Die Linde, ein Baum aus der Familie der Malvengewächse, ist in Europa heimisch. Dieser besondere Baum ist ein Symbol der deutschen Romantik und steht zum Beispiel für Liebe, Schönheit und Weiblichkeit. Auch als Heimatsymbol ist die Linde in Deutschland bekannt. Früher stand sie in den meisten Dörfern und war ein Treffpunkt im Ortskern. Die Linde diente dabei als „Tanzbaum“, als Ort für Trauungen und zur Rechtsprechung. Die Linde ist in Deutschland weiterhin an Wegrändern und in Misch- und Laubwäldern zu finden.
Wichtige Daten der Linde
Die Linde ist ein anspruchsloser Baum, der sowohl in sonnigen als auch in schattigen Lagen sehr gut wächst. Weitere Daten und Merkmale sind:
- wissenschaftliche Bezeichnung: Tilia
- Familie: Malvengewächs
- Arten: 20 bis 40
- Alter: bis zu 800 Jahre
- Höhe: 15 bis 40 Meter
- Stammdurchmesser: 1 bis 1,8 Meter
- Rinde: meist gefurchte Borke
- Holz: helles Kernholz
Blätter und Blüten der Linde

Die Blätter der Linde sind herzförmig. Ihre Ränder sind gesägt und haben einen leichten Flaum. An ihren Blättern kann man die unterschiedlichen Arten unterscheiden. Die Blätter der Sommerlinde sind groß, beidseitig behaart und gleichmäßig grün. Im Gegensatz dazu sind die Blätter der Winterlinde kleiner, nur auf der Blattunterseite behaart und auf der Blattoberseite dunkler als auf der Unterseite.
In der Zeit von Juni bis Juli blühen Linden. Es bilden sich kleine, weißliche Blüten aus. An ihnen sind jeweils fünf Kelch- und Kronblätter zu finden. Die Anzahl der Staubblätter ist wesentlich größer. Auch anhand der Blüten können die verschiedenen Lindenarten unterschieden werden. Die Sommerlinde hat je Blütenstand drei Blüten und die Winterlinde hat fünf bis sieben Blüten je Blütenstand.
Die Frucht der Linde

Die Samen der Linde sind in kleinen Früchten zu finden. Die Nussfrüchte sind rund und bei der Winterlinde sogar essbar. Der Stiel, an dem die Früchte hängen, besitzt ein zusätzliches, schmales Blatt, das auch Flügel genannt wird. Durch dieses Flügelblatt kann sich der Fruchtstand verbreiten. Linden können auch mittels der Frucht unterschieden werden. Auf den Früchten der Sommerlinde sind markante Lamellen zu beobachten. Außerdem sind die Früchte größer als die der Winterlinde und sehr fest. Die Früchte der Winterlinde dagegen können leicht zerdrückt werden.
Verwendungsarten von Linden
Lindenholz wird sehr gern für Holzschnitzereien und zur Bildhauerei genutzt, da es recht weich ist. Gern wird es auch im E-Gitarrenbau als Tonholz verwendet. Neben diesen Anwendungen ist auch die Blüte der Linde sehr nützlich. Neben der Gewinnung von Lindenblütenhonig wird sie für medizinische Anwendungen genutzt. Lindenblüten werden bei Bluthochdruck, Erkältungskrankheiten, Schlafstörungen, Kopfschmerzen und gegen Stress eingesetzt. Als Pulver kann Lindenholzkohle gegen Krämpfe in bestimmten Dickdarmbereichen eingenommen werden.
Expertentipp
In den Sommermonaten sollten Sie es vermeiden unter einer Linde zu parken. Zu dieser Zeit regnet eine klebrige Masse herab, die sich auf Autos mit Staub und Blütenpollen vermischt. Die Masse, die von der Linde tropft, ist der sogenannte Honigtau. Bei Honigtau handelt es sich um Blattlauskot. Blattläuse saugen den Saft aus Lindenblättern und scheiden dann Zucker aus. Grundsätzlich ist dieser klebrige Belag nicht schädlich für Autolack. Von ihm ernähren sich allerdings Pilze, die einen aggressiveren Belag bilden. In der Sonne brennt sich der Belag dann in den Lack ein und nach einiger Zeit kommt es zu ringförmigen Ablösungen des Lacks. Aus diesem Grund sollte ein Auto, das unter einer Linde gestanden hat schnellstmöglich gereinigt werden.
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