Die Harlekinweide gehört aus botanischer Sicht zur Familie der Weidengewächse und stammt ursprünglich aus Ostasien. Sie wird bevorzugt als Strauch oder Hochstämmchen im Handel angeboten und kann eine Höhe von bis zu drei Metern sowie eine Breite von durchschnittlich eineinhalb Metern erreichen. Die Blütezeit liegt zwischen März und April. Dann bringt die Harlekinweide zahlreiche gelbliche Kätzchen hervor, welche eine gute Nahrungsquelle für Insekten bieten.
Der optimale Standort
Die Harlekinweide benötigt einen sonnigen bis halbschattigen Platz, um optimal gedeihen zu können. Der Boden sollte locker, feucht, kühl und reich an Humus sein. Aufgrund ihrer flachen Wurzeln kann die Weide auch in einem Topf kultiviert werden. Dieser sollte groß und glasiert sein, damit die Erde nicht so schnell austrocknet.
Pflanzung

Der beste Zeitpunkt, um die Harlekinweide zu pflanzen, liegt im Herbst oder Frühling. Dann müssen die Wurzeln nicht direkt die Trockenheit im Sommer überstehen, sondern können erst ausreichend anwachsen. Nach der Pflanzung wird die Weide großzügig angegossen. Soll die Harlekinweide als Hochstamm erzogen werden, so wird der Stamm dauerhaft stabil angebunden, um auch bei starkem Wind Stammrisse zu vermeiden.
Pflege

Die Harlekinweide ist sehr pflegeleicht und benötigt nur gelegentliche Wasser- sowie Düngergaben. Außerdem ist ein jährlicher Rückschnitt empfehlenswert, um ihre Blätter- und Blütenpracht zu fördern. Insbesondere in Töpfen trocknet das Substrat sehr schnell aus. Aus diesem Grund sollte die Weide so gegossen werden, dass die Erde stets feucht ist, sich jedoch keine Staunässe entwickeln kann. Insbesondere während der heißen Sommermonate ist es ratsam, regelmäßig das Substrat zu überprüfen und bei Bedarf sofort mit Regenwasser oder kalkfreiem Wasser nachzugießen. Versorgt man die Harlekinweide mit einem Volldünger, so ist sie auf diese Weise langfristig mit Nährstoffen versorgt.
Erziehung als Hochstamm
Für die Kultivierung der Harlekinweide als Hochstamm ist es notwendig, zunächst den Ast auf einen vorher herangezogenen Weidenstamm zu veredeln. Als besonders geeignet hat sich hierfür die Winterhandveredelung herausgestellt. Dazu werden im Herbst junge Triebe der Weide entfernt und die Veredelung durch Spaltpfropfung auf die Unterlage vorgenommen. Denkbare Unterlagen sind beispielsweise die Korbweide oder die Reif-Weide, welche unmittelbar vor dem Veredeln auf die vorgesehene Höhe abgeschnitten werden.
Die gewählte Höhe entscheidet über die Höhe des Weiden-Stämmchens. Mit einem scharfen Schneidwerkzeug erhält die Schnittstelle anschließend einen Spalt von circa vier Zentimetern Länge. Danach braucht man einen Trieb der Harlekinweide, welcher auf die gewählte Unterlage aufgepfropft wird. Dieser muss über den gleichen Durchmesser verfügen wie die Unterlage, damit die Verwachsung erfolgreich durchgeführt werden kann. Das untere Ende schneidet man in Form eines Keils zu, welcher exakt in den in die Unterlage gebrachten Spalt passt. Danach bestreicht man die Schnittstellen mit Baumwachs und stellt die Pflanze an einem gleichmäßig warmen und hellen Platz auf.
Expertentipp
Harlekinweide lässt sich auch problemlos als Hecke kultivieren. Dabei gilt es, einen Pflanzabstand von fünfzig bis sechzig Zentimetern einzuhalten, um den Wurzeln ausreichend Platz zum Wachsen zu bieten. Auf diese Weise erreicht die Hecke schnell eine Höhe von bis zu eineinhalb Metern.
Lassen Sie uns wissen, wenn Ihnen der Beitrag gefällt. Das ist für uns der einzige Weg herauszufinden, ob wir etwas besser machen können.
Die neusten Kommentare