Der japanische Knöterich stammt ursprünglich aus Asien und wurde Ende des 19. Jahrhunderts nach Europa und Amerika gebracht. In der Welt ist diese Pflanzenart als mexikanischer oder amerikanischer Bambus bekannt, da ihr Aussehen echtem Bambus ähnelt.
Von Zierpflanze bis zum größten Gartenfeind
Sein ursprünglicher Zweck war die Anpflanzung als Bodenerosionsschutz und als Zierpflanze. Obwohl Knöterich zur Verschönerung der Hinterhöfen dienen sollte, wurde er aufgrund der Ausbreitung und Unterdrückung anderer Pflanzen oft ziemlich schnell ausgegraben und auf Mülldeponien oder entlang von Straßen abgeladen.
So kann man diese invasive Pflanzenart oft neben Straßen, illegalen Deponien, aber auch in der Innenstadt sehen.
Es immer noch nicht klar, wie gefährlich der japanische Knöterich für unser Ökosystem sein kann, wie viel es kosten wird, ihn zu auszurotten, und wie viel es uns bereits kostet, den Schaden, den er anrichtet, zu reparieren.
Wachstum
Der Knöterich ist eine mehrjährige Pflanzenart mit einjährigen Stängeln. Aus dem Rhizom entwickeln sich jedes Jahr neue Pflanzen. Der Stängel kann 1 bis 3 Meter hoch werden. Die Blätter sind groß, oval bis zu 10 Zentimeter lang und breit und spitz am Ende. Er blüht intensiv mit weißlichen Blüten.
Neben dem Japanischen Knöterich kommt in unseren Gegenden auch die Hybride R. x bohemica vor, die noch gefährlicher ist, weil sie sich vegetativ und durch Samen vermehrt.
Der Knöterich unterdrückt andere Pflanzenarten, indem er ihnen Licht, Wasser und Nährstoffe entzieht.
Zerstörerischer Zuwanderer

Wie stark die Rhizome dieser Pflanze sind, zeigt die Tatsache, dass sie Beton, Denkmäler, Betonzäune und Dämme vollständig zerstören können. Die Gefahr dieser Pflanze ist außerordentlich. Wenn sie sich in der Nähe eines Hauses oder Objekts befindet, gefährden ihre Rhizome schnell die Fundamente des Objekts. Das Rhizom kann sich nämlich bis zu 7 Meter in die Breite und bis zu 3 Meter in die Tiefe erstrecken. In Großbritannien senkt das Vorhandensein dieser Pflanze in den Gärten beispielsweise die Immobilienpreise um bis zu 20 %.
Gute Eigenschaften

Diese Art hat neben dieser ganzen Reihe an negativen Merkmale auch einige positive Eigenschaften. Der japanische Knöterich hat eine außergewöhnliche Fähigkeit, Schwermetalle aus dem Boden aufzusammeln. Er wird oft verwendet, um kontaminierten Boden zu dekontaminieren, und erwies sich als besonders gut bei der Reinigung des Bodens mit hohem Gehalt an Zink, Cadmium, Blei und Kupfer.
Junge Knöterichtriebe sind essbar und können im März und April, bevor sich die Blätter entwickeln, geerntet werden. Sie werden wie Spargel verwendet und sind eine reiche Quelle an Vitamin C. Aufgrund des Gehalts an Oxalsäure sollte sie doch nicht in zu großen Mengen verwendet werden. Es reicht aus, die Triebe fünf Minuten lang zu garen und schon können sie zum Essen verwendet werden. Der Knöterich ist auch eine ausgezeichnete Honigpflanze. Auch seine medizinischen Eigenschaften sind bekannt. Er reduziert das Diabetesrisiko, beugt Übergewicht vor, hilft bei der Parkinson-Krankheit und wird als Abführmittel verwendet.
Unterdrückung erfordert Ausdauer
Der japanische Knöterich ist schwer zu kontrollieren, selbst wenn man sich für die giftigsten Herbizide entscheidet. Diese Pflanzen ist extrem widerstandsfähig gegen alle Formen der Unterdrückung. Man muss extrem hartnäckig sein, um den Knöterich auszurotten. Der kleinste verbleibende Teil des Rhizoms ergibt eine neue Pflanze. Regelmäßiges Mähen, Rupfen und Verbrennen der ganzen Pflanzen sind die Maßnahmen, die angewendet werden.
Dampf- und Heißwasserbehandlung haben auch eine sehr gute Wirkung. Dafür gibt es mittlerweile speziell entwickelte Werkzeuge, die sogenannten Lanzen. Mit ihnen ist es möglich, unterirdisch die Wurzeln des Knöterichs mit kochendem Wasser zu injizieren und somit zu vernichten.
Expertentipp
In Küstengebieten werden gute Ergebnisse durch das besprühen der Blätter mit Meerwasser erzielt.
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