Eiben sind sehr beliebte Bäume in heimischen Gärten. Die immergrünen, nadeltragenden Gehölze machen in jedem Garten eine gute Figur, sei es als Solitärbaum oder als Heckenpflanze. Von der Eibe sind circa 10 verschiedene Arten bekannt, die größtenteils in der gemäßigten Zone der Nordhalbkugel vorkommen.
In Europa ist nur die Europäische Eibe heimisch. Diese ist sehr gut an die hiesigen Bodenbedingungen angepasst. Am liebsten wächst die Eibe allerdings auf einem nährstoffreichen und kalkhaltigen Boden, der einen pH-Wert zwischen schwach sauer und schwach alkalisch aufweist. Allerding kann der ganzjährig grüne Baum auch gut auf sandigen und kargen Böden wachsen. Je nach Bodenbeschaffenheit ist eine Düngung erforderlich.
Ist eine Dünung der Eibe nötig?
Obwohl die Eibe an die hiesigen Bedingungen angepasst ist, muss der Baum manchmal gedüngt werden. Eine Nährstoffgabe ist vor allem wichtig, wenn die Böden besonders karg sind. Obwohl die Eiben Tiefwurzler mit einem feinen Wurzelwerk sind und so grundsätzlich ihre Nährstoffe selbst aufnehmen können, ist das bei einem nährstoffarmen Boden nicht möglich. Sie können auch zusätzliche Nährstoffe geben, wenn die Eibe schneller wachsen soll. Lesen Sie dazu bitte das Kapitel über Schäden durch Düngergabe.
Die Düngung einer Eibe hängt von ihrer Pflanzung ab. Eine Solitäreibe benötigt sehr wenig zusätzlichen Dünger, vor allem wenn um die Eibe noch andere, niedrigere Vegetation vorhanden ist. Diese nimmt im Winter ab und Blätter von Bäumen fallen auf den Boden um die Eibe, sodass sie an natürliche Nährstoffe gelangt. Wenn Sie allerdings eine Eiben-Hecke besitzen, dann ist die zusätzliche Nährstoffgabe wichtig. Unter eine Hecke fallen durch ihren Anbau weniger Blätter, sodass diese keine Nährstoffe geben können.
Welche Düngerarten können genutzt werden?
Es gibt verschiedenen Düngemittel, die für Eiben geeignet sind:
- Bittersalz
- Gesteinsmehl
- Hühnermist
- Hornspäne
- Kompost
- Mulch
- Langzeitdünger
- abgelagerter Pferdemist
Der Zeitpunkt der Düngung

Der richtige Zeitpunkt ist für die Düngung besonders wichtig. Ideal ist das Frühjahr bevor der Neuaustrieb beginnt. So können die Nährstoffe die Eibe beim Wachsen unterstützen. Wenn Sie allerdings nur mulchen, dann kann dieser das gesamte Jahr über ausgebracht werden. Zum Herbst hin können Sie die im Garten anfallenden Abfälle als Mulchschicht verwenden. Auch Bittersalz ist besonders geeignet, um Eiben im Herbst zu düngen. Dadurch werden sie gestärkt und bestens auf den Winter vorbereitet.
Natürlich ist es auch wichtig Eiben vor dem Pflanzen zu düngen. Hierfür können Sie Hornspäne oder Kompost in das Pflanzloch einarbeiten.
Anleitung zum Düngen
Vor dem Düngen müssen Sie die Erde zwingend auflockern. Nur so können die Nährstoffe in den Boden eindringen. Bringen Sie den Dünger sparsam auf dem Boden um die Eibe auf. Danach müssen Sie diese nur noch angießen.
Sie können allerdings auch zuerst den Dünger aufbringen und den Boden danach auflockern. Wichtig ist auch hier, dass der Boden gut bewässert wird, sodass die Nährstoffe schnell in den Boden eindringen.
Schäden durch Düngergabe
Düngen ist kein Allheilmittel, sondern kann auch Schäden an der Eibe hervorrufen, vor allem wenn zu viel Stickstoff zugeführt wird. Durch die Zugabe von Stickstoff wächst eine Eibe schneller, kann jedoch durch die Überdüngung von Schildläusen befallen werden.
Expertentipp
Sie können eine Eibe auch mit einfachen Hausmitteln düngen. So ist anfallender Tee- und Kaffeesatz sehr gut geeignet. Dieser wird in die Erde rund um die Eibe eingearbeitet. Sie können den Satz auch über das Gießwasser verabreichen. Ein weiteres Hausmittel ist Brennesselsud. Mit diesem kann die Eibe ebenfalls gegossen werden.
Lassen Sie uns wissen, wenn Ihnen der Beitrag gefällt. Das ist für uns der einzige Weg herauszufinden, ob wir etwas besser machen können.
Die neusten Kommentare