Im europäischen Raum kommt Jasmin in privaten Haushalten häufig in Form von Zimmer-Jasmin (Jasminum polyanthum) vor. Er versprüht einen starken, attraktiven Geruch und lässt sich der Gattung der Ölbaumgewächse (Oleaceae) zuordnen.
Das ursprüngliche Herkunftsland dieser weißen Schönheit ist Westchina. In Europa ist sie seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts eine beliebte Gartenpflanze, die keine Giftstoffe enthält. Die überwiegende Anzahl der etwa 200 verschiedenen Arten sind zudem nicht winterhart.
Die richtige Pflege von Jasmin
Jasmin ist eine der pflegeleichtesten Pflanzen, die Sie in deutschen Gärten und innerhalb der eigenen vier Wände finden können, egal ob Sie einen Winterjasmin mit gelben Blüten oder einen rosafarbenen Strauch-Jasmin Ihr Eigen nennen. Die Pflege dieser charakteristischen Blühpflanze setzt sich in erster Linie aus der richtigen Standortwahl sowie der korrekten Luft- und Wasserzufuhr zusammen.
Da Jasmin eine subtropische bzw. tropische Pflanze ist, sollten Sie sie an sonnige Plätze stellen, damit sie optimal gedeihen kann. Im Besonderen gilt dieser Umstand für Kübelpflanzen. In den meisten Beeten ist das richtige Maß an Sonneneinstrahlung natürlich gegeben. Jasmin verträgt Sonne in großem Maße. Zu lange oder zu intensive Einstrahlung kann trotz dessen zu Verbrennungen an den Blättern und den Blüten führen. Eine sonnige Stelle ist dem Halbschatten trotzdem prinzipiell vorzuziehen.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist die ausreichende Belüftung der Pflanze. Während Jasmin im Garten oder auf einer Terrasse von Natur aus genug Frischluft erhält, sollten Sie in Innenbereichen darauf achten regelmäßig zu lüften. Das beugt einem Befall durch Parasiten vor und sorgt für eine perfekte Blüte. Jasmin bleibt auf diese Weise kräftig und gesund.
Wasser- und Nährstoffe kann Jasmin in großzügigen Mengen vertragen. Die Gefahr der Überwässerung oder einer Überdüngung ist beim Kultivieren der Pflanze fast nicht möglich. Ein Grund dafür ist, dass Jasmin als Kletterpflanze viel Energie zum Wachsen und Austreiben benötigt. Sie sollten bei der Bewässerung lediglich darauf achten, dass keine Staunässe entsteht. Diese wird von allen Arten des Jasmins unabhängig von der Gattung schlecht vertragen.
Unterschiede zwischen Kübel- und Gartenpflanzen
Egal auf welche Art Sie Ihren Jasmin kultivieren, die ideale Pflanzzeit liegt zwischen dem Frühling und dem Herbst. Während Jasmin im Haus aufgrund von klimatisierten Bedingungen im Wesentlichen gut gedeiht, ist eine Gartenpflanzung ausschließlich in frostfreien Monaten möglich. Mit Ausnahme des Winter-Jasmins sind alle anderen Arten nicht für die Überwinterung im Freien geeignet. Dementsprechend muss Jasmin in der kalten Jahreszeit nach Möglichkeit in einem frostfreien Innenbereich überwintert werden.
Kübelpflanzen eignen sich auch für Gartenbesitzer, da sie von Grund auf einfacher zu handhaben sind und im Winter nicht umgepflanzt werden müssen. Müssen die Pflanzen im Freien überwintern, sollten Sie darauf achten, dass sie nah an einer wärmenden Hauswand platziert und mit geeigneten Materialien umwickelt werden.
Expertentipp
Idealerweise lässt sich Jasmin in einem Kübel kultivieren, falls er in den eigenen vier Wänden blühen soll und Sie keinen Garten besitzen. Achten Sie auf genug Sonnenlicht, Luftzufuhr und eine angemessene Bewässerung.
Häufig gestellte Fragen
Muss Jasmin beschnitten werden?
Die verschiedenen Jasmin-Sorten können nach der Blütezeit dezent beschnitten werden, damit Sie während der nächsten Blühphase eine reichhaltige Blütenpracht genießen können.
Welche Temperaturen verträgt Jasmin?
Je nach Gattung vertragen die Pflanzen fast ausschließlich Temperaturen oberhalb des Gefrierpunktes. Die überwiegende Zahl der unterschiedlichen Arten geht in zu kalten Wintern ein.
Lassen Sie uns wissen, wenn Ihnen der Beitrag gefällt. Das ist für uns der einzige Weg herauszufinden, ob wir etwas besser machen können.
Die neusten Kommentare