Der Wacholder gehört zu den Zypressengewächsen und ist mit seine fast 70 Arten ein vielfältiges Ziergehölz. In freier Natur kommt der Wacholder in Mitteleuropa nur als Gemeiner Wacholder und als Sadebaum vor.
Mit seinem langsamen Wachstum benötigt der Wacholder keinen Rückschnitt, aber ein Formschnitt ist sehr sinnvoll, da diese Zypressenart im Garten ein formvollendetes Bild abgeben soll. Wichtig ist der Formschnitt vor allem bei Bonsais, Hecken und Solitärsträuchern.
Der perfekte Zeitpunkt
Es gibt für den Formschnitt beim Wacholder keinen richtigen Zeitpunkt. Da das Zypressengewächs sehr widerstandsfähig, robust und schnittverträglich ist, kann es während der gesamten Vegetationsphase geschnitten werden. Sie sollten dennoch das Frühjahr oder den Herbst bevorzugen. Im Frühjahr müssen Sie darauf achten, dass der Schnitt vor dem Austrieb geschieht.
Wichtig ist, dass der Schnitt nicht kurz vor dem ersten Frosteintritt und nicht während der Frostperiode durchgeführt wird, da zu diesen Zeitpunkten Frostschäden an den beschnittenen Trieben auftreten können. Es sollte auch darauf geachtet werden, dass keine pralle Sonne und auch kein Regen am Tag des Formschnittes ist.
Der Formschnitt beim Wacholder als Hecke
Eine Wacholder-Hecke ist sehr beliebt, da sie schön anzusehen ist und nur mäßig wächst. Für den Schnitt der Hecke ist das Frühjahr die beste Zeit.
Die bevorzugte Form bei der Hecke ist das Trapez. Nur mit dieser Form kann sichergestellt werden, dass die unteren Pflanzenteile ausreichend Sonnenlicht bekommen. So kann eine Verkahlung vermieden werden. Sie sollten für einen guten Lichteinfall auch die Kanten der Hecke abrunden.
Bei Hecken aus Wacholder ist es wichtig, dass Sie regelmäßig die überstehenden und abgestorbenen Triebe entfernen. Sie können für den Schnitt Schnüre spannen, um die Form exakt zu schneiden.
Solitärsträucher und ihr Formschnitt

Wacholder wirken als Solitärsträucher mit dem richtigen Formschnitt sehr kraftvoll und attraktiv. Um dies zu gewährleisten, muss der Strauch regelmäßig geschnitten werden.
Um den Wacholder nicht zu stressen, ist es besser, ihn wenig, aber häufig zu schneiden.
Für den Formschnitt können Sie sich eine Schablone aus Draht basteln, oder im Fachhandel erwerben. Diese wird über den Strauch gestülpt, so dass Sie nun alle überstehenden Äste entfernen können. Wichtig ist, dass auch alle abgestorbenen und alten Äste abgeschnitten werden.
Als Formschnitt bei einem Wacholder sind Kugeln, Spiralen oder Tierfiguren sehr beliebt.
Der Formschnitt bei einem Wacholder-Bonsai

Jeder Bonsai muss regelmäßig geschnitten werden, so auch ein als Bonsai kultivierter Wacholder. Sie sollte den Bonsai nie drastisch beschneiden. Das verträgt der Wacholder-Bonsai nicht.
Sie können die Triebe des Bonsais gut mit Draht umwickeln und in die gewünschte Form biegen. Wichtig ist, dass Sie die Spitzen der Triebe regelmäßig kürzen. So wächst die Pflanze dichter nach.
Der Formschnitt wird mindestens einmal im Jahr durchgeführt und wird auch auf die Rinde ausgedehnt. Hierbei sollten die Fasern der Rinde mit einer Pinzette abgezogen werden, da Faserrisse in der Rinde von Schädlingen zum Eindringen genutzt werden. Auch abstehende Triebe müssen Sie entfernen, da diese der Form schaden.
Expertentipp
Nach dem Schnitt benötigt der Wacholder viel Wasser. Auch die Nährstoffgabe ist sehr wichtig. Sie sollten Kompost um die Pflanze in das Substrat einarbeiten, damit sie langfristig von dem Dünger zehren kann.
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