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Exotische Pflanzen

Lampionblumen Anbau und Pflege

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Lampionblumen Anbau und Pflege

Die offizielle Bezeichnung für die Lampionblume lautet Physalis und sie gehört zur Familie der Nachtschattengewächse. Weitere Namen sind Blasenkirsche, Judenkirsche, Andenbeere oder Kapstachelbeere. Es gibt weltweit etwa neunzig verschiedene Arten, im europäischen Raum ist allerdings ausschließlich die Lampionblume vertreten.

Die Lampionblume ist eine ein- oder auch mehrjährige Pflanze, welche sehr ausdauernd ist und krautig, aufrecht oder buschig wächst. Dabei kann sie eine Höhe von über einem Meter erreichen. Die weit verzweigte Sprossachse trägt wechselständige, einfache und herzförmige Laubblätter, welche meistens paarweise wachsen und eine Länge von bis zu zehn Zentimetern erreichen können. Die Blütezeit beginnt ab Mai, abhängig von der Sorte trägt die Lampionblume dann gelbe oder rote Blüten, welche später die eigentliche Frucht hervorbringen. Diese ist durch die Kelchblätter verhüllt, welche eine tieforange Farbe haben. Ihren Namen trägt die Pflanze, da die essbare Beere im späteren Verlauf wie von einem Lampion umhüllt wird.

Sobald die Kelchblätter eine beige bis braune Farbe annehmen, können die reifen, vitaminhaltigen Früchte geerntet und verzehrt werden. Die restlichen Pflanzenteile gelten jedoch als giftig. Weitere Anwendung findet die Lampionblume auch im Dekorationsbereich, da sie als Trockenblume für ein optisches Highlight sorgt, bevor die Beere zu reifen beginnt.

Der optimale Standort

Der optimale Standort


Die Lampionblume wächst bevorzugt an sonnigen Standorten sowie in humus- und nährstoffreicher Erde. Der Boden sollte normal bis kalkhaltig sein und über einen pH-Wert von 4,5 bis 6,5 verfügen. Handelt es sich um einen leichten Sandboden, so sollte dieser vor der Pflanzung mit Pflanzerde oder Kompost angereichert werden. Erhält die Pflanze nicht ausreichend Flüssigkeit über die Erde, so macht sich das in der Ausbildung der Früchte bemerkbar. Ist der Standort zu schattig, so fallen diese außerdem kleiner aus und es werden nur wenige Blüten ausgebildet. Staunässe gilt es in jedem Fall zu vermeiden, dasselbe gilt für zu große Trockenheit.

Pflanzung

Pflanzung
Die Lampionblume kann ganzjährig angebaut werden. Es gilt lediglich zu beachten, dass der Boden nicht gefroren ist. Pflanzt man die Stauden im Frühjahr und Frühsommer, so können diese aufgrund der optimalen Bodenfeuchtigkeit und -wärme sehr gut anwachsen. Vor der Pflanzung sollte man sämtliche Wurzelunkräuter beseitigen, außerdem sollten verdichtete, schwere Böden mit Hilfe einer Drainage aus Sand oder Kies verbessert werden. Das Pflanzloch sollte sowohl in seiner Breite als auch in seiner Tiefe doppelt so groß sein wie der Wurzelballen. Bevor die Pflanze aus dem Topf entfernt wird, sollte diese sorgfältig gewässert werden. Um ein schnelles Einwurzeln zu begünstigen, kann eine strukturstabile Pflanzerde hinzugefügt werden. Diese unterstützt zusätzlich die Nährstoffversorgung. Abgerundet wird diese durch einen geeigneten organischen Bio Gartendünger. Nach der Pflanzung sollten die Stauden nochmals gut gewässert werden, eine dünne Mulchschicht kann außerdem als Verdunstungsschutz dienen.

Pflege

Pflege
Lampionblumen haben keinen besonderen Pflegebedarf und bilden bei guten Verhältnissen zahlreiche Früchte aus. Solange die Bodenbedingungen auf die Pflanze abgestimmt sind und diese genügend Licht erhält, wächst sie sowohl im Garten als auch auf dem Balkon relativ mühelos. Im Juni beginnt die Blütezeit und die Lampionblume zeigt weiße Blüten, welche wie die Früchte bis spät in den Herbst immer wieder erneuert werden.

Düngen

Der Lampionblume sollte ein humus- und nährstoffreicher Boden zur Verfügung gestellt werden, es sollten jedoch keine zu großen Düngerzugaben erfolgen. Diese führen zu einem zu starken Wachstum der Pflanze und zu einem geringeren Ansatz von Früchten. Eine einmalige Düngergabe im Frühjahr während des Austriebs ist daher ausreichend. Ein Naturdünger fördert die Bildung von Humus und führt der Staude alle nötigen Nährstoffe zu. Vor dem Winter kann eine ausreichend dicke Schicht Kompost als Kälteschutz aufgetragen werden, welche nicht nur die Wurzeln warm hält, sondern zusätzlich Nährstoffe an die Pflanze abgibt.

Wird die Lampionblume im Topf kultiviert, so eignet sich ein Flüssigdünger am besten, welcher zusammen mit dem Gießwasser verabreicht wird. Dieser Vorgang sollte zwischen den Monaten Mai bis Juli im Abstand von zwei Wochen wiederholt werden.

Schnitt

Soll die Lampionblume radikal zurückgeschnitten werden, so sollte dies nach Möglichkeit im zeitigen Frühjahr erfolgen. Die Triebe werden dann bodennah abgeschnitten, das Laub und die Stiele stellen dabei einen ausreichenden Kälteschutz während der Wintermonate dar. Lampionblumen in Pflanztöpfen überwintern im Freien, es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass die Erde weder austrocknet noch über Staunässe verfügt. Allgemein gelten Lampionblumen als sehr gut winterharte Gewächse.

Gießen

Unmittelbar nach ihrer Pflanzung sollte die Lampionblume so lange gleichmäßig gewässert werden, bis sich diese etabliert hat. In dem Fall kann ein wöchentliches Gießen sinnvoll sein. Später muss die Staude lediglich in längeren Trockenperioden und an sonnigen Plätzen gegossen werden. Grundsätzlich sollte das Beet vor einer erneuten Wassergabe etwas angetrocknet sein. Ab dem zweiten Standjahr kann bei normalen Niederschlägen völlig auf zusätzliches Wässern verzichtet werden. Im Topf kultivierte Lampionblumen benötigen aufgrund des begrenzten Erdvolumens etwas mehr Sorgfältigkeit bei der Wassergabe.

Ernte und Aufbewahrung

Sobald sich die Lampions im August braun verfärben, können diese einfach abgepflückt werden. Die dünnen Kelchblätter lassen sich sternförmig aufklappen und bringen dann die orangefarbene, kugelige Beere zum Vorschein. Diese wird aus ihrem Stand gedreht und kann anschließend roh verzehrt werden.

Man kann die Früchte entweder unmittelbar nach der Ernte verwenden oder man trocknet diese. Grundsätzlich sollte das Erntegut vor der Sonne geschützt sein und warm gelagert werden. Der in der Frucht befindliche Samen eignet sich für die Vermehrung.

Krankheiten und Schädlinge

Die Lampionblume ist weder für Krankheiten noch für besondere Schädlinge anfällig.

Expertentipp

Verfärben sich die Blätter der Lampionblume hellgrün und werden kleiner, so spricht dies dafür, dass eine Düngerzugabe erfolgen sollte. Allgemein gelten die Stauden jedoch als sehr robust und anspruchslos.

Häufig gestellte Fragen

Wie werden Lampionblumen vermehrt?

Die einfachste Art der Vermehrung von Lampionblumen ist die Teilung. Dazu wird im Frühling ein Teilstück der Staude abgestochen. Die Rhizome werden an einer anderen Stelle wieder eingegraben. Eine weitere Möglichkeit ist die Aussaat beziehungsweise die Gewinnung von Stecklingen. Werden die jungen Pflanzen ab Anfang März im geschützten Innenraum ausgesät, so können diese ab Ende Mai ins Beet gepflanzt werden. Der Anbau gestaltet sich jedoch unkomplizierter, wenn man Pflanzware oder Teilstücke verwendet.

Ist die Lampionblume giftig?

Es kann keine allgemeine Aussage darüber getroffen werden, ob die Früchte der Physalis giftig sind oder ob man diese verzehren kann. Dies ist von der jeweiligen Sorte abhängig. Die Beeren der Physalis peruviana, welche auch als Andenbeere bekannt ist, sind in jedem Fall zum Verzehr geeignet. Über die Essbarkeit der Früchte der eigentlichen Lampionblume, deren offizieller Name Physalis alkekengi ist, gibt es unterschiedliche Meinungen. In der Regel gelten diese jedoch ebenfalls als nicht giftig und essbar.

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