Ein Apfelbaum mit Erdbeeren – eine schöne Idee. Apfelbäume sind Tiefwurzler oder Herzwurzler und ihre Faserwurzeln bleiben einige Zentimeter unter der Bodenoberfläche. So reicht der Platz in der Erde für die flach wurzelnden Erdbeerpflanzen.
Apfel und Erdbeere
Erdbeeren (bot. Fragaria) sind krautige Stauden und gehören zur Familie der Rosengewächse, die eine große Anzahl Pflanzengattungen umfasst, darunter auch den Apfel (bot. Malus). Pflanzen beider Gattungen gedeihen mit gezielter Vorbereitung und regelmäßiger Pflege einige Jahre zusammen.
Bodeneigenschaften und Standortbedingungen
Apfel und Erdbeere lieben lockeren, humosen und gut mit Nährstoffen versorgten Gartenboden sowie einen sonnigen Standort. Die Oberfläche des Bodens muss luftdurchlässig sein, Regen aufnehmen und wird in Abständen vorsichtig gelockert. Im späten Winter füllen Mulch und Kompost, ergänzt durch Hornspäne oder Steinmehl die verbrauchten Nährstoffe auf.
Die Unterpflanzung

Zur Bepflanzung dient die Fläche der Baumscheibe, deren Erde im Randbereich feuchter, in Stammnähe trockener ist. Ein guter Platz für Erdbeeren liegt im Randbereich, am besten auf der sonnigeren Seite des Standorts. Die Pflanzfläche erhält zusätzlich Laubmulch und sollte sich bis zum Pflanzbeginn setzen.
Welche Baumform eignet sich?

Ein halbhoher Baum mit einer lockeren Krone lässt genügend Luft und Licht auf den Boden. Die praktischen Spalierbäume bieten vor und hinter dem Baum ausreichend Platz. Säulenäpfel haben eine minimale Standfläche und kaum Krone. Bei niedrigen Stammformen reichen die Zweige beinahe auf die Erde. In beiden Fällen bietet sich an, Erdbeeren kreisförmig um den Baum, entlang des Kronenrandes, anzupflanzen.
Welche Erdbeerarten?
Erdbeeren gehören weitgehend zwei Gruppen an:
- Großfrüchtige und einmal im Jahr tragende Gartenerdbeeren. Ihr Pflanztermin ist der Sommer.
- Kleinfrüchtige Walderdbeeren oder Monatserdbeeren, die vom Sommer bis in den Herbst ständig kleine, süße Früchte hervorbringen und im Frühjahr ausgepflanzt werden.
Erdbeeren werden zu unterschiedlichen Zeiten reif. Für einen Standort unter dem Apfelbaum eignen sich am besten frühe bis mittelfrühe Sorten. Zur Reifezeit der Äpfel sind die Stauden abgeerntet und können vorsichtig betreten werden.
Erdbeeren für den Halbschatten
Walderdbeeren oder Monatserdbeeren bilden eine gleichmäßige Begrünung mit einem guten Fruchtbehang. Sie vermehren sich überwiegend durch lange Ausläufer, an denen sich neue Pflanzen entwickeln. Deshalb reichen sechs bis acht kleine Pflanzen für einen Quadratmeter, die bis zu vier Jahre auf ihrem Platz bleiben. Im Herbst bekommen die Blattschöpfe und Ausläufer einen Rückschnitt. Eine schöne Sorte Monatserdbeere ist ‚Rügen‘, die mehrköpfige Stauden mit sehr aromatischen Früchten entwickelt.
Erdbeersorten mit großen Früchten
Die meisten Sorten brauchen 20 bis 30 Zentimeter Abstand zu ihrem Nachbarn. Auch unter dem Apfelbaum gilt die Grundregel: Die Erdbeerpflanzen räumen nach dem dritten Standjahr ihren Platz. Danach sollte beispielsweise Kapuzinerkresse auf der Fläche wachsen. Für Erdbeerliebhaber zählt ‚Mieze Schindler“ mit duftenden und hoch aromatischen Früchten zu den Wonnen der Sommerzeit. Eine zweite Sorte, beispielsweise ‚Sonata‘, sorgt für eine reiche Befruchtung.
Nützlich und dekorativ
Zunehmend gefragt sind Erdbeeren, die schöne Blüten entwickeln und danach saftige, rote Früchte bilden. Die zart bis kräftig rosa gefärbten Blüten bringen Farbe unter den Baum. Eine hängende Form eignet sich auch als Begleitpflanze für einen Apfelbaum im Kübel, beispielsweise Fragaria x ananassa ‚Lipstick‘.
Expertentipp
Nutzen sie Gartenerdbeeren, die eine Haupt- und eine geringere Zweiternte entwickeln. Dazu gehören ‚Polka‘ für schweren und ‚Korona‘ für normalen Boden.
Häufig gestellte Fragen
Spielt die Apfelsorte bei der Bepflanzung mit Erdbeeren eine Rolle?
Nein, sie spielt keine Rolle.
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