Mit ihren süßen Früchten und den aufrecht wachsenden Ruten gehört die Himbeere in unseren Breiten zu den beliebtesten Obstgewächsen. Durch das mit dem Wachstum steigende Gewicht, der bis zu 2,5 Meter hohen Ruten, benötigen die meisten Sorten jedoch Unterstützung, damit sie keinen Schaden erleiden oder gar abbrechen. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Himbeeren richtig angebunden werden und welche Möglichkeiten es dafür gibt.
Vorteile durch das Anbinden von Himbeeren
Das richtige Anbinden der Ruten schützt diese nicht nur vor dem Umkippen oder Abbrechen, sondern beugt auch Schädlingen und Krankheiten vor. Die Triebe können sich nicht kreuzen oder gegenseitig beim Wachsen behindern. Des Weiteren nehmen sie auf diese Weise auch weniger Platz ein und die Früchte können einfacher und bequemer in einer angenehmen Höhe gepflückt werden.
Welche Art des Anbindens gewählt wird, hängt vor allem von der Himbeersorte ab. Die folgenden Rankhilfen können auch ganz einfach selbst gebaut werden.
- Drahtgestelle
- Bambusstäbe
- V-förmige Gerüste
Drahtgestelle
Für Sommerhimbeeren, die von Juni bis Juli reifen, reicht ein einfaches Drahtgestell meist aus. Dazu werden zwei Pfosten in die Erde geschlagen, zwischen denen man drei Drähte in verschiedenen Höhen befestigt. Dabei muss auf die Länge der Himbeerreihe geachtet werden. Je länger sie ist, desto robuster müssen die Pfosten und Drähte sein, um das Gewicht tragen zu können.
Bambusstäbe
Für zweimal tragende Sorten ist diese Art des Anbindens besonders geeignet. Das Grundgerüst bildet auch hier ein Drahtgestell zwischen den Pfosten. Ergänzt wird es um senkrechte Bambusstäbe, die in gleichmäßigem Abstand befestigt werden. Pro Strauch sollten zwei Stäbe genutzt werden.
Eine einfache Rankhilfe, bestehend aus lediglich in den Boden gesteckten Bambusstäben, reicht für Herbsthimbeeren hingegen aus. Sie wachsen niedriger und benötigen deshalb nicht so viel Unterstützung.
V-förmige Gerüste
Für ein V-förmiges Gerüst werden vier Pfosten benötigt, von denen ein Pfosten besonders stabil sein muss. Letzterer wird mittig zwischen den Himbeerpflanzen im Boden verankert. Die drei anderen Pfosten werden in unterschiedlichen Höhen als Querstreben befestigt. Zwischen ihnen spannt man senkrechte Drähte in V-Form.
Expertentipp
Himbeeren sollten nicht gewaschen werden, da sie ihr einzigartiges Aroma dadurch verlieren und aufplatzen können. Das Anbinden der Ruten ist eine große Hilfe, da die süßen Früchte den Boden auf diese Weise nicht berühren und deshalb nicht gewaschen werden müssen.
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