Der Maulbeerbaum (Morus) ist aufgrund seiner schmackhaften Früchte sehr beliebt. Da er lediglich bedingt frosthart ist, gedeiht er hierzulande nur in Regionen mit milden Wintern. In Weinbaugebieten gilt er zum Beispiel als robust, aber auch in verschmutzter Stadtluft kann er überleben. In diesem Beitrag erfahren Sie alles Wissenswerte zur Pflanzung von Maulbeerbäumen.
Passende Standorte
Maulbeeren bevorzugen vollsonnige, windgeschützte Standorte, an denen sie viel Platz zur Ausbildung ihrer breiten Kronen haben. Sie gedeihen auch an halbschattigen Standorten, entwickeln sich dort jedoch langsamer. Ideal für die Pflanzung sind Bereiche, die sich für den Anbau von Wein eignen.
Wer es in etwas kühleren Regionen versuchen möchte, sollte sich die Weiße Maulbeere (Morus alba) entscheiden. Die Früchte gelten als weniger schmackhaft, als die der roten und schwarzen Unterarten, sie sind jedoch frosthärter.
Ideale Bodenbedingungen

Der Boden sollte feucht, locker sowie nährstoffreich sein und einen schwach sauren bis alkalischen pH-Wert aufweisen. Maulbeeren benötigen Kalk und reagieren empfindlich auf Staunässe, weshalb eine gute Drainage wichtig ist. Neigt der Boden zur Austrocknung oder ist das Klima eher trocken, sollten Sie sich für die Kultur der Schwarzen Maulbeere (Morus nigra) entscheiden. Ist der Untergrund sehr feucht, eignet sich die Rote Maulbeere (Morus rubra) besser.
Pflanztermin

Sowohl das Frühjahr als auch der Herbst gelten als geeignete Termine für die Pflanzung. Insbesondere in kühleren Regionen ist das Frühjahr nach den Eisheiligen vorzuziehen. Es gibt den Bäumen ausreichend Zeit, vor dem ersten Frost sicher anzuwachsen und erhöht die Überlebenschancen für den ersten Winter.
Vorbereitung der Pflanzung
Stellen Sie den Maulbeerbaum in ein Wasserbad und heben Sie währenddessen ein großzügiges Pflanzloch aus. Es sollte mindestens doppelt so breit und tief wie der Wurzelballen sein. Lockern Sie den Boden im Loch gründlich auf. Maulbeeren sind Tiefwurzler, die weit in den Untergrund eindringen, um sich mit ausreichend Wasser versorgen zu können. Arbeiten Sie etwas Kompost in das Pflanzloch ein und mischen Sie den Aushub ebenfalls mit natürlichem Dünger. Schwere oder sehr lehmhaltige Böden sollten Sie mit Sand auflockern, um die Durchlässigkeit zu verbessern.
Pflanzung
Setzen Sie den Baum so tief in das Pflanzloch, wie er in seinem vorherigen Pflanzgefäß gestanden hat. Arbeiten Sie dabei zu zweit, sodass eine Person den Maulbeerbaum in der richtigen Position festhält und ihn gelegentlich leicht schüttelt, während die andere das Pflanzloch mit der zuvor ausgehobenen Erde auffüllt. Das Schütteln beugt der Bildung von Luftlöchern im Wurzelbereich vor. Treten Sie den Boden vorsichtig fest und gießen Sie Ihren Maulbeerbaum gut an.
Weitere Pflege
Gießen Sie Maulbeeren regelmäßig, ohne dass Staunässe entsteht. Schützen Sie den Wurzelbereich im Winter mit einer Mulchschicht aus Laub sowie Reisig und umwickeln Sie den Stamm mit Jute oder Vlies. Arbeiten Sie Kompost oder Hornspäne im Frühjahr vorsichtig in den Boden ein. In der Regel tragen Maulbeerbäume im Alter von fünf bis sieben Jahren ihre ersten Früchte.
Expertentipp
Pflanzen Sie einen größeren Baum oder ist der Standort nicht windgeschützt, sollten Sie die Maulbeere abstützen. Treiben Sie dazu einen Pflock neben dem Stamm in den Boden und binden Sie den Baum fest, ohne dass die Schnur in die Rinde einschneidet.
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