Apfelbäume sind in Gärten weit verbreitet. Sie erfreuen ihre Gärtner mit einer reichen Ernte und fast jeder mag Äpfel. Umso enttäuschender ist es dann, wenn der Apfelbaum nicht blüht. Woran das liegen kann und was Sie dagegen unternehmen können, erfahren Sie in unserem Artikel.
Der Apfelbaum hat das passende Alter noch nicht erreicht
Haben Sie Ihren Apfelbaum selbst eingepflanzt, müssen Sie sich leider vorerst in Geduld üben. Hier müssen Sie mit bis zu zehn Jahren rechnen, bis der Apfelbaum zum ersten Mal blüht. Handelt es sich um einen großen Apfelbaum, der veredelt wurde, ist unbedingt zu beachten, dass der Baum nicht zu tief gepflanzt wurde.
Es handelt sich um den falschen Standort für den Apfelbaum
Apfelbäume bevorzugen sonnige Plätze im Garten. Ist der Standort dem Apfelbaum zu schattig, blüht er möglicherweise nur sehr schwach oder auch gar nicht. Steht der Apfelbaum an einem zu schattigen Platz, ist die beste Lösung, den Apfelbaum umzupflanzen. Das Umpflanzen sollte im besten Fall im Herbst stattfinden, sobald der Baum das Laub abgeworfen hat.
Stress und Schädlinge als Ursache für das Ausbleiben der Blüte

Leidet der Apfelbaum an Schädlingen, kommt es nur selten vor, dass diese die ganze Blüte zerstören. Der einzige Schädling, der auch die Blüten zerstören kann, ist der Apfelblütenstecher. Viel häufiger werden Apfelbäume von Blattläusen oder Apfelschorf befallen. Bei einem starken Befall entsteht für den Apfelbaum Stress und dieser hat zur Folge, dass der Apfelbaum nicht blüht.
Alternanz als Auslöser für das Ausbleiben der Blüte

Die sogenannte Alternanz wird durch Schwankungen von Phytohormonen ausgelöst. Es handelt sich hier um einen Jahreswechsel von vielen und sehr wenigen Blüten beim Apfelbaum. Die Apfelbaumsorten „Elstar“, „Boskoop“ und „Cox Orange“ leiden besonders oft unter diesem Phänomen. Verhindern lässt sich Alternanz nicht. Dünnt man den Fruchtbehang im Frühjahr aus oder verpasst dem Apfelbaum einen Sommerschnitt kann man die Symptome zumindest eindämmen.
Der falsche Schnitt
Wurde der Apfelbaum zu stark zurückgeschnitten, äußert sich das durch Fruchtspieße. Fruchtspieße sind holzige, kurze Triebe, die an den Enden Blütenknospen haben. Bei einem zu starken Schnitt wird ein großer Teil vom Fruchtholz, an dem die Blüten sitzen, mitgeschnitten. Dies bringt im Folgejahr Probleme bei der Blütenbildung mit sich.
Die Blüten sind erfroren
Apfelbaumblüten sind in der Zeit, bevor sich die Knospen öffnen, besonders empfindlich. In dieser Zeit reicht eine Nacht unter 0°C aus, um die Blüten unwiderruflich zu zerstören. Erfrorene Blüten erkennt man an bräunlichen Verfärbungen. Handelt es sich um kleine Apfelbäume, decken Sie diese am besten mit ein bis zwei Lagen Vlies ab, wenn Nachtfrost droht.
Expertentipp
Lassen Sie sich schon beim Kauf des Apfelbaumes ausreichend beraten und informieren Sie sich schon im Vorfeld über die richtige Pflege des Apfelbaumes. So kann es erst gar nicht zu Problemen mit den Blüten kommen.
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