Die Engelstrompete erfreut sich aufgrund ihrer großen, auffälligen Blüten großer Beliebtheit. Viele Hobbygärtner hegen deshalb den Wunsch, die Pflanze zu vermehren. Die Vermehrung über Samen ist im Gegensatz zur Vermehrung über Stecklinge etwas aufwendiger, bietet jedoch einen großen Vorteil. Die daraus resultierenden Pflanzen entwickeln unterschiedliche Blütenfarben. Wie das Ganze funktioniert, lesen Sie in diesem Beitrag.
Beeindruckende Blütenvielfalt
Die Engelstrompete (Brugmansia) zählt zur Familie der Nachtschattengewächse. Das wunderschöne Gewächs stammt aus Südamerika und gedeiht dort in den unterschiedlichsten Höhenlagen. Aufgrund der klimatischen Bedingungen sitzt die Zierpflanze hierzulande häufig in Kübeln. Das Highlight der Pflanze bilden die meist hängenden, kelchartigen Blüten, die je nach Sorte bis zu 30 Zentimeter lang werden können. Sie erscheinen ab Juni und beeindrucken ihre Betrachter bis in den Herbst hinein.
Durch Stecklinge können Sie die Pflanze unkompliziert vermehren. Die Jungpflanzen besitzen in diesem Fall die gleichen Eigenschaften wie die Mutterpflanze. Wünschen Sie sich eine farbliche Abwechslung, lohnt sich die Vermehrung über Samen. Auf diese Weise können die Blüten in folgenden Farbtönen variieren:
Die Samen der Engelstrompete ernten

Die Blütezeit der Engelstrompete dauert in der Regel bis Oktober. Anschließend bilden sich Früchte, in denen die Samen reifen. Betrachten Sie die Früchte genau. Verfärben sich diese braun, können Sie die darin enthaltenen Samen entnehmen.
Die Vorbereitung der Samen
Je nach Art der Engelstrompete können die Samen sowohl keil- als auch nierenförmig sein und eine glatte oder warzige Oberfläche aufweisen. Unabhängig von der Sorte ist es wichtig, dass Sie die Samen nach der Ernte trocknen. Dazu können Sie diese in eine offene Schale legen und in einem trockenen Raum platzieren. Die ideale Temperatur liegt bei 20 Grad Celsius. So können die Samen den Winter überdauern und sind im Frühjahr startklar.
Die Aussaat
Im Frühjahr ist es dann so weit. Sie können die Samen in die Erde einbringen. Füllen Sie dazu Töpfe mit Anzuchterde, drücken Sie die Samen hinein und bedecken Sie diese mit Substrat. Platzieren Sie die Anzuchttöpfe an einem warmen Ort und achten Sie auf ausreichend Feuchtigkeit. Damit die Erde nicht austrocknet, können Sie die Töpfe mit Folie bedecken. Sorgen Sie jedoch regelmäßig für frische Luft, um Schimmelbildung zu vermeiden.
Je nach Sorte keimen die Samen innerhalb von 2 bis 8 Wochen. Dann können Sie die Folie entfernen. Sobald die Setzlinge Wurzeln gebildet haben, können Sie diese in größere Töpfe umsetzen. Halten Sie die Erde weiterhin warm und feucht und gewöhnen Sie die Pflanzen behutsam an Temperaturschwankungen.
Expertentipp
Die Engelstrompete zählt zu den giftigsten Pflanzen in heimischen Gärten. Eine besonders hohe Konzentration der Giftstoffe befindet sich in den Samen. Tragen Sie während der Gartenarbeit Handschuhe, um Hautkontakt zu vermeiden.
Häufig gestellte Fragen
Wie oft muss eine Engelstrompete gegossen werden?
Aufgrund der großen, weichen Blätter besitzt die Engelstrompete einen sehr hohen Wasserbedarf. Gießen Sie die Pflanze im Sommer täglich, an besonders heißen Tagen sogar zweimal täglich.
Welcher Standort eignet sich für die Engelstrompete?
Viele Arten der Engelstrompete kommen mit direkter Sonne zurecht. Der ideale Standort liegt jedoch im Halbschatten, da hier der Wasserverlust an heißen Tagen geringer ist. Schützen Sie die Zierpflanze zudem vor Hagel und starkem Regen.
Warum blüht eine Engelstrompete nicht?
Für schnelles Wachstum und prächtige Blüten benötigt die Engelstrompete jede Menge Nährstoffe. Blüht die Pflanze nicht, mangelt es ihr häufig an Nährstoffen. Ab Mitte Juni empfiehlt sich ein spezieller Blühdünger. Dieser ist reich an Kalium und Phosphor.
Kann man Engelstrompeten mit Kaffeesatz düngen?
Da die Engelstrompete eher sauren Boden bevorzugt, eignet sich Kaffeesatz sehr gut zur Düngung. Die darin enthaltenen Mineralien wie Kalium, Stickstoff und Phosphor verhelfen der Zierpflanze zu einem gesunden Wachstum.
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