Der kleine chinesische Blattkohl, ein Verwandter des Chinakohls, erinnert ein wenig an Mangold, unterscheidet sich geschmacklich jedoch durch seine spezifische Senfnote. Davon abgesehen besitzt Pak Choi einen milden, süßlich-erdigen Geschmack mit einer knackigen Textur. Das beliebte asiatische Gemüse kann roh in Salaten, gekocht, gedünstet oder gebraten genossen werden.
Pak Choi ist kalorienarm, nahezu fettfrei und eignet sich hervorragend für einen ausgewogenen Diätspeiseplan. Weiterhin enthält er viele wertvolle Mineralien, Folsäure, reichlich Vitamin C sowie Ballaststoffe und ist im Gegensatz zu anderen Kohlarten leicht verdaulich. Wie das Gemüse richtig angebaut wird, erfahren Sie in diesem Beitrag.
Fachgerechter Anbau im Freiland
Die beste Zeit für die Aussaat von Pak Choi ist von Juli bis August. Je nach Standort und Klima lässt er sich jedoch auch bis in den Herbst hinein kultivieren. Der Boden sollte reich an Nährstoffen, locker, feucht und gut drainiert sein. Im Halbschatten fühlt sich Pak Choi am wohlsten. Achten Sie auf eine regelmäßige Bewässerung. Düngergaben sind bei einem nährstoffreichen Boden nicht notwendig.
Bei der Aussaat ins Beet setzt man die Samen im Abstand von 30 Zentimetern etwa 1 bis 2 Zentimeter tief in die Erde und gießt den Bereich danach mit lauwarmem Wasser an. Bevorzugen Sie die Vorzucht in kleinen Behältnissen, sollten die jungen Pflanzen später ebenfalls in einem Abstand von 30 Zentimetern gepflanzt werden.
Für die Anzucht eignen sich Joghurtbecher, die mit leicht vorgedüngter Bio-Pflanzerde gefüllt sind. Bohren Sie kleine Löcher in die Böden, damit überschüssige Feuchtigkeit gut ablaufen kann und die Entstehung von Staunässe verhindert wird. Nach 2 bis 3 Wochen können die Jungpflanzen ins Freie gesetzt werden. Achten Sie darauf, dass die zarten Wurzeln dabei nicht verletzt werden.
Geerntet werden kann Pak Choi bereits nach 6 bis 8 Wochen. Er bildet 40 bis 60 Zentimeter hohe, dunkelgrüne Rosetten mit einem weiß-gelblichen Schaft und sollte unterhalb des Schafts mit einem scharfen Messer abgeschnitten werden.
Besonderheiten und Fruchtfolge

Das asiatische Blattgemüse gehört botanisch betrachtet zur Familie der Kreuzblütler. Um einen optimalen Ernteerfolg zu erzielen, dürfen Gewächse dieser Art nur alle 3 Jahre im gleichen Beet angebaut werden. Weiterhin sollte man darauf achten, dass Pak Choi nicht zusammen mit anderen Kreuzblütlern, wie Raps, Kartoffeln oder anderen Kohlarten kultiviert wird. Möhren, Lauch, Rettich und Salat gelten als ideale Pflanznachbarn.
Anbau im Innenbereich

Das trendige Gemüse gedeiht auch in Innenbereichen prächtig. Gut geeignet sind Gewächshäuser, Balkone und Terrassen, aber auch Wohnbereiche, sofern man einige Kleinigkeiten beachtet. Es gelten die gleichen Grundvoraussetzungen wie für den Anbau im Freiland. Wichtig ist, dass jede Pflanze in einem eigenen Kübel wachsen darf und ausreichend Platz sowie Licht für das Wachstum zur Verfügung steht.
Topfpflanzen müssen regelmäßig bewässert werden und dürfen nicht an zu warme Standorte gestellt werden.
Expertentipp
Für den Schutz vor Schädlingen sind spezielle Maßnahmen notwendig. Dazu gehört das regelmäßige Mulchen mit Rasenschnitt, Holz- oder Rindenmulch. Aber auch richtig ausgewählte Nachbarpflanzen unterstützen die Gesundheit von Pak Choi. Schnittsellerie und Zitronengras vertreiben Erdflöhe und Raupen, Anis hat sich gegen Kohlweißlinge bewährt und Ölrettich wird von Trauermücken gemieden.
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