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Bienenbaum pflanzen und pflegen

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Bienenbaum pflanzen und pflegen

Einen Bienenbaum zu pflanzen ist eine wunderbare Idee! Der Kleinbaum, der während des Spätsommers tausende Blüten trägt, sieht nicht nur wunderschön aus, sondern ist auch ein recht pflegeleichtes Ziergehölz. Zudem sind die Blüten des Bienenbaums unglaublich reich an Nektar – und locken durch ihren wohlriechenden Duft im Sommer eine Vielzahl an Insekten an, die von dem Nektar profitieren. Die ökologisch wertvolle Pflanze ist extrem bienenfreundlich und alleine deswegen ist das Pflanzen eines Bienenbaums eine tolle Art, der Natur etwas zurückzugeben. Lesen Sie hier, worauf Sie beim Pflanzen und bei der Pflege eines Bienenbaums achten sollten.

Herkunft und Vorkommen

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet des Bienenbaums erstreckt sich über Korea und einigen nördlichen Provinzen Chinas. Dort trifft man das Gewächs sogar in Höhenlagen von bis zu 3200 Metern an.

Auch in Mitteleuropa gehört der Bienenbaum zu einem allerorts beliebten Ziergewächs. Besonders unter Imkern gewinnt der Baum an immer mehr Beliebtheit, weswegen man ihn vermehrt auf Bienenweiden wiederfindet.

Bezeichnung

Der Bienenbaum (Tetradium daniellii var. hupehensis, früher Euodia hupehensis) ist umgangssprachlich auch unter den Synonymen Honigesche, samthaarige Stinkesche oder Duftesche bekannt. Des Weiteren findet man ihn unter den Namen Wohlduftraute oder Tausendblütenstrauch.

Beschreibung

Beschreibung

Der Bienenbaum gehört zur Gattung der Stinkeschen (Tetradium) und zählt zur Familie der Rautengewächse (Rutaceae). Die Pflanze wächst als sommergrüner Strauch oder Baum und wird meist nicht älter als 40 Jahre. Obwohl der Bienenbaum eine Wuchshöhe von 20 Meter erreichen kann, wird er hierzulande meist nicht höher als 10 – 15 Meter und wächst pro Jahr ca 20 – 40 cm. Er kann eine Kronenbreite von 8 – 10 Meter erreichen und besitzt eine glatte, graue Rinde.

Die Laubblätter des Baumes sind gegenständig und unpaarig gefiedert und werden 15 – 45 cm lang. Seine Blätter sind sommergrün und strahlen in einem satten Dunkelgrün.

Die Blütezeit der Pflanze erstreckt sich von Juli bis September. Kaum ein anderer Baum produziert so viel Nektar wie der Bienenbaum. Durch seine späte Blüte ist er im Spätsommer eine wichtige Nahrungszufuhr für die ökologisch wichtigen Bestäuberinsekten und sichert dadurch zahlreichen Insekten das Überleben im Winter.

Die weißen bis weiß-grünen Blütenstände sind etwa 3 bis 19 cm groß und tragen sowohl männliche, als auch weibliche, rispenförmige Blüten. Sie besitzen meist vier Blütenblätter.

Ab August entstehen aus den Blüten des Bienenbaums Kapselfrüchte, die in einem satten rot strahlen und nicht weniger schön anzuschauen sind als seine Sommerblüten. Die Kapseln sind mit ölhaltigen Samen gefüllt, die gerne von Vögeln gefressen werden. Somit ist die Pflanze nicht nur ein toller Lebensraum für Vögel, sondern im Herbst auch noch ein wunderbares Vogelnährgehölz.

Der Bienenbaum ist zu Beginn eher strauchartig und wächst zu einem einstämmigen oder mehrstämmigen Baum heran, der eine ausladende, breite Krone besitzt.

Boden und Standort

Boden und Standort
Was den Boden betrifft, ist der Bienenbaum nicht allzu anspruchsvoll. Das Gehölz wächst auch auf trockenen, sandigen oder lehmigen Böden. Hierbei kann es jedoch sein, dass der Baum frühzeitig vergreist. Mit einem humusreichen und durchlässigen Boden schaffen Sie ideale Voraussetzungen für einen langlebigen, gesunden Baum.

Wählen Sie für Ihre Pflanze einen sonnigen Standort, der möglichst geschützt ist. Ein sehr kalter Wind kann dem Baum gerade zu Beginn sehr schaden, da die Jungpflanze noch recht frost- und kälteempfindlich ist. Nach einiger Zeit wird der Baum jedoch ausreichend winterhart. Das Wurzelwerk des Bienenbaums breitet sich weitreichend im Boden aus. Deswegen empfiehlt es sich, der Pflanze ausreichend Platz zu gewähren. Des Weiteren sollte bei der Standortwahl berücksichtigt werden, dass die Pflanze auch den umliegenden Oberboden recht stark durchwurzelt. Das kann unter Umständen Schwierigkeiten bei der Unterpflanzung des Baumes bereiten und nicht jede Pflanze wird sich unter dem Bienenbaum wohlfühlen. Schattengräser wie Bergenien, Funkien oder Rodgersien eignen sich aber beispielsweise einwandfrei zur Unterpflanzung.

Pflanzung und Aussaat

Pflanzung und Aussaat
Um der jungen Pflanze das Überstehen des ersten kalten Winters zu erleichtern, empfiehlt es sich, das kleine Bäumchen im Frühjahr einzupflanzen. Trockene, sandige Böden sollten vor der Pflanzung mit Humus angereichert und aufgelockert werden, sodass Staunässe verhindert wird. Zu feuchte Böden können mit Sand gemischt werden. Ein ideales Bodenklima ist zu Beginn sehr wichtig, sodass die Jungpflanze gekräftigt wird. Wenn sich das Pflänzchen wohl fühlt, wird es bereits im Juli des darauffolgenden Jahres beginnen, unzählige weiße Blütendolden auszutreiben.

Die Aussaat von Bienenbaum – Samen sollte in einem Gewächshaus stattfinden. Die Samen sollten idealerweise im Mai in einem unbeheizten Gewächshaus angesät werden. Dafür lässt man sie zuvor über Nacht in Wasser quellen und sät sie am nächsten Morgen in Anzuchtkisten an. Dabei werden die Samen nur mit etwas Sand bedeckt und mit einer transparenten Folie abgedeckt. Da die Stecklinge noch zu frostempfindlich sind, sollten sie den ersten Winter im Gewächshaus verbringen. Im darauffolgenden Frühjahr können Sie die Jungpflanze bedenkenlos in Ihrem Garten an einem sonnigen Plätzchen einpflanzen.

Pflege

Hat der Bienenbaum einmal eine gewisse Größe erreicht, ist er ein sehr pflegeleichter, winterharter Baum.

Die Pflanze gelangt als Tiefwurzler auch an tiefere, feuchte Bodenschichten, sodass der Baum eine seltene Bewässerung benötigt. Mit Hitze und trockener Luft kommt das Gehölz gut klar. Lediglich bei sehr trockenen, heißen Sommern schadet es nicht, den Baum regelmäßig zu gießen. In Bezug auf Parasiten und Krankheiten ist der Bienenbaum sehr unempfindlich.

Da die Krone mit der Zeit sehr stark verdichtet, sollte sie alle Jahre ausgedünnt werden. Um den Blütenansatz zu verbessern können die Blütentriebe aus dem Vorjahr zu Anfang des Jahres zurückgeschnitten werden. Im Frühjahr wird der Bienenbaum am neuen Holz vermehrt Blüten austreiben.

Im Winter benötigt der Bienenbaum grundsätzlich wenig Pflege. In den ersten 4 Jahren sollte jedoch darauf geachtet werden, dass der Boden um den Jungbaum während der kalten Jahreszeit mit Laub oder Tannenzweigen abgedeckt werden, um die Wurzeln vor Bodenfrost zu schützen. Zudem können während besonders kalter Winter entlang des Stammes Frostrisse entstehen. Um den Baum zu schützen, empfiehlt es sich, ihn zu ummanteln. Hierzu eignet sich sowohl Gartenvlies als auch Jutestoff besonders gut. Auch eine Schilfmatte kann hier genutzt werden.

Fazit

Zweifelsohne ist der Bienenbaum ein wahrer Hingucker in jedem Garten. Im Sommer versprüht der Baum mit seinen unzähligen Blüten einen angenehm süßen Duft, aber auch im Herbst zieht das Gewächs mit seinen purpurroten Beeren alle Blicke auf sich. Zudem leistet der nektarreiche Baum einen tollen Beitrag für die Umwelt und trägt dazu bei, die Zukunft unserer Bienen zu sichern. Der Baum ist einfach eine ideale Wahl für all jene, die einen schönen und pflegeleichten Baum pflanzen möchten, der gleichzeitig auch noch ein wichtiger Nahrungsbaum und ein toller Lebensraum für Insekten und Vögel darstellt.

Expertentipp

Einem jungen Bienenbaum schadet es nicht, wenn er im Frühjahr und Herbst reichlich mit Volldünger versorgt wird. Der ausgewachsene Baum benötigt dies nicht. Es reicht, wenn Sie einmal pro Jahr etwas Kompost um den Baumstamm schütten, um der Erde neue Nährstoffe zuzufügen.

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Bildquellen:

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© www.istockphoto.com/JokoHarismoyo
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