Die Efeutute, Epipremnum, gehört zur Familie der Aronstabgewächse, die beliebte Zimmerpflanzen sind. Es handelt sich um eine Pflanze aus tropischen Gebieten, die mit ihren Luftwurzeln an Bäumen empor klettert. Sie kann außerdem Giftstoffe wie Aceton, Ammoniak, Formaldehyd und Benzol aus der Luft filtern.
Efeututen sind pflegeleicht, weshalb sie einfach zu kultivieren sind. Ideale Bedingungen für die Pflanze bieten helle bis halbschattige Standorte, die eine hohe Luftfeuchtigkeit und ganzjährige, warme Temperaturen von 18 bis 22°C aufweisen.
Efeutute im Aquarium
Obwohl die Efeutute keine Wasserpflanze ist, kann man sie von Zeit zu Zeit in Aquarien finden. Dort verbessert sie die Qualität des Wassers. Genau wie aus der Luft kann sie ebenfalls Schadstoffe, wie Nitrat und Phosphat, aus dem Wasser herausfiltern. Dadurch wird die Bildung von Algen verringert. Die Pflanze kann komplett in einem Topf im Aquarium wachsen oder es können einzelne Triebe ins Wasser hängen. Wichtig ist nur, dass ihre Luftwurzeln Kontakt zum Wasser haben, um dieses filtern zu können.
Efeutute im Aquarium ziehen

Neue Triebe können direkt im Aquarium angebracht werden. Am besten ist es, den Topf so an der Wasseroberfläche anzubringen, dass sich nur der untere Teil im Wasser befindet. Er sollte viele Öffnungen an der Unterseite besitzen und kann beispielsweise mit Lavagestein gefüllt werden. Für die Triebe ist es vorteilhaft, wenn sie ein Stück ins Wasser ragen und durch die Löcher im Topf die Möglichkeit haben, Luftwurzeln im Wasser des Aquariums auszubilden.
Gelbe Blätter unter Wasser
Wie bei jeder anderen Pflanze kann es vorkommen, dass einzelne Blätter absterben oder sich gelblich verfärben. Auch wenn dies unter Wasser geschieht, sollten sie abgeschnitten werden. Meist handelt es sich hierbei um Blätter, die bereits gewachsen waren, bevor die Pflanze ins Wasser gesetzt wurde. Die neuen Blätter besitzen auch unter Wasser ein sattes Grün und gedeihen prächtig.
Die richtige Pflege
Wächst die Efeutute außerhalb des Aquariums, muss sie regelmäßig gegossen werden. Am besten ist es, das Wasser aus dem Aquarium dafür zu verwenden. Damit sie das Aquarium nicht vollkommen überwuchert, sollte die Efeutute auch regelmäßig zurückgeschnitten werden.
Das Gift der Efeutute
Es sollte darauf geachtet werden, dass die Efeutute nicht von den Bewohnern des Aquariums angeknabbert oder komplett aufgefressen wird, weil die Pflanze Calciumoxalat enthält, was giftig ist. Auch Menschen sollten den direkten Kontakt mit den Blättern vermeiden und die Pflanze nicht verzehren. Symptome einer Vergiftung können Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, vermehrter Speichelfluss und Hautreizungen sein.
Expertentipp
Die Efeutute filtert Abgase oder auch Nikotin aus der Luft, wenn in ihrer Umgebung geraucht wird. Dabei ist sie so effektiv, dass sie eine bis zu dreimal höhere Dosis Nikotin in ihren Blättern einlagern kann als eine Tabakpflanze. Da sich viele Schadstoffe in den Blättern ansammeln, sollte eine Efeutute nicht im Kompost, sondern über den Hausmüll entsorgt werden, wenn sie eingegangen ist.
Häufig gestellte Fragen
Ist die Efeutute eine Wasserpflanze?
Nein, die Efeutute ist eine Landpflanze, die aber eine hohe Luftfeuchtigkeit braucht und demnach in Wassernähe oder auch im Wasser wachsen kann.
Müssen die Luftwurzeln an der Luft wachsen?
Nicht zwingend. Sie heißen Luftwurzeln, weil sie nicht unter der Erde wachsen. Sie können aber auch genauso gut im Wasser hängen und dort Schadstoffe herausfiltern.
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