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Schädlinge

Läuse am Buchsbaum bekämpfen

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Läuse am Buchsbaum bekämpfen

Buchsbäume sind in vielen Gärten hierzulande äußerst beliebt, denn der Strauch begeistert nicht nur aufgrund seines immergrünen Aussehens, sondern ebenfalls durch seine Vielseitigkeit. So macht er beispielsweise in Einzelstellung eine ebenso gute Figur, wie zum Beispiel als Hecke. Zudem lässt er sich in die unterschiedlichsten Formen, wie etwa als Kegel oder Kugel, schneiden. Es kann jedoch vorkommen, dass sich auf dem Buchsbaum Läuse niederlassen.

Schildläuse

Schildläuse


An Buchsbäumen lassen sich häufig Schildläuse, vor allem die bräunlich gefärbte „Kommaschildlaus“, nieder. Im Gegensatz zu anderen Schildlausarten, sind diese Schädlinge jedoch nicht durch Ruß- oder Honigtau erkennbar. Dennoch hindern sie den Buchsbaum aufgrund ihrer Saugtätigkeiten an seinem Wachstum. Handelt es sich um einen starken Befall, verliert der Strauch seine Blätter und selbst ganz Triebe sterben ab.

Da sich die Läuse oftmals jedoch nur auf einzelnen Zweigen befinden, lassen sie sich zumeist ganz einfach durch das Abschneiden der betreffenden Zweige entfernen. Ist der Befall jedoch zu groß, kann der Strauch mithilfe von öligen Austriebsspritzmitteln behandelt werden. Dies sollte von Mai bis Juni, nach dem Schlüpfen der Tiere geschehen, da sich bei einer zu späten Behandlung die Schilder der Läuse bereits verhärten und die Behandlung dann nicht mehr gut anspricht.

Blattläuse

Blattläuse
Doch auch Blattläuse lassen sich gerne auf dem Buchsbaum nieder. Da diese ebenso grün sind, wie die jungen Triebspitzen der Sträucher, fallen sie oftmals nicht sofort auf. Blattläuse sind sprunghaft und „wandern“ gerne weiter, um andere Buchsbäume, die sich in der Nähe befinden, zu befallen. Zu sehen sind die Tiere nach April und Mai, wenn sie geschlüpft und zu erwachsenen Läusen herangewachsen sind.

Typische Symptome eines Blattlausbefalls sind unter anderem:

  • weiße Punkte auf den Blättern
  • vorhandener Honigtau
  • Auftreten des Rußtaupilzes
  • Triebspitzen weisen löffelartige Verformungen auf
  • Triebspitzen rollen sich eventuell deutlich ein

Da Buchsbäume auf chemische Mittel oftmals empfindlich reagieren, empfiehlt es sich, Blattläuse mithilfe von Hausmitteln zu bekämpfen. Hierzu sollten zunächst zwischen den Monaten Mai und Juni die befallenen Triebspitzen abgeschnitten und anschließend in der Restmülltonne entsorgt werden. Des Weiteren bietet sich das Besprühen mit gut abgekühltem Schwarztee oder mit Wasser verdünnter Vollmilch an.

Wollläuse

Wollläuse
Wollläuse sind zumeist nur dann zu erkennen, wann man sehr genau hinsieht: Sie weisen lediglich eine Länge zwischen einem und zwölf Millimeter auf und besitzen weiße, rosa oder auch hellbraune Verfärbungen. Da sie jedoch mit einer Wachsschicht bedeckt sind, und außerdem helle Fäden tragen, die optisch an Watte erinnern, sind zumeist weiße Läuse erkennbar.

Wollläuse leben jedoch nicht nur auf der Pflanze, sondern so manch eine erwachsene Laus befindet sich, ebenso wie die Eier und Larven, auch im Erdreich. Wollläusen saugen einerseits den Saft des Buchsbaumes aus, und scheiden andererseits ein Gift aus. Zudem hinterlassen sie Honigtau auf den Blätter, der wiederum einen guten Nährboden für den Sternrußtau bildet. Weiße Gespinste auf dem Buchsbaum, Blattfall, eingerollte Blätter, Honigtau auf der Strauch-Oberfläche und gelb verfärbte Blätter sind typische Anzeichens eines Wollläuse-Befalls. Wird der Buchsbaum nicht behandelt, stirbt er in der Regel ab.

Ist der Befall noch nicht weit fortgeschritten, genügt es oftmals, die wenigen Tiere von dem Strauch abzusammeln. Zudem bietet es sich an, die betroffenen Stellen gut mit einem Wattestäbchen zu säubern; das gilt vor allem für die Blattachseln und engen Zwischenräume. Handelt es sich um einen Buchsbaum, der in einem Topf gesetzt wurde, ist der Strauch von anderen Pflanzen sofort zu isolieren. Am besten geeignet ist ein kühler, heller Standort. Zudem ist es ratsam, Pflanze und Wurzeln abzubrausen und anschließend in einen neuen Topf umzusetzen.

Expertentipp

Zur Bekämpfung der Wollläuse bietet es sich an, einen Liter Wasser mit jeweils 15 Millilitern Schmierseife und Spiritus zu vermischen und den Buchsbaum damit gut einzusprühen. Alternativ kann statt der Schmierseife ebenfalls Paraffinöl verwendet werden.

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Bildquellen:

© www.istockphoto.com/Tomasz Klejdysz

Lisa ist begeisterte Hobby-Gärtnerin. Sie hat nicht nur einen bunten Garten mit Teich direkt vor ihrem Haus, sondern auch noch einen Schrebergarten, auf dem sie viel Gemüse anbaut. Als Garten-Redakteurin konnte sie ihr Hobby zum Beruf machen.

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