Kakteen sind zeitlose und pflegeleichte Pflanzen. Ihr stacheliges Äußeres lässt sie unverwundbar wirken, doch die Stacheln des Kaktus schützen ihn nicht vor Schädlingen. Mit der richtigen Pflege lassen sich Befälle jedoch gut vorbeugen. Hier erfahren Sie, wie Sie eventuelle Schädlinge am Kaktus rechtzeitig erkennen und bekämpfen können.
Das Immunsystem der Kakteen stärken
Kakteen sind insgesamt wenig anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Ihr starkes Immunsystem macht sie zu gesunden und widerstandsfähigen Pflanzen. Dennoch können Sie mit wenigen Handgriffen die Gesundheit der Sukkulenten zusätzlich steigern. Schenken Sie Ihren Kakteen im Sommer einen Platz an der frischen Luft. Der Regen, unterschiedliche Temperaturen und das ungefilterte Sonnenlicht härten das Immunsystem der Pflanzen zusätzlich ab. Dies macht sie auch widerstandsfähiger gegenüber Schädlingen. Sollten Sie dennoch den Eindruck haben, dass Schädlinge Ihren Kaktus befallen haben, können Sie dies anhand verschiedener Merkmale erkennen.
Läuse am Kaktus
Schmierläuse, auch Wollläuse genannt, nisten sich gerne an Einkerbungen und Achseln ein und sind durch ihre weiße Behaarung gut zu erkennen. Teile der Pflanze verfärben sich gelb und sterben ab. Auf dem Kaktus finden Sie weiße Gespinste und kleine, klebrige Tropfen (Honigtau). Erkennen Sie einen Läusebefall an Ihrem Kaktus, sollten Sie diesen unverzüglich von anderen Pflanzen isolieren. Anschließend hat sich folgendes Vorgehen als hilfreich erwiesen:
- Entfernen Sie die weißen Gespinste mithilfe einer Pinzette oder alten Zahnbürste unter fließendem Wasser. Schützen Sie die Wurzeln des Kaktus währenddessen mit einer Plastiktüte.
- Ziehen Sie den gesäuberten Kaktus vorsichtig aus der Erde.
- Befreien Sie den Kaktus vom alten Substrat.
- Spülen Sie den Topf mit heißem Wasser und Spülmittel gründlich aus.
- Setzen Sie den Kaktus anschließend mit frischem Substrat in den Topf.
- Besprühen Sie die Sukkulente in den Tagen darauf mehrfach mit einer geeigneten Seifenlösung. Hierfür mischen Sie 15 Milliliter Schmierseife (keine Handseife!) mit 12 Milliliter Spiritus und 1 Liter Wasser. Achten Sie darauf, dass die Lösung nicht zu stark in die Erde gelangt.
Trauermücken

Das sind kleine schwarze Fliegen, welche Sie mit etwas Geduld leicht bekämpfen können. Setzen Sie die Kakteen in frisches Substrat und nutzen Sie anschließend Klebefallen.
Weiße Fliegen

Beim Gießen steigen sie in Schwärmen auf: Weiße Fliegen. Sie bevorzugen ein warmes und feuchtes Klima. Setzen Sie den Kaktus in frisches Substrat und lüften Sie regelmäßig. Bei Trockenheit und kühler Luft fühlen sich die Fliegen nicht wohl. Zusätzlich können Sie Schlupfwespen zur Bekämpfung der Fliegen einsetzen.
Spinnmilben am Kaktus

Trockene Heizungsluft fördert die Einnistung von Spinnmilben. Bei einem Befall ist der Kaktus mit einem feinen Gespinst überzogen und die Triebspitzen weisen helle bis braune Stellen auf. Isolieren Sie den Kaktus von anderen Pflanzen. Besprühen Sie ihn ausgiebig mit Wasser und verpacken Sie ihn für zwei bis drei Tage luftdicht in einer Tüte. Die Milben vertragen das warme und feuchte Klima nicht.
Expertentipp
Regelmäßiges Düngen stärkt die Kakteen und macht sie widerstandsfähiger. Düngen Sie die Sukkulenten während der Wachstumssaison alle ein bis vier Wochen mit einem handelsüblichen Kakteendünger. Im Winter ist Ruhepause.
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