Pflegefehlern ein Hinweis darauf sein, dass der Fortbestand durch eine Tochterpflanze gesichert werden muss. Das kann beispielsweise bei Wurzelfäule vorkommen.

Abtrennung von Kindeln

Abtrennung von Kindeln
Das Abtrennen eines Ablegers von der Mutterpflanze sollte erst erfolgen, wenn er genügend eigene Wurzeln gebildet hat. Die Bildung der Wurzeln kann sich jedoch über Monate hinziehen. Um die Wurzelbildung mit Hilfe einer besseren Wasserversorgung anzuregen, kann dicht unter dem Kindel etwas Sphagnum-Moos als natürlicher Wasserspeicher um den Stängel gewickelt werden. Erschlaffen die Blätter des Ablegers, ist es höchste Zeit, ihn von der Mutterpflanze zu trennen.

Damit die kleine Orchidee unverletzt bleibt, lässt man an beiden Seiten des Blütenstängels, auf dem sie sitzt, jeweils ein Stück mit einer Länge von einem halben bis einem Zentimeter stehen. Der Ableger wird dann in zerkleinertes Substrat für Orchideen gepflanzt.

Anzucht besonders empfindlicher Kindel

Anzucht besonders empfindlicher Kindel
Besonders kleine und zarte Kindel mit einer geringen Wurzelbildung können sich ebenfalls zu lebensfähigen Orchideen entwickeln, sofern man ihnen ideale Bedingungen bietet. Dazu gehören neben zerkleinertem Orchideen-Substrat eine konstant hohe Luftfeuchtigkeit und Temperaturen von etwa 24 Grad Celsius.

Nach einigen Wochen sollten die empfindlichen Pflänzchen aus eigener Kraft mehr Wurzeln gebildet und auch das Wachstum der Blätter sollte eingesetzt haben. Ideal für die Anzucht besonders empfindlicher Kindel ist ein ausgedientes Aquarium, das zur Belüftung täglich mindestens eine Stunde geöffnet werden sollte.

Expertentipp

In der Natur erfolgt die Vermehrung der Phalaenopsis, außer über die Bildung von Kindeln, durch Samen und Bestäubung. Bei der künstlichen Aussaat dauert es mehrere Jahre, bis sich aus den Kapselfrüchten blühfähige Pflanzen entwickelt haben. Der Vorteil der Vermehrung über Kindel ist, dass die Jung- und Mutterpflanzen die gleichen Merkmale besitzen und bereits innerhalb eines Jahres blühen.

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