Die Wolfsmilch – ihre botanische Gattungsbezeichnung lautet Euphorbia – bildet eine große Pflanzenfamilie mit 2000 Arten und zahlreichen Unterarten. Krautige und sukkulente Typen sind darunter und solche, die verholzen. Sie wachsen in den unterschiedlichsten Größen, vom kleinen Kraut bis zum Baum. Für den Garten bietet sich ein großes Sortiment an.
Woher stammen die Arten?
Die Zierpflanzen wachsen ursprünglich in den Tropen, in trockenen Zonen, in gebirgigen Gelände und kommen in gemäßigten Breiten vor. Winterharte Wolfsmilch stammt ursprünglich aus den gemäßigten Zonen in Europa und Asien.
Die Gestalt der Pflanzen
Auffallend sind alle Euphorbien, durch die Vielfalt ihrer Belaubung und den „Blüten“. Leuchtend schwefelgelbe Dolden oder Trugdolden, orangefarbene Blütenköpfe oder purpurfarbene Spitzen zieren die Stängel. Die schön gefärbten Blätter sind Hüll- oder Hochblätter. Botanisch gesehen sind es farbige Laubblätter, die um sehr kleine Blüten stehen. Ihre eigentliche Aufgabe ist es, Insekten zur Bestäubung anzulocken. Bei den meisten Wolfsmilchgewächsen dauert die Blütezeit einige Wochen. Manche verströmen einen schönen Duft.
Gemeinsamkeiten der Euphorbien

Alle Wolfsmilchgewächse haben in allen ihren Teilen einen Milchsaft. Meistens ist er weiß, in einigen Fällen gelb gefärbt. Er ist klebrig, vor allem ist er giftig, reizt die Haut und löst oft Allergien aus. Die Arbeit mit den Pflanzen sollte nur mit Handschuhen geschehen. Obwohl Euphorbien äußerst attraktiv sind, ist die Nähe von Tiergehegen oder Spielplätzen kein geeigneter Pflanzort.
Standort und Pflege

Die Pflanzen wollen es sonnig und am besten warm, ihre Bodenansprüche sind dagegen verschieden. Eine Steppen-Wolfsmilch begnügt sich mit trockenem, steinigen Boden, während die einheimische Breitblättrige Wolfsmilch nahrhafte Erde bevorzugt. Überwiegend meiden sie kalkhaltigen Boden. Bei einem Teil werden zum Herbst Blätter und Stängel braun. Aus dem Wurzelstock mit dicken, knolligen oder faserigen Wurzeln schieben sich im Frühjahr neue Sprossen aus der Erde.
Wintergrüne Arten
Im Garten werden vorwiegend Hybriden verwendet, die immergrün sind und auch im Winter durch eine interessante Blattfärbung oder ihre Struktur ein bemerkenswertes Bild erzeugen. Die günstigste Pflanzzeit sind Frühjahr bis Sommer. In rauen Regionen fühlen sich die Pflanzen an einer geschützten Stelle und mit einem Schutz aus Vlies oder Zweigen wohl. Beispiele für winterharte immergrüne Euphorbien:
- Balkan-Wolfsmilch, übersteht Kältegrade bis -17 Grad
- Hohe Wolfsmilch ‚Goldener Turm‘ und Himalaya-Wolfsmilch ‚Fireglow‘ sind winterhart bis -28 Grad
Expertentipp
Die Pflanzen sind auch als Kübelpflanze imposant. Beispielsweise hat die Mandelblättrige Purpur-Wolfsmilch ‚Purpurea‘ ein wunderschönes Farbenspiel: Rote Stängel, dunkelgrüne Blätter, zitronengelbe Hochblätter und sie ist kaum giftig. Mit etwas Schutz ist sie winterhart.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist die Wolfsmilch im Topf matschig?
Sorgen Sie für einen guten Wasserabzug und füllen Sie den Topf mit durchlässigem Pflanzmaterial.
Kann ich meine Euphorbien zurückschneiden?
Ein Rückschnitt ist problemlos. Achten Sie auf Arbeitsschutz.
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