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Kräuterpflanzen

Baldrianblätter – Wirkung und Anwendung

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Baldrianblätter - Wirkung und Anwendung

Baldrian (Valerian) zählt zu den wichtigsten und bekanntesten einheimischen Heilkräutern überhaupt. Grund für die herausragende Heilwirkung des Krauts sind verschiedene ätherische Öle, die in der gesamten Pflanze vorhanden sind. In der Heilkunde finden hauptsächlich die Wurzeln des Baldrians Verwendung. Doch auch die Blätter können Sie genießen und so von der Wirkung des Krauts profitieren.

Die Wirkung von Baldrian

Die heilende Wirkung des Baldrians beruht auf seinen Inhaltsstoffen. Die ausdauernde Staude enthält unter anderem ätherische Öle, Valerensäure und Alkaloide. Die ebenfalls enthaltene Isovaleriansäure sorgt für den charakteristischen Geruch der Wurzeln. Das vorhandene Flavonoid Linarin besitzt eine sedierende Wirkung. Die Inhaltsstoffe wirken direkt an den Nervenzellen im Gehirn. Bereits in der Antike nutzten die Menschen die Pflanze als Heilmittel. Aufgrund der positiven Erfahrungen mit dem Heilkraut hat sich das bis heute nicht geändert. Baldrian kommt beispielsweise bei Beschwerden wie

  • Schlaflosigkeit
  • Nervosität
  • Stress
  • Bluthochdruck
  • Magen-Darm-Krämpfen
  • Kopfschmerzen
  • Wechseljahresbeschwerden
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Nervösen Herzleiden

erfolgreich zum Einsatz. In Kombination mit Johanniskraut wirkt Baldrian sogar angstlösend. Die Liste der Wirkungsweisen ist lang. So wirkt das Heilkraut zudem krampflösend und lindert Blähungen, Rückenschmerzen, Verspannungen und Neurodermitis. Doch um was für eine Pflanze handelt es sich genau?

Die Merkmale von Baldrian

Die Merkmale von Baldrian


Der Echte Baldrian ist eine ausdauernde, krautige Pflanze mit einer Wuchshöhe zwischen einem und zwei Metern. Das Staudengewächs bildet helle, gelbe bis weiße Wurzeln (Stinkwurzeln), welche stark duften. Die Baldrianwurzel ist eins der bekanntesten pflanzlichen Beruhigungsmittel. Sie enthält die meisten Wirkstoffe der Pflanze und findet in Form von Tees, Kapseln und Tinkturen die häufigste Anwendung. Während der Blütezeit zwischen Mai und August bildet der Baldrian viele kleine weiße bis rosafarbene Blüten. Ab März oder April sprießen die Blätter des Baldrians. Diese können eine Länge von bis zu 20 Zentimetern erreichen, sind gefiedert und besitzen einen leicht gesägten Blattrand. Was viele unterschätzen: Auch die Blätter des Baldriankrauts sind genießbar.

Baldrianblätter – dem Feldsalat ähnlich

Baldrianblätter - dem Feldsalat ähnlich
Neben der Wurzel und den Blüten eignen sich auch die Blätter des Baldrians zum Verzehr. Diese erscheinen hell- bis mintgrün und erinnern optisch an Pfefferminze. Sie enthalten ebenfalls die heilenden Wirkstoffe, allerdings in geringerer Konzentration. Der Geschmack der Blätter ähnelt dem des Feldsalats, mit welchem der Baldrian botanisch gesehen sogar verwandt ist. Für folgende Gerichte können Sie Baldrianblätter verwenden:

  • Salate
  • Smoothies
  • Eintöpfe

Expertentipp

Verwenden Sie für Ihre Gerichte stets die jungen Blätter des Baldrians. Diese schmecken aromatisch und zart, ähnlich wie der Feldsalat. Der ideale Zeitraum zum Ernten der Blätter ist von Mai bis Juni. Anschließend verlieren die Blätter im Laufe der Zeit an Aroma und Wirkung.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich aus den Blättern einen Tee herstellen?

Sie können die Blätter des Baldrians auch schonend trocknen und aufbewahren. Wollen Sie sich einen Tee daraus zubereiten, zerbröseln Sie die Baldrianblätter und geben diese in ein Teesieb. Gießen Sie heißes Wasser über das Kraut und lassen Sie es einige Minuten ziehen.

Entfaltet sich die Wirkung des Baldrians sofort?

Die entspannende und beruhigende Wirkung des Heilkrauts entfaltet sich nach und nach. Um von den heilenden Eigenschaften zu profitieren, sollten Sie Baldrian regelmäßig in Ihren Alltag integrieren.

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Bildquellen:

© pixabay.com/WikimediaImages

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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