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Flieder richtig düngen – Zeitpunkt und Anleitung

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Flieder richtig düngen - Zeitpunkt und Anleitung

Die Gattung des Flieders umfasst über 20 verschiedene Arten, die aus Asien und Europa stammen. Am bekanntesten ist der Gemeine Flieder, ein kleiner Baum mit attraktiv duftenden Blüten. Für ein gesundes Wachstum des Ölbaumgewächses ist ausreichend Dünger notwendig. Mehr über mögliche Düngerarten und deren Anwendung erfahren Sie in diesem Beitrag.

Nährstoffbedarf

Als Düngemittel für Flieder kommen organische und anorganische Stoffe gleichermaßen infrage. Beide sollten ein ausgewogenes Verhältnis an Makro- und Mikronährstoffen enthalten. Eine gut austarierte Mischung wird erfahrungsgemäß schnell von den Gewächsen aufgenommen. Stickstoff wird beispielsweise von den meisten Pflanzen benötigt, um die Produktion von Chlorophyll und das Wachstum der Blätter anzukurbeln. Er gilt als Wachstumsbeschleuniger.

Allerdings darf der gewählte Dünger keinen zu hohen Anteil an Stickstoff aufweisen, um einen einseitigen Fokus auf das Höhenwachstum zu vermeiden. Wichtiger für den Strauch ist Kalium zur Verbesserung der Widerstandsfähigkeit und die Ausbildung gesunder Triebe. Phosphor stellt ebenfalls einen bedeutsamen Bestandteil dar. Er unterstützt nicht nur die Bildung neuer Wurzeln, sondern regt zusätzlich den Stoffwechsel an. Dadurch kann Flieder mehr Knospen und damit mehr Blüten ausbilden.

Geeignete Düngerarten

Geeignete Düngerarten


Vermeiden Sie bei der Düngung von Flieder allzu stickstoffhaltige Varianten wie Brennnesseljauche oder Blaukorn. Besser geeignet sind organischer Kompost, Pferdemist oder spezielle Kalium-Phosphor-Dünger. Die ersten beiden weisen in der Regel ein gutes Gleichgewicht der verschiedenen Nährstoffe auf. Letztere finden sich im Handel meist unter der Bezeichnung Thomasmehl. Sie zeichnen sich durch einen hohen Anteil an Phosphor und Kalium aus.

Einige Hausmittel können in Ergänzung zur Grunddüngung verwendet werden. Alte Bananenschalen sind ein Klassiker zur Erhöhung des Kaliumgehaltes. Zusätzlich dienen sie zur Calciumversorgung, gegen den Flieder nichts einzuwenden hat. Eine Handvoll klein geschnittener Bananenschalen können Sie während der Wachstumsperiode rund um die Baumscheibe verteilen.

Der ideale Zeitpunkt zum Düngen

Der ideale Zeitpunkt zum Düngen
Im Normalfall sollte Flieder im Frühjahr gedüngt werden. Zu dieser Zeit beginnen die neuen Knospen zu wachsen, aus denen sich ab Anfang Mai die charakteristischen Blüten bilden. Als Startzeitpunkt bietet sich ein milder Tag im Februar oder im März an. In jedem Fall sollte vor der Blütenbildung gedüngt werden.

Das Erdreich sollte zum Düngezeitpunkt nicht mehr gefroren sein. Zudem sollte ein Tag zwischen Regengüssen gewählt werden. Auf diese Weise werden die Nährstoffe besser in den Boden eingetragen.

Dünger gründlich einarbeiten

Zur Düngung mit Kompost sollten Sie den Reifegrad vorab überprüfen. Reifer Kompost ist möglichst trocken und verströmt den typischen Geruch von Wäldern. Vor dem Einarbeiten sollte die Struktur noch einmal aufgebrochen werden. Dadurch erreichen Sie einen ideal feinkrümeligen Dünger.

Geben Sie zur Düngung jeweils eine Schaufel voll Kompost oder Thomasmehl auf die Erde um den Stamm. Nun brechen Sie die Erde vorsichtig mit einer Harke auf. Achten Sie dabei darauf die zahlreichen Wurzeln des Strauches nicht zu verletzen. Der Dünger sollte dann großflächig verteilt und nur wenige Zentimeter tief ins Substrat eingearbeitet werden. Zum Schluss gießen Sie das Erdreich noch ein wenig an.

Expertentipp

Eine zweite Düngung des Flieders kann bei Bedarf im Juni oder im Juli erfolgen. Sie ergibt vor allem auf nährstoffarmen Böden Sinn und stärkt den Strauch.

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Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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