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Beete – Anlegen ohne Umgraben

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Beete - Anlegen ohne Umgraben

Beete anzulegen ohne den Boden zuvor umzugraben, ist ausgesprochen effizient, denn man hat weniger lästiges Unkraut in den Beeten und kann ohne große Mühe schnell mit dem Säen und Pflanzen verschiedener Gemüsesorten in Bio-Qualität beginnen. In diesem Beitrag wird erläutert, wie man Gemüsebeete anlegt, ohne einen Spaten zum Umgraben in die Hand zu nehmen.

Förderung der Bodenfruchtbarkeit

Mit der Methode, Beete ohne sie umzugraben anzulegen, tut man etwas Gutes für den Gartenboden. Der Untergrund wird belassen wie er ist. Sprießen Gras und Unkräuter in den Beeten, ist das umso besser. Als Unterlage für die Beete dient Pappe, die die gesamte Fläche bedecken muss.

Pflanzen und Gräser werden durch die Pappe niedergedrückt. Niedrige Pflanzen können sich mit ihren feinen Spitzen leichter durch die Pappbarriere kämpfen. Umgelegte lange Halme hingegen verrotten und bilden frischen Humus. Zudem bleiben die wichtigen Bodenlebewesen ungestört und helfen fleißig bei der Bildung von Humus, wenn auf das Umgraben verzichtet wird.

Anlegen von Beeten – Schritt-für-Schritt-Anleitung

Anlegen von Beeten - Schritt-für-Schritt-Anleitung


Der Bereich, in dem die Beete entstehen sollen, wird zunächst mit unbedruckter Pappe ausgelegt. Einzelne Stücke sollten sich mindestens 10 Zentimeter überlappen. Prinzipiell würde es ausreichen, Komposterde auf der Pappe auszubringen.

Für solide Beete kommt der Spaten dennoch ins Spiel, mit dem eine Kante um die künftigen Beete abgestochen und eine Rasenkante aus Metall gesetzt wird. Eine einfache Rasenkante, die etwa zehn Zentimeter aus dem Boden ragt, fungiert als angemessener Schutz nach außen und als Unkrautsperre. Da Metallkanten nicht dekorativ aussehen, kann man sie mit Holz oder Steinen verkleiden. Geeignetes Material findet man im eigenen Garten oder in der Natur.

Auffüllung mit Komposterde

Auffüllung mit Komposterde
Der Trend, Beete auf diese Weise anzulegen, hat sich in verschiedenen Teilen der Welt entwickelt und wird als ‘No-Dig Gardening’ oder ‘No-Till Gardening’ bezeichnet. Ist der Rahmen um die Beete herum gesetzt, können sie mit reifer Komposterde aufgefüllt und eingeebnet werden. Die Kompostschicht sollte etwa 15 Zentimeter dick sein und darf keine größeren Stücke enthalten.

Die so entstandenen Beete eignen sich vor allem für starkzehrende Pflanzen wie Tomaten, viele Kohlsorten, Zuckermais, Sellerie, Paprika und Kartoffeln, aber auch für Mittelzehrer wie Mangold, Kohlrabi, Spinat, Karotten, Zwiebeln, Fenchel, Rote Beete und verschiedene Salate. Für Schwachzehrer wie Küchenkräuter, Feldsalat, Rucola, Bohnen und Erbsen kann Komposterde zu nährstoffreich sein.

Expertentipp

Die ideale Breite für Gemüsebeete beträgt 1,2 Meter. Bei dieser Breite wird garantiert, dass man von beiden Seiten gut an alle Stellen zur Saat, Pflege und Ernte heranreicht, ohne sich verbiegen oder das Beet selbst betreten zu müssen. Größere Flächen kann man in 1,2 Meter breite Teilflächen unterteilen. Dazwischen werden etwa 40 Zentimeter breite Wege angelegt, die beispielsweise mit Holzschnitzeln oder alten Ziegeln ausgelegt werden können.

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