Connect with us

Zierpflanzen

Flieder – Gründe für stagnierenden Austrieb

Veröffentlicht

auf

Flieder - Gründe für stagnierenden Austrieb

Flieder (Syringa) betören durch ihre üppig duftende Blütenpracht. Seine pflegeleichte und robuste Natur macht ihn zu beliebten Pflanzen für Hobbygärtner. Trotz der hohen Widerstandskraft kann es auch bei Flieder zu einem stagnierenden Austrieb kommen. Ist das der Fall, müssen Sie schnell handeln, denn die Ursachen sind oft verheerend.

Nährstoffmangel

Stagniert der Austrieb Ihres Flieders und weisen die Blätter Verfärbungen auf, ist ein Nährstoffmangel die wahrscheinlichste Ursache. Wirken die Blätter bleich, sind die Blattadern deutlich dunkler und damit gut sichtbar, liegt kann die sogenannte Chlorose vorliegen und damit ein Mangel an Eisen. Verlassen Sie sich jedoch nicht allein auf äußere Anzeichen. Führen Sie stattdessen eine Bodenanalyse durch, damit Sie das Düngemittel gezielt auswählen und das Defizit beheben können.

Regelmäßige und angepasste Düngergaben beugen diesem Problem zum einen vor und erhöhen zum anderen die Widerstandskraft der Gewächse.

Frostschäden

Frostschäden


Flieder ist gut frosthart, kann während besonders langer, harter und trockener Winter dennoch Schaden nehmen. An erfrorenen Trieben findet kein neuer Austrieb statt. Zudem kann das Wachstum im Frühjahr verzögert ausfallen.

Kontrollieren Sie an allen Trieben, ob das Gewebe unter der Rinde grün ist. Ist das nicht der Fall, müssen Sie die abgestorbenen Bereiche großzügig zurückschneiden. Als vorbeugende Maßnahme gegen Frostschäden empfiehlt sich in Wintern mit extrem niedrigen Temperaturen und ausbleibendem Schneefall ein umfassender Schutz mit Gartenvlies oder Jute.

Staunässe

Staunässe
Zu Verdichtung neigende Böden sind anfälliger für Staunässe. Während nasskalter Winter oder bei starkem, anhaltendem Regenfall steigt das Risiko dafür an. Staunässe kann zunächst unbemerkt zu Fäulnis im Wurzelbereich führen. Oft fällt der Verdacht erst auf Probleme im Erdreich, wenn der Austrieb stagniert oder vollständig ausbleibt.

Vermuten Sie Wurzelfäule, sollten Sie Ihren Flieder umgehend ausgraben. Entfernen Sie das Substrat vollständig, ebenso wie verfaulte Wurzelbereiche. Im Anfangsstadium kann es auf diese Weise möglich sein, die Pflanzen zu retten. Eine Garantie gibt es dafür jedoch nicht.

Zur Vorbeugung sollten Sie auf eine gute Drainage und durchlässiges Substrat setzen. Lockern Sie den Boden auf oder kultivieren Sie Flieder in Kübeln, um Staunässe auch bei anhaltend starken Regenfällen zu verhindern.

Wühlmausbefall

Wühlmausbefall
Ebenso wie bei Staunässe fällt ein Wühlmausbefall häufig erst sehr spät auf. Die Tiere graben sich durch das Erdreich und ernähren sich von den Wurzeln, wodurch erhebliche Schäden entstehen können.

Finden Sie keine anderen Ursachen für den stagnierenden Austrieb, gehen Sie wie bei Staunässe vor. Graben Sie die Pflanzen aus und kontrollieren Sie die Wurzeln. In ausgehobenen Pflanzlöchern fallen Gänge auf, während an den Wurzeln selbst ganze Abschnitte fehlen können. Eine Rettung gibt es für Flieder in diesen Fällen nur selten, da die Schäden oft bereits zu weit fortgeschritten sind. Den Wühlmausbefall sollten Sie dennoch bekämpfen, um keine weiteren Pflanzen zu verlieren.

Zur Vorbeugung können Sie umfassende Wurzelsperren einbringen. Diese bieten nicht nur Schutz vor Schädlingen, sondern verhindern auch die unkontrollierte Ausbreitung von Flieder.

Alter

Mit der Zeit verkahlen Fliedersträucher und der Austrieb stagniert. Abhilfe schaffen in diesem Fall ein verjüngender, radikaler Rückschnitt und regelmäßige Düngergaben.

Um das Verkahlen von vornherein zu verhindern, sollten Sie im zeitigen Frühjahr oder im Herbst einen Pflegeschnitt durchführen. Für ältere Gewächse bietet sich der Herbst an. Kürzen Sie dabei alle Triebe um ein Viertel bis ein Drittel und schneiden Sie einige Triebe zusätzlich etwas kürzer, um einen dichten Wuchs zu begünstigen.

Expertentipp

Es ist ratsam, verwelkte Blütenstände umgehend abzuschneiden, um die Energie der Sträucher zu schonen, eine unerwünschte Samenverbreitung zu verhindern und ein verzweigtes Wachstum zu fördern. Um ein dichteres Wachstum zu erreichen, können Sie zusätzlich etwa jeden dritten Trieb etwas kürzer schneiden, ähnlich wie beim Verjüngungsschnitt im Herbst.

Diesen Artikel bewerten

Hat Ihnen dieser Ratgeber weitergeholfen?


Klicken Sie, um zu kommentieren

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Gerade populär