Es gibt sehr viele verschiedene Nutzpflanzen, die zum Verzehr geeignet sind. Bei den meisten wartet man darauf, dass die Früchte oder die Blätter erntereif werden. Im Gegensatz dazu gibt es nur wenige Pflanzen, bei denen das Augenmerk auf der Blüte liegt.
Eine dieser Pflanzen ist das Bohnenkraut. Sowohl die Blätter als auch die Blüten sind beliebte Zutaten in vielen Gerichten. Wie man die Blüte des Bohnenkrauts richtig verwendet, erfahren Sie in diesem Beitrag.
Bohnenkraut im Profil
Das Bohnenkraut stellt eine eigene Pflanzengattung dar. Es gehört zur Familie der Lippenblütler, zu der auch die vielen Arten des Rosmarins gehören. Bohnenkraut ist zwei- bis mehrjährig und bildet aufrecht stehende Stängel mit schmalen, linearen Blättern.
Die kleinen kelchförmigen Blüten wachsen in Blütenständen. Ihre Farbe variiert von weiß über rosa bis violett. Es gibt verschiedene Bohnenkrautarten, darunter das Kriechende Bohnenkraut, das Berg- bzw. Winter-Bohnenkraut und das Sommer-Bohnenkraut.
Die Blütezeit des Bohnenkrauts
Ist die Blütezeit gekommen, kann man sich an ihrer Schönheit kaum sattsehen. Obwohl die einzelnen Blüten kaum sichtbar sind, erschaffen die unzähligen Blütenstände ein prächtiges und farbenfrohes Bild.
Je nach Sorte unterscheiden sich die Blütezeiten. Im Allgemeinen blüht Bohnenkraut zwischen Juni und Oktober. Sommer-Bohnenkraut blüht von Juni bis September. Die Blütezeit des Winter-Bohnenkrauts beginnt etwas später und endet im Oktober.
Verwendung frischer Bohnenkrautblüten

Die Blüten des Bohnenkrauts sind sehr aromatisch und können in verschiedenen Formen verwendet werden. Der Geschmack der Blüten ähnelt dem der Blätter. Die leicht pfeffrige Note kann perfekt zum Würzen von frischen Salaten, Omeletts, Suppen oder Füllungen genutzt werden. Zusammen mit anderen Gewürzblüten, wie beispielsweise Salbei, kann man eine geschmackvolle Blütenbutter herstellen. Als Dekoration runden die kleinen ästhetischen Blütenblätter jedes Gericht ab.
Haltbarmachung der Blüten

Wie die meisten anderen Gewürzblüten, lassen sich auch die Blüten des Bohnenkrauts trocknen, um einen Wintervorrat anzulegen. Dafür werden die Blüten mit einem feinen Pinsel gereinigt und großflächig auf einem Netz ausgebreitet. Danach werden sie für mehrere Tage an einem trockenen und warmen Ort gelagert. Sind die Blätter vollständig getrocknet, können sie für Monate zum Beispiel in einem Schraubglas aufbewahrt werden. Schneller trocknen Bohnenkrautblüten im Backofen bei 50°C.
Expertentipp
Bohnenkraut ist in Europa seit langer Zeit ein beliebtes Würzmittel. In alten Rezepten lässt es sich oft unter dem Namen Saturei finden. Ein Blick in Omas Rezeptbücher kann sich aus diesem Grund als durchaus lohnenswert erweisen.
Lassen Sie uns wissen, wenn Ihnen der Beitrag gefällt. Das ist für uns der einzige Weg herauszufinden, ob wir etwas besser machen können.
Die neusten Kommentare