Für den Eigenbau eines Naturzaunes gibt es verschiedene Möglichkeiten. Es kann sich dabei zum Beispiel um einen einfachen Staketenzaun oder einen Zaun aus Weidengeflecht handeln. Eine weitere Variante ist ein Zaun aus Schnittgut und Holzpfählen, der nicht nur kostengünstig und optisch ansprechend aussieht, sondern auch Insekten, Vögeln und kleinen Tieren wie Igeln und Eidechsen wertvollen Lebensraum bietet. Wie der Bau einer Benjes- bzw. Totholzhecke erfolgt, wird in diesem Beitrag erläutert.
Benötigte Materialien
Gerade im Herbst, wenn Bäume und Hecken den letzten Schnitt des Jahres erhalten, fallen viele Äste und Zweige an, die für einen Naturzaun verwendet werden können. Außer dem Schnittgut werden angespitzte Holzpfähle benötigt, deren Länge und Durchmesser sich nach der Höhe und der Breite des gewünschten Zaunes richten.
Gut handhabbare Maße sind eine Länge von anderthalb Metern und ein Durchmesser von fünf bis sieben Zentimetern. Die Anzahl der benötigten Pfähle wiederum richtet sich danach, wie lang der Zaun werden soll. Als Werkzeuge werden ein Holzhammer, eine Heckenschere, eine Astschere und eine Säge notwendig.
Schritt-für-Schritt Anleitung für den Bau einer Benjeshecke

Das gesammelte Schnittgut, das beim Bau einer Benjeshecke praktischerweise nicht extra entsorgt werden muss, kann zunächst aufgehäuft werden. Im ersten Schritt werden jeweils zwei Pfähle parallel im Abstand von 30 bis 50 Zentimetern den gewünschten Stellen stabil etwa 25 bis 50 Zentimeter tief in den Boden geschlagen. Der Abstand der Pfähle in der Längsausrichtung beträgt je nach Länge des Schnittgutes 60 bis 80 Zentimeter.
Wer über Weidenstecklinge verfügt, kann diese zwischen den Pfählen in den Boden setzen. Weiden treiben schnell aus und begrünen einen Naturzaun auf natürliche Weise. Besonders lange und biegsame Äste können zwischen den Pfählen geflochten werden.
Danach wird die Benjeshecke befüllt. Die erste Schicht kann aus etwas dickeren Ästen bestehen, die Hohlräume bilden, um Igeln einen idealen Unterschlupf zu bieten. Die folgenden Schichten bestehen aus Grünschnitt in Form von Zweigen und kleineren Ästen, die längs und damit im rechten Winkel zu den Pfählen ausgerichtet werden. Rasenschnitt darf ebenfalls in einen Naturzaun eingearbeitet werden, vorzugsweise in der Mitte, damit er die Optik nicht stört.
Nach jeder neuen Schicht sollte das Füllmaterial vorsichtig komprimiert werden, indem man darüber läuft. Wurden die Pfähle nicht ausreichend tief in die Erde eingeschlagen, kann es nötig werden, sie mit Draht zu verbinden, damit man sie nicht auseinander drückt. Rutschen kleine Zweige beim Befüllen heraus, können sie erneut in den Verbund gesteckt werden. Überstehende Ästchen schneidet man als letzte Maßnahme mit einer Heckenschere in Form.
Expertentipp
Was für die Errichtung aller Zäune gilt, ist auch beim Bau eines Naturzauns zu beachten. Er sollte zum Stil des Hauses sowie des Gartens passen und sich nicht von den angrenzenden Grundstücken abheben, sondern harmonisch einfügen. In jedem Fall muss man die Bauvorschriften, die von Bundesland zu Bundesland variieren, beachten. Richtlinien werden in der Regel von der Stadt- oder Gemeindeverwaltung vorgegeben. Ein Blick in den Bebauungsplan oder ein Anruf beim zuständigen Amt erspart viel Zeit, Ärger und Geld.
Lassen Sie uns wissen, wenn Ihnen der Beitrag gefällt. Das ist für uns der einzige Weg herauszufinden, ob wir etwas besser machen können.
Die neusten Kommentare