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Gemüsepflanzen

Meerrettich – richtige Lagerung

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Meerrettich - richtige Lagerung

Frischer Meerrettich (Armoracia rusticana) enthält mehr Vitamin C als Zitronen, hilft bei Erkältungskrankheiten und lässt sich vielseitig in der Küche einsetzen. Allerdings wird er selten vollständig aufgebraucht. In diesem Beitrag wird erläutert, wie man das scharfe Wurzelgemüse sicher lagern kann und die intensiven Aromen erhalten bleiben.

Lagerung von frischem Meerrettich

Lagerung von frischem Meerrettich


Generell ist es sinnvoll, Meerrettich lediglich nach Bedarf zu ernten und ihn schnellstmöglich zu verwerten. Hatten Sie eine besonders umfangreiche Ernte oder haben Sie eine größere Menge gekauft, stehen Ihnen verschiedene Lagerungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Die längste Haltbarkeit wird durch Einfrieren erreicht. Schälen Sie das Gemüse nicht, sondern schneiden Sie ihn ungeschält in Stücke und verpacken Sie diese luftdicht. Ideal ist es, Meerrettich zu vakuumieren. Nach dem Auftauen ist die Konsistenz weicher. Man kann jedoch mit einer sicheren Lagerung von sechs bis acht Monaten rechnen.

Eine ebenfalls verlängerte Haltbarkeit wird erreicht, wenn man Meerrettich ungewaschen in Kisten mit frischem, leicht feuchtem Sand lagert. Stellen Sie die Kisten an einen überdachten Platz in den Garten oder in einen kühlen Keller. Der Sand verhindert das Austrocknen und hält die Wurzeln für drei bis vier Monate frisch und aromatisch.

Besteht diese Möglichkeit nicht, können Sie Meerrettich in feuchte Tücher gewickelt ins Freie oder in das Gemüsefach des Kühlschranks legen. Ideal sind Temperaturen zwischen 0 und 8°C. Die Haltbarkeit beträgt zwei bis vier Wochen. Sie können die Tücher mit Essig befeuchten, um die Haltbarkeit zu verlängern.

Aufbewahrung von angeschnittenem Meerrettich

Aufbewahrung von angeschnittenem Meerrettich
Durch das Anschneiden von Meerrettich wird die Haltbarkeit verkürzt und es bestehen mögliche Gefahren. Die Schnittstelle kann austrocknen, Aromen gehen verloren und es kann sich Schimmel bilden. Schneiden Sie lediglich so viel Rettich auf, wie benötigt wird und wickeln Sie den Rest sofort in Folie ein oder geben Sie ihn in luftdicht verschließbare, saubere Gefäße. Auf diese Weise bleiben die Senföle erhalten, die Meerrettich die bekannte Schärfe verleihen. Eine sichere Lagerung ist für ein bis zwei Wochen möglich. Besser ist es jedoch, die Wurzeln so schnell wie möglich zu verwerten.

Haltbarmachung von geriebenem Meerrettich

Haltbarmachung von geriebenem Meerrettich
Haben Sie eine größere Menge Meerrettich gerieben, sollten Sie die Masse in ein luftdicht verschließbares Glas geben. Gut geeignet sind Einmachgläser, Schraubgläser oder Aufbewahrungsdosen mit einem Klickdeckel. Sie können den Meerrettich pur lagern oder mit etwas Salz und Zitronensaft marinieren. Auf diese Weise vorbereitet, hält er sich etwa eine Woche.

Seien Sie vorsichtig beim Öffnen des Glases. Frisch geriebener, sofort luftdicht verschlossener Meerrettich setzt Gase frei, die in konzentrierter Form zu Benommenheit führen können. Lassen Sie nach dem Abnehmen des Deckels etwas Luft an den Inhalt, bevor Sie ihn entnehmen.

Durch die vergrößerte Oberfläche kann es schneller zur Bildung von Schimmel kommen. Achten Sie beim Befüllen und bei der Entnahme auf Sauberkeit der verwendeten Utensilien. Hinzu kommt, dass sich das Aroma schneller verflüchtigt und Meerrettich austrocknet. Öffnen Sie das Gefäß ausschließlich für den Gebrauch und verschließen Sie es danach sofort.

Alternativ können Sie geriebenen Meerrettich einfrieren. Portionieren Sie ihn und füllen Sie ihn in Gefrierbeutel mit einem dichten Verschluss oder in Gefrierdosen. Ebenfalls gut geeignet ist das Vakuumieren. Es spart Platz im Gefrierschrank, beugt Gefrierbrand vor und erhält das Aroma. Meerrettich bleibt mit dieser Methode maximal vier Monate haltbar.

Expertentipp

Egal, für welche Methode Sie sich entscheiden, achten Sie in jedem Fall auf die Sauberkeit der Unterlage, des Messers, der Reibe und der Verpackung. Das Gleiche gilt für einen dichten Verschluss. Ideal geeignet sind ausgekochte Gläser oder Dosen. Auf diese Weise beugt man der Ausbreitung von Keimen vor und verhindert einen übermäßigen Verlust der Senföle, des Aromas und der Nährstoffe.

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