Japanische Steingärten strahlen Ruhe und Harmonie aus. Beim Betrachten spürt man, dass der Steingarten nach alter Tradition angelegt wurde. Die japanischen Steingärten waren die ersten, die die Natur auf kleinstem Raum nachahmten. Heute ist die Grundidee des japanischen Steingartens, die Vielfältigkeit der Natur im eigenen Garten symbolisch darzustellen.
Japanischen Steingarten planen
Die harmonische Kombination von Pflanzen, Steinen, Wegen und Wasser macht den Reiz des japanischen Steingartens aus. Schon bei der Planung ist zu berücksichtigen, dass eine ruhige Ausstrahlung nur dann erreicht wird, wenn die Natürlichkeit im Vordergrund steht. Die Grundprinzipien aktiv und passiv sind bei der Planung zu berücksichtigen. Aktive und passive Elemente erzeugen ein Wechselspiel von Harmonie und Spannung. Aktive Elemente sind beispielsweise Wasser und Steine, passive Elemente sind niedrige Pflanzen oder Kies.
Auf ebenen Gartenflächen bildet ein aufgeschütteter Hügel die Grundlage für Wasserläufe. Für die Anlage eines japanischen Steingartens eignen sich auch abschüssige Stellen. Hier führen die mit Kies und Trittsteinen gestalteten Wege in den Steingarten. Diese Wege werden ebenfalls nach dem Prinzip der Wechselwirkung von passiv und aktiv angelegt. Ursprünglich führten die Wege über Sand und Wasser. Der Benutzer verlangsamt seinen Schritt und hat automatisch Zeit, den japanischen Steingarten in Ruhe zu betrachten.
Skizze anfertigen

Japanische Steingärten benötigen nicht viel Platz und eignen sich auch für kleine Gärten. Vor dem Anlegen des Steingartens wird eine Skizze erstellt, auf der Steine, Skulpturen, Pflanzen und Wasserstellen markiert sind. Damit der japanische Steingarten ein Ort der Ruhe wird, ist es sinnvoll, den Bereich vom übrigen Garten abzuschirmen und durch einen Sichtschutz zu trennen. Die räumliche Trennung erfolgt durch eine Steinmauer, eine Sichtschutzwand oder eine Hecke. Bevor der Steingarten gestaltet wird, müssen störende Wurzeln und das Unkraut von der Bodenfläche entfernt werden.
Wege und Pflanzen

Trittsteine für den Weg werden in verschiedenen Größen verlegt. Dabei wird ein Abstand von 40 bis 45 Zentimetern berücksichtigt. Große Trittsteine laden zum Verweilen und Betrachten ein, die kleineren Steine animieren zum Weitergehen. Die Trittsteine werden so tief in Kies gelegt, dass nur rund fünf Zentimeter herausragen. Optisch wirken Natursteine am schönsten.
Moos und Farne passen perfekt zu den Steinen. Schilf wird im Hintergrund gepflanzt und bildet mit Japanischen Ahorn, Azaleen sowie Japansegge ein harmonisches Gesamtensemble.
Expertentipp
Bambus darf im Japanischen Steingarten nicht fehlen. Die Pflanze begeistert durch ihre vielfältigen Erscheinungsformen und symbolisiert die Gemeinschaft. Bambus ist winterhart, pflegeleicht und behält lange die grünen Blätter. Bambus kann an einen sonnigen sowie halbschattigen Ort gepflanzt werden.
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