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Beetpflanzen

Callistemon richtig pflegen

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Callistemon richtig pflegen

Callistemon stammt ursprünglich aus Australien und wird auch Karminroter Zylinderputzer genannt. Aus botanischer Sicht gehört der immergrüne Strauch zur Familie der Myrtengewächse und hat bereits im Jahr 1788 seinen Weg nach Europa gefunden.

Der optimale Standort

Der optimale Standort


Der Zylinderputzer bevorzugt einen vollsonnigen und warmen Platz im Garten oder auch auf dem Balkon und der Terrasse. Dort kann er von April bis Oktober auch unter freiem Himmel kultiviert werden. Alternativ empfiehlt sich ein Standort in einem Wintergarten, dort bringt er jedoch erfahrungsgemäß weniger Blüten hervor. Callistemon benötigt einen sehr durchlässigen und strukturstabilen Boden. Optimal ist eine spezielle Kübelpflanzenerde, welche über viele mineralische Anteile wie groben Sand oder Blähton verfügt. Das Substrat sollte kalkarm, jedoch reich an Humus sein und einen pH-Wert zwischen fünf und sechs aufweisen.

Pflege

Pflege
Der Zylinderputzer gilt als sehr kalkempfindlicher Strauch und sollte aus dem Grund ausschließlich mit weichem Wasser gegossen werden. Ideal ist aufgefangenes Regenwasser, mit welchem er während der Wachstumsperiode im Frühjahr und Sommer reichlich versorgt wird. Leider Callistemon unter Wassermangel, so macht sich das durch das Abwerfen der Blätter bemerkbar. Der Zylinderputzer hat einen sehr hohen Nährstoffbedarf und sollte von April bis September regelmäßig mit Dünger versorgt werden, damit er seine volle Blütenpracht entwickeln kann.

Während jüngere Pflanzen in jedem Frühjahr in ein größeres Gefäß umgetopft werden sollten, ist dies bei älteren Zylinderputzern nur noch alle paar Jahre notwendig. In der Regel wird das Gewächs strauchförmig erzogen. Jungpflanzen gilt es regelmäßig zurückzuschneiden. Dabei werden die verwelkten Blüten bis kurz unter der Ansatzstelle gekürzt, wodurch ein dichterer und kompakterer Wuchs sowie die Bildung neuer Blütenknospen gefördert wird. Bei älteren Exemplaren sollte ein Rückschnitt nur nach Bedarf durchgeführt werden. Zur Verjüngung des Strauches wird dieser bis ins alte Holz zurückgeschnitten. Eine weitere Möglichkeit ist, Callistemon als Hochstämmchen zu erziehen.

Überwinterung

Überwinterung
In unseren Regionen wird der Zylinderputzer ausschließlich im Haus überwintert. Ideal ist ein heller Standort im kühlen Wintergarten. Die Umgebungstemperatur sollte zwischen fünf und zehn Grad Celsius liegen. Solange der Strauch ausreichend Licht zur Verfügung hat, sind auch höhere Temperaturen denkbar. Wird Callistemon zu warm überwintert, so führt dies zu einer sparsamen Blüte im Folgejahr. Auch im Winter ist darauf zu achten, dass das Substrat zu keinem Zeitpunkt vollständig austrocknet.

Vermehrung

Der Zylinderputzer lässt sich hervorragend über seine Stecklinge vermehren. Dazu kappt man fische bis leicht verholzte Triebspitzen und pflanzt diese an einen warmen, halbschattigen Platz im Anzuchtkasten aus. Dort können sie zuverlässig Wurzeln bilden. Abhängig von der Umgebungstemperatur ist dies nach frühestens vier Wochen der Fall. Alternativ lässt sich Callistemon auch aussäen. Dazu werden die trockenen Samenkapseln aufgebrochen oder über einer Kerze geröstet. Die Samen gibt man danach in eine durchlässige und sandige Anzuchterde.

Krankheiten und Schädlinge

Aufgrund der im Laub enthaltenen ätherischen Öle zeigt sich der Zylinderputzer sehr robust gegenüber Pflanzenkrankheiten. Wird er im Kübel kultiviert, so kann es durch Staunässe zu Pilzinfektionen im Wurzelbereich kommen. Wird er zu warm überwintert, so besteht das Risiko eines Schildlausbefalls.

Expertentipp

Besonders empfehlenswert für die Kultivierung in einem farbenfrohen Garten ist die Sorte „Splendens“, welche über mindestens doppelt so lange Staubfäden verfügt und leuchtend rot blüht.

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© pixabay.com/fotoblend

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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