Fliedersträucher sind robuste Gehölze, die zu den Ölbaumgewächsen zählen. Sie sind sommergrün und begeistern während der warmen Sommermonate mit ihrer rosa- bis lilafarbenen und hellblauen Blütenpracht. Insgesamt gibt es etwa 25 verschiedene Arten, die mehr oder weniger empfindlich auf Frost reagieren. Kommt es während besonders kalter Winter zu Erfrierungen, ist es notwendig zu handeln.
Gründe für Erfrierungen
Laue Wintertage stellen Flieder in heimischen Gärten vor eine besondere Herausforderung, da warme, sonnige Tage den Frühlingsbeginn signalisieren. Das bedeutet, dass die Sträucher frühzeitig mit der Saftproduktion beginnen. Treten während der Nacht strenge Fröste auf, nehmen die Pflanzen Schaden. Aus diesem Grund ist es insbesondere bei Spätfrost wichtig, Schutzmaßnahmen zu ergreifen.
Besonders niedrige Temperaturen können ebenfalls zu Erfrierungen führen. Die meisten Flieder halten Temperaturen bis -20 Grad Celsius stand. Wird es kälter, sollten sie mit Vlies umwickelt und mit einer Mulchschicht bestehend aus Stroh, Reisig oder Tannenzweigen geschützt werden.
Zeitpunkt

Erfrorene Flieder zu retten, gelingt am besten im Frühjahr, sobald die Temperaturen über dem Gefrierpunkt liegen und das Wetter trocken und frostfrei ist. Rettungsmaßnahmen im Winter sind unangebracht, da sie die Pflanzen zusätzlich strapazieren würden.
Prüfung von Ästen und Trieben
Bevor man Rettungsmaßnahmen einleitet, sollte man die Sträucher genau prüfen. Der Fokus liegt auf den einzelnen Ästen und Trieben. Es gilt herauszufinden, welche erfroren sind. Das funktioniert am einfachsten mit einem Fingernagel oder einem kleinen scharfen Messer. Die Verwendung des Fingernagels oder eines Messers hängt von der Stärke der Triebe ab.
Mit dem gewählten Hilfsmittel wird die Rinde eingeritzt, um einen Blick auf das Holz zu werfen. Ist es grün, ist der Ast gesund und kann am Strauch verbleiben. Lediglich im Inneren vertrocknete Äste und Triebe müssen mit einer scharfen Gartenschere entfernt werden. Durch das Entfernen kranker und erfrorener Triebe können sich die Sträucher auf den Neuaustrieb konzentrieren.
Rettung erfrorener Exemplare
Im Anschluss an die Prüfung und den ersten Rückschnitt helfen weitere Maßnahmen, erfrorene Flieder zu retten. Dazu gehört, gesunde Triebe auf 30 bis 50 Zentimeter einzukürzen. Mit dieser Länge ist es wahrscheinlich, dass sich die Pflanzen bis zur Blütezeit im Sommer erholt haben.
Nach dem Rückschnitt ist es wichtig, die Sträucher mit einem geeigneten Düngemittel zu versorgen. Dünger versorgt die Gewächse mit ausreichend Nährstoffen und unterstützt sie dabei, sich von den Strapazen des Winters zu erholen. Für eine effektive Düngung eignen sich Kompost, Hornspäne und Hornmehl. Diese arbeitet man großzügig und vorsichtig in den Bereich der Wurzeln ein. Durch anschließendes Gießen gelangen oberflächlich eingearbeitete Düngemittel nach und nach tiefer in den Boden.
Expertentipp
Es ist für alle Pflanzen problematisch, wenn es zu starken Temperaturschwankungen kommt. Wenn Fliedersträucher nach der ersten Blüte von Spätfrost betroffen sind, besteht die Gefahr, dass sie erfrieren. Obwohl das Zurückschneiden der Sträucher auf wärmere und frostfreie Tage warten muss, ist es dennoch ratsam, aktiv zu werden. Eine Mulchschicht im Wurzelbereich kann dazu beitragen, das Risiko weiterer Frostschäden zu minimieren.
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