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Stauden & Ziergräser

Eisenhut – Bewässerung, Düngergaben, Beschnitt und Vermehrung

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Eisenhut - Bewässerung, Düngergaben, Beschnitt und Vermehrung

Die verschiedenen Arten des Eisenhuts (Aconitum) gehören zu den Vertretern der Hahnenfußgewächse. Sie finden sich als intensive Farbtupfer auf Alpweiden und werden als dekorative Blühpflanzen auch in heimischen Gärten kultiviert. Eisenhüte gelten als giftigste Gewächse Europas, Blauer Eisenhut (Aconitum napellus) wurde 2005 zur Giftpflanze des Jahres gewählt. In diesem Beitrag wird erläutert, wie man Eisenhüte sicher und richtig pflegt.

Bewässerung

Bewässerung


Eisenhüte benötigen gleichmäßig und durchgängig feuchte Böden. Staunässe vertragen sie jedoch nicht. Ideal ist gut durchlässiges Substrat. Gießen Sie die Pflanzen bedarfsgerecht. Im Sommer können durchaus mehrere Wassergaben täglich notwendig sein. Ein vollständiges Austrocknen Substrat sollte man in jedem Fall verhindern.

Um Wasser zu sparen und die Häufigkeit der Wassergaben zu reduzieren, können Sie eine Mulchschicht auf dem Wurzelbereich der Pflanzen ausbringen.

Düngergaben

Düngergaben
Eisenhüte benötigen größere Nährstoffmengen. Die Gewächse zeigen sich beim Düngen dennoch pflegeleicht. Es reicht aus, im Frühjahr Hornspäne in den Boden einzuarbeiten und zusätzlich reifen Kompost auf den Baumscheiben zu verteilen.

Im Sommer kann gelegentlich Teichwasser oder Pflanzenjauche zum Gießen verwendet werden. Diese Produkte liefern ebenfalls Nährstoffe und stärken Eisenhüte, was die Anfälligkeit gegenüber Schädlingen und Krankheiten reduziert.

Beschnitt

Beschnitt
Entfernen Sie Blütenstände sofort, nachdem sie verblüht sind. Auf diese Weise wird eine zweite Blüte angeregt. Gleichzeitig reduzieren Sie das Vergiftungsrisiko, da die Samen giftiger als alle anderen Pflanzenteile sind. Sie sollten sich nicht unkontrolliert in der Umgebung vermehren können.

Die Stängel können Sie verschneiden, sobald alle Blätter verwelkt und abgefallen sind. Der Schnitt erfolgt knapp über dem Boden. Bei Schäden an einzelnen Trieben können Sie diese knapp unter dem Knick abschneiden.

Setzen Sie bei Schnittmaßnahmen scharfe, saubere Schnittwerkzeuge ein und reinigen Sie diese nach der Verwendung gründlich. Der giftige Pflanzensaft muss entfernt werden, da er eine Gefahr darstellt. Schützen Sie sich selbst, indem Sie Handschuhe tragen und direkten Hautkontakt vermeiden. Entsorgen Sie das Schnittgut nicht auf dem Kompost. Der Hausmüll oder Wertstoffhöfe sind geeignete Anlaufstellen für eine sichere Beseitigung giftiger Pflanzenteile.

Vermehrung

Möchten Sie Ihren Eisenhut vermehren, stehen zwei Möglichkeiten zur Wahl. Sie können die Samen der verwelkten Blüten sammeln und diese aussäen. Da die Saat hochgradig giftig ist, sollte dabei besonders vorsichtig vorgegangen werden. Zudem erfordert die Vermehrung über Samen einiges an Geduld.

Die schnelle und einfache Alternative ist die Teilung. Sie hat den zusätzlichen Vorteil, einen verjüngenden Effekt auf die Gewächse zu haben und sollte ohnehin alle vier bis fünf Jahre durchgeführt werden. Graben Sie die Pflanzen im Frühjahr vorsichtig aus. Entfernen Sie anhaftende Erde von den Wurzeln und entfernen Sie beschädigte Bereiche. Abhängig von der Größe der einzelnen Pflanzen können Sie die Wurzeln der Länge nach mit einem Spaten oder einer kräftigen Gartenschere in der Mitte teilen.

Lassen Sie die Teile für einige Stunden an der Luft trocknen, sodass sich die Schnittstellen schließen können. Das Risiko für Fäulnis wird dadurch erheblich reduziert. Setzen Sie die gewonnenen Tochterpflanzen an neuen Standorten ein. Ein Standortwechsel ist ebenfalls sinnvoll für gutes Gedeihen. Möchten Sie Ihren Eisenhut an der gleichen Stelle belassen, sollten Sie ein größeres Pflanzloch ausheben und das Substrat austauschen, um frische Nährstoffe zur Verfügung zu stellen.

Expertentipp

Eisenhüte können sehr hoch wachsen und zeigen sich dann empfindlich gegenüber Schäden durch starken Wind. Stabilisierende Stäbe und Ringe aus Kunststoff oder Metall halten die Stängel zusammen und reduzieren die Gefahr von abgebrochenen Trieben. Im Winter benötigen Eisenhüte keinen gesonderten Schutz vor Frost oder Schnee. Die hübschen Gewächse sind frosthart. Schneiden Sie die Triebe lediglich bodennah nach dem Verwelken ab und achten Sie darauf, dass der Boden auch in der kalten Jahreszeit nicht vollständig austrocknet.

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