Eine üppige Blüte, immergrüne, glänzende Blätter und ein dekorativer Herbstschmuck in Form von kleinen roten Beeren – all das macht die Zwergmispel in heimischen Gärten so beliebt. Aber nicht nur das Aussehen ist für Hobbygärtner so interessant, die Zwergmispel ist auch eine genügsame, robuste und besonders pflegeleichte Pflanze.
Die Zwergmispel – Herkunft und Merkmale
Zwergmispeln, der Familie der Rosengewächse zugehörig, kommen speziell in den gemäßigten Breiten Asiens, Afrikas und Europas vor.
Die Pflanze ist in vielen verschiedenen niederliegenden, als auch kriechenden Varianten erhältlich. Allerdings gibt es unter den Zwergmispeln auch Arten, die zu einem bis zu 10 Meter hohen Baum heranwachsen können. Eines haben alle Arten allerdings gemein: sie wachsen sehr üppig in die Breite, was sie zu hervorragenden Bodendeckern macht, bei der Wahl des Standortes jedoch berücksichtigt werden sollte.
Typisch für die Zwergmispel sind ihre dicht an dicht sitzenden, dunkelgrünen und glänzenden Blätter, die viele Sorten auch im Herbst und Winter nicht abwerfen.
Ab Mai zeigen sich die ersten schönen Blüten, je nach Sorte in weiß, rosa oder rot, die meist in kleinen Trauben zusammenstehen. Aus diesen Blüten entwickeln sich die dekorativen, kleinen roten, je nach Sorte auch gelben Beeren, die beim näheren Betrachten Ähnlichkeit mit Äpfeln haben.
Die Blüten der Zwergmispel ziehen viele Bienen und Schmetterlinge an, während die Beeren eine beliebte und willkommene Futterquelle für Vögel darstellen, von denen sie sich bis weit in den Winter hinein ernähren können.
Zwergmispel richtig schneiden

Zwergmispeln sind sehr pflegeleichte Pflanzen, die nur einmal im Jahr einen Schnitt benötigen. Die Pflanze kann dabei, speziell bei Bodendeckern, kräftig in Höhe und Breite zurückgeschnitten werden.
Der beste Zeitpunkt für den Pflegeschnitt ist bei immergrünen Arten das Frühjahr und bei laubabwerfenden Sorten der Winter oder der Spätsommer.
Expertentipp
Wie schon erwähnt, ist die Zwergmispel eine sehr unkomplizierte Pflanze. Der Schnitt dient lediglich der Pflege und um der Zwergmispel wieder Platz für das Wachstum zur Verfügung zu stellen.
Bei Bodendeckern werden dazu großzügig die zu dicht wachsenden oder sich überkreuzenden Triebe entfernt und die restlichen Zweige bis dicht über den Knospen gestutzt.
Ansonsten kann die Zwergmispel sich selbst überlassen werden. Sie benötigt nur einen sonnigen Standort und mäßiges Gießen. Auch bei der Wahl des Bodens ist die Zwergmispel anspruchslos.
Häufig gestellte Fragen
Wie giftig ist die Zwergmispel?
Alle Teile der Pflanze sind für den Menschen nur schwach giftig. Trotzdem sollte, besonders wenn sie ihre dekorativen roten Früchte trägt, auf Kinder und Haustiere geachtet werden, denn in hohen Dosen genossen kann es zu Vergiftungserscheinungen führen.
Wann sollte die Zwergmispel gedüngt werden?
Düngen ist bei der genügsamen Zwergmispel nicht notwendig. Empfehlenswert ist aber Mulchen im Frühjahr, damit die Pflanze nicht austrocknet und ausreichend Nährstoffe erhält.
Wie hoch wird die Zwergmispel?
Niederliegende Sorten erreichen eine Wuchshöhe von etwa 20 cm.
Wie schnell wächst die Zwergmispel?
Die meisten der über 90 bekannten Arten wachsen sehr langsam, pro Jahr etwa 5 cm bis 15 cm.
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