Wer über einen eigenen Garten verfügt, muss Kräuter nicht aus dem Supermarkt holen. Der persönlich durchgeführte Anbau beschert dem Gärtner nicht nur leckere, garantiert frische Zutaten für Salate und andere Speisen, sondern auch Freude bei der Gartenarbeit. Beim Anlegen eines hauseigenen Kräutergartens gibt es also nichts zu verlieren! Vor allem nicht, wenn man dabei auf einen echten Klassiker unter den Küchenkräutern setzt: Kresse.
Warum lohnt es sich, Kresse im eigenen Garten anzubauen?
Die Gartenkresse aus der Familie der Kreuzblütler ist eine relativ anspruchslose Pflanze und lässt sich daher leicht anbauen. Außerdem kann sie schon sehr bald nach der Aussaat geerntet werden, manchmal sogar schon nach nur einer Woche. Denn die flink empor sprießenden Keimlinge sind der Teil, der auf dem Teller landen soll. Daher werden diese noch vor der Blüte geerntet. Kresse eignet sich somit gut für Hobbygärtner ohne viel Erfahrung im Bereich des Heranziehens von Kräutern, die dennoch rasche Erfolge erzielen möchten. Und: Kresse enthält doppelt so viel Vitamin C wie Feldsalat! Ein echtes Superkraut also.
Welche Voraussetzungen benötigt Kresse, um zu gedeihen?

Im Garten sollte Kresse an einem sonnigen Platz im lockeren Erdreich ausgesät werden. Kresse benötigt Licht, um zu keimen. Es empfiehlt sich daher, die Samen nicht tief zu vergraben, sondern nur mit einer dünnen Schicht Erde zu bedecken. Es ist zwar möglich, Kresse an einem schattigen Ort zu pflanzen, dort wächst sie aber deutlich langsamer. Die Deckschicht sollte feucht gehalten werden, aber Vorsicht: Nicht durch übermäßiges Gießen die Samen hinwegschwemmen! Das regelmäßige Lockern und Feuchthalten des Erdreiches hilft auch gegen Schädlinge wie die Erdflöhe. Die Außentemperatur sollte bei über 15 Grad Celsius liegen, damit die Kresse gut gedeiht und die zarten Blättchen sich bei genügend Sonnenschein rasch entfalten. Mit der Aussaat kann ab März begonnen werden, sofern zu diesem Zeitpunkt bereits geeignete Temperaturen herrschen. Kresse ist eine einjährige Pflanze und verträgt keinen Frost.
In welchen Speisen findet Kresse Verwendung?

Die Keimlinge der Kresse werden roh geerntet und verwendet; sie verfügen über einen würzig-scharfen Geschmack. Verwendung finden sie vor allem in frischen Salaten sowie als Bestandteil von Frischkäse und Quark. Außerdem werden gehackte Kressestückchen gerne auf eine Gemüsesuppe oder ein Omelett gestreut. In Frankfurt am Main wird die Kresse – neben den anderen sechs Zutaten der „Frankfurter Grünen Soße“ – sogar mit einem Denkmal geehrt.
Expertentipp
Es empfiehlt sich, die Kresse am frühen Vormittag zu ernten. Bevor die Sonne im Zenit steht, ist der Gehalt der ätherischen Öle in den Blättern am höchsten.
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