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Gemüsepflanzen

Gurken selber ziehen – so klappt es!

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Gurken selber ziehen - so klappt es!

Gurken selbst zu ziehen, gestaltet sich auch für Anfänger unproblematisch. Schon eine bis zwei Gurkenpflanzen können bei der richtigen Pflege zu einem reichen Ernteertrag über den ganzen Sommer hinweg führen. Wichtig für einen erfolgreichen Anbau ist die richtige Sortenauswahl. Verfügt man über kein Gewächshaus, so sind unempfindliche Freilandgurken empfehlenswert.

Pflanzung

Pflanzung


Ab Mitte Mai können Gurken ins Freiland gepflanzt werden. Sie bevorzugen einen sonnigen sowie windgeschützten Platz. Der Boden sollte zunächst aufgelockert werden, die Erde sollte feinkrümelig sein. Anschließend werden dreißig Zentimeter breite sowie tiefe Pflanzlöcher ausgehoben, welche danach mit einer Mischung aus Kompost und Erde versehen werden. Alternativ kann unmittelbar nach der Pflanzung Flüssigdünger zusammen mit dem Gießwasser hinzugegeben werden. Der empfohlene Pflanzabstand beträgt abhängig von der jeweiligen Sorte zwischen vierzig und sechzig Zentimeter. Verfügt man über ein beheiztes Gewächshaus, so können die Gurken gepflanzt werden, wenn diese eine Höhe von zwanzig bis dreißig Zentimetern erreicht haben. Gurken, welche in einem ungeheizten Gewächshaus kultiviert werden sollen, kann man gegen Ende April einpflanzen. Beim Anbau von Salatgurken in einem Gewächshaus ist zu beachten, dass diese eine Rankhilfe in Form eines Gitters, Pfählen oder Spiralstäben benötigen. Im Freiland ist dies nicht notwendig, da die Gurken dort am Boden wachsen.

Pflege

Pflege
Gurkenpflanzen müssen regelmäßig mit Wasser versorgt werden, Staunässe sollte jedoch immer vermieden werden. Zu große Trockenheit führt dazu, dass das Wachstum gestört wird und die Früchte einen bitteren Geschmack erhalten. Das Gießwasser sollte außerdem nicht zu kalt sein, da dies ebenso den Geschmack beeinträchtigt. Optimal für die Wasserversorgung ist aufgefangenes Regenwasser oder abgestandenes Leitungswasser. Um die Gurkenpflanzen vor dem Austrocknen zu schützen, ist das Anbringen einer Mulchschicht aus Stroh, Grasschnitt oder Brennnesselblättern empfehlenswert. Um den hohen Nährstoffbedarf der Pflanzen zu decken, sollten Gurken regelmäßig im Abstand von zwei Wochen mit organischem Dünger versorgt werden. Dafür eignet sich zum Beispiel Kompost oder Stallmist. Alternativ kann ein Bio-Flüssigdünger eingesetzt werden. Sobald die Blütezeit begonnen hat, sollten die Düngergaben wöchentlich stattfinden. Sollen die Gurken an einer Rankhilfe wachsen, so ist es ratsam, nach den ersten Blättern sämtliche Seitentriebe zu entfernen, bis die Pflanze siebzig bis achtzig Zentimeter hochgewachsen ist. Danach wird der Haupttrieb gekürzt, damit dieser nicht zu lang wird. Bei Freilandgurken sind keine Schnittmaßnahmen nötig. Kürzt man den Haupttrieb jedoch nach dem fünften Blatt, so führt dies zu einer verstärkten Ausbildung von Seitentrieben und damit zu einer reicheren Ernte.

Ernte

Ernte
Bereits zwei Monate nach der Aussaat zeigen sich die ersten Früchte an der Gurkenpflanze. Erntet man diese regelmäßig, so wird dadurch die Bildung neuer Gurken gefördert. Nach der ersten Ernte sollten die Pflanzen täglich auf reife Früchte kontrolliert werden, welche dann sofort geerntet werden können. Verbleiben diese zu lange an der Pflanze, so beeinträchtigt dies ihren Geschmack und sie werden bitter. Junge Gurken verfügen über das beste Aroma und enthalten die meisten Vitamine, aus diesem Grund ist eine direkte Ernte immer empfehlenswert.

Expertentipp

Mittlerweile sind Gurken häufig im Handel als auf Kürbis veredelte Jungpflanzen erhältlich und damit besonders robust gegen Pilzinfektionen. Zudem sind sie in der Regel pflegeleichter.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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